Dortmund überrascht. Dich.
Evangelische Luther-Kirche, Eving

Aktionsplan Soziale Stadt

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dagny E. Klemm

Aktionsräume Eving/Lindenhorst und Eving/Kemminghausen

Die Aktionsräume Eving/Lindenhorst und Eving/Kemminghausen gehören zum Stadtbezirk Eving, der im Norden Dortmunds liegt und den Übergang zwischen dem städtischen Ballungsraum und dem südlichen Münsterland bildet.

Neben den Arbeitersiedlungen mit Gartenstadtcharakter prägt ein weiträumiger Landschaftsraum in zentraler Lage mit dem größten zusammenhängenden Grünzug Dortmunds das Erscheinungsbild des Stadtbezirks Eving. Die grüne Lunge legt sich wie ein Ring um den Stadtbezirk und reicht mit ihren Grünzügen bis in das Ortszentrum hinein. Neben Kemminghausen und Lindenhorst umfasst der Stadtbezirk noch die Ortsteile Brechten, Eving und Holthausen.

Bilderstrecke: Der kleinste Weihnachtsmarkt Dortmunds

Am 12.12.2018 fand die zweite Auflage des kleinsten Weihnachtsmarktes Dortmunds in der Fischsiedlung statt. Weit über 100 Kinder und Erwachsene stimmten sich auf die Weihnachtszeit bei Kinderpunsch und selbstgebackenen Plätzchen ein. Ein halbes Dutzend Büdchen boten Selbstgebackenes, Getränke und Würstchen kostenlos für die Bewohner der so genannten Fischsiedlung an. Neben einer spektakulären Feuershow konnten die Kinder unter Begleitung profesioneller Musiker Weihnachtslieder mitsingen. Der sehr gut besuchte Weihnachtsmarkt wurde von der Stadtteil-Schule e.V. ausgerichtet. Unter großzüger Beteiligung des Aktionsplans "Soziale Stadt" und der Immobilienverwaltung Schneider war es möglich, alle Angebote kostenlos anzubieten.

Kleinster Weihnachtsmarkt in Eving 9 Bilder
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Roland Gorecki
Blick über einen Teich in Eving

Der Stadtbezirk Dortmund-Eving ist geprägt von hochwertigem Landschaftsraum und zahlreichen Naherholungsgebieten.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dagny E. Klemm

Aktionsraum Eving/Lindenhorst

Der Aktionsraum Lindenhorst bildet den westlichen Bereich des Stadtbezirks Eving und ist von der Bergbaugeschichte geprägt. Das zeigt sich vor allem in den alten Zechenkolonien, in der Fürst-Hardenberg-Siedlung aber auch in der bereits um 1880 entstandenen Derfflinger Kolonie, die zwischen 1882 und 1907 erbaut wurde und als älteste Bergbausiedlung abgerissen wurde, weil eine Anpassung auf den heutigen Standard nicht mehr möglich war.

Zeche Minister Stein Dortmund Eving

Der Hammerkopfturm der Zeche Minister Stein prägt das Erscheinungsbild des Stadtbezirks Eving.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dirk Jungholt

Die Entwicklung von Lindenhorst ist eng verbunden mit der Geschichte der Montanindustrie in Dortmund. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts gab es im Bereich des heutigen Stadtbezirks Eving lediglich einige Weiler und fruchtbares Ackerland mit reichen Getreideernten Dies änderte sich erst, als 1871 mit dem Abtäufen des ersten Schachtes für die Zeche Minister Stein und 1872 mit dem Abteufen des ersten Schachtes des Bergwerks Fürst Hardenberg begonnen wurde. Die Bevölkerungszahl vervielfachte sich innerhalb von wenigen Jahrzehnten. Die Ära der Montanindustrie dauerte rund hundert Jahre, bis 1987 mit der Zeche Minister Stein die letzte Dortmunder Zeche die Kohlenförderung einstellte. An der Revitalisierung großer Flächen, die ehemals vom Bergbau und der Stahlindustrie genutzt wurden, lässt sich heute der Strukturwandel in Dortmund im Stadtbezirk Eving exemplarisch verfolgen. Sichtbarster Ausdruck dieses Umgestaltungsprozesses ist die im Rahmen der Internationalen Bauausstellung (IBA) Mitte der 90ger Jahre entstandene „Neue Evinger Mitte“ mit ihren modernen Geschäften, Supermärkten und Bürogebäuden.

Auch außerhalb von Lindenhorst bekannt ist der örtliche Sportverein TuS Eving-Lindenhorst 1945 e.V., der eng mit den Zechen Minister Stein und Hardenberg verbunden ist und seinen Ruf als „Talenteschmiede“ des Profifußballs in der Vergangenheit wiederholt durch die Entwicklung von Jugendspielern wie Michael Zorc, Stefan Klos und Lars Ricken untermauerte.

Aktionsraum Eving/Kemminghausen

Der im nördlichen Bereich des Stadtbezirkes Eving und östlich von den Waldgebieten Grävingholz und Süggel gelegene Aktionsraum ist vorwiegend ländlich geprägt.

Vom Hoch-Aussichtsstand lässt sich das Damwild beobachten

Vom Hoch-Aussichtsstand lässt sich das Damwild beobachten
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Sebastian Vauken

Die Naturschutzgebiete Grävingholz und Süggel haben sich unmittelbar nach der letzten Eiszeit gebildet und sind seitdem jeweils als zusammenhängendes Waldgebiet erhalten. Im Mittelalter dienten die Wälder den Herren der Grafschaft Dortmund als Jagdrevier. Heute dominieren im Grävingholz und im Süggel alte Baumbestände. In ehemaligen Bombentrichtern aus dem Zweiten Weltkrieg haben sich Feuchtbiotope mit einer großen Artenvielfalt angesiedelt. Ein vorhandenes Wegenetz lädt zum Wandern und Radfahren ein. Wichtigstes Schutzziel ist der Erhalt dieser großflächigen, naturnahen Buchenwälder, mit den eingelagerten Kleingewässern, als Teil eines Biotopverbundes im Dortmunder Norden.

Sehenswert ist der Schacht 5, ein ehemaliger Wetterschacht der Zeche Minister Stein. Der Schacht hat eine Teufe von 952 Metern und einen Durchmesser von 7,60 Meter. Der Wetterschacht wurde 1987 außer Betrieb genommen und 1988 zum Denkmal erklärt. Heute sind in den Gebäuden über Tage eine Gaststätte und ein Biergarten untergebracht.

Aushängeschild Kemminghausens ist der örtliche Sportverein VfL Kemminghausen, einer der größten Sportvereine im Dortmunder Norden. In den fünf Abteilungen, Schwimmen/Tauchen, Fußball, TaekWonDo, Ringen und Turn- und Volleyball, wird Sport für Jung und Alt geboten.

Aktionsplan Soziale Stadt