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Abenteuerspielplatz

Aktionsplan Soziale Stadt

Bild: Stadt Dortmund

Aktivitäten / Projekte im Aktionsraum Scharnhorst Alt

Aktionsraum Scharnhorst Alt

Projekte

Im Aktionsraum Scharnhorst Alt wurden verschiedene vor Ort erarbeitete Projekte aus dem Aktionsplan Soziale Stadt gefördert.

Einige Projekte konnten in Kooperation mit dem Reit-, Fahr- und Voltigierverein auf dem Abenteuerspielplatz angeboten werden (z. B. Fertigung eines Insektenhotels, Anlegen eines Steingartens, sicheres Reiten durch die Erneuerung der Reitplatzumrandung). In Zusammenarbeit mit dem OGS-Team der Paul-Dohrmann-Schule und dem Abenteuerspielplatz wird das Freizeitangebot „Werken mit Naturmaterialien“ vorgehalten. Kinder können auf dem Abenteuerspielplatz in Kleingruppen manuelle und kreative Fähigkeiten erproben und stärken (z. B. bei der Herstellung von Vogelhäusern und Nistkästen). Zudem gab es in der Vergangenheit verschiedene Veranstaltungen zur Zubereitung gesunder Ernährung für Kinder und Jugendliche. Das gemeinsame Zubereiten der Mahlzeiten von Eltern mit ihren Kindern stärkte zudem das Eltern-Kind-Verhältnis.

Für ein gelingendes Miteinander stellt auch die soziale Kompetenz einen wichtigen Baustein dar. Ein entsprechendes Projekt "Hilfe bevor es brennt" konnte aus Mitteln des Aktionsplans an der Siegfried-Drupp-Grundschule umgesetzt werden.

Aktionsraum Scharnhorst Alt

Projekte im Quartier Wambeler Heide

Aufgrund der besonderen Lage, abgetrennt vom übrigen Stadtteil durch die B236, erhält das Wohngebiet Wambeler Heide besondere Aufmerksamkeit im Rahmen des Aktionsplans Soziale Stadt. Bereits seit 2012 wird dort ein Angebot für Kinder- und Jugendliche in Zusammenarbeit mit den Falken, Ortsverein Scharnhorst, vorgehalten. Einmal pro Woche erhalten Kinder im Alter von ca. 6 bis 12 Jahren am Nachmittag auf einem Spielplatz im Quartier Anregungen und Begleitung zu sinnvollen Freizeitaktivitäten mit entsprechendem Spielmaterial.

Im Verlaufe des Bürgerforums 2013 unter Teilnahme von zahlreichen interessierten Bürgern/Innen und Akteuren konnte für die Schwerpunktsetzung in diesem Quartier geworben werden. Mehrere Akteure erklärten anschließend, das Quartier auch intensiver in den Blick zu nehmen. Für eine Verbesserung der Lebenssituation im Quartier bündelten nun Kinder- und Jugendförderung, Projektorientierte mobile Kinder- und Jugendförderung, Seniorenbüro, Familienbüro, Integrationsagentur des Deutschen Roten Kreuzes und der Aktionsplan Soziale Stadt ihre Ressourcen. Über das Spielplatzangebot hinaus erfolgten nun weitere Angebote wie Spielaktionen mit dem Bauwagen „Flitzmobil“, Grillfeste sowie zusätzliche Einzelaktionen für Kinder und Eltern.

Durch die verschiedenen Aktionen entstanden neue Begegnungs- und Austauschräume für Kinder, Eltern und weitere Bewohner/Innen.

Der Wunsch nach einem über die bisherigen Aktivitäten hinaus dauerhaften Informationsangebot direkt im Wohngebiet wurde immer wieder zum Ausdruck gebracht. Daher wurde eine regelmäßige Zusammenarbeit der Akteure in Form einer Informations- und Beratungstätigkeit vor Ort angestrebt.

Aktionsraum Scharnhorst Alt

Einrichtung eines Treffpunkts

Aufgrund der vorausgegangenen Anregungen der Bewohnerschaft erfolgte im Januar 2014 nach gemeinsamer Absprache der zuvor genannten Scharnhorster Akteure die Anmietung eines Raumes im Quartier gegen ein Nutzungsentgelt (Nebenraum eines Kiosks mit eigenem Eingang, ebenerdig gelegen). Es wurde ein Einsatzplan mit inhaltlichen Absprachen entwickelt und umgesetzt. Ein großer Teil der Ausstattung wurde von den Bewohnern/Innen und dem Hauptmieter angeschafft und zur Verfügung gestellt. Auch die notwendige Renovierung des angemieteten Raumes wurde in Eigenarbeit der Bewohnerschaft durchgeführt.

Der neue „Info-Treff“ erfüllte verschiedene Funktionen. Er wurde zum Treffpunkt von Bewohnern/Innen zu Gesprächen untereinander, die häufig in gegenseitigen Hilfestellungen mündeten. Die Sprechstunden wurden insbesondere genutzt, um sowohl persönliche als auch Probleme des Wohnumfeldes zu besprechen. Informationen, Anregungen und Unterstützungen seitens der Akteure wurden gerne aufgenommen und umgesetzt. Die Nachfrage war vielfältig. Informationen zu Sprachkursen, Schwerbehinderung, Pflege, Versorgung von nicht-krankenversicherten Kindern, Schuldnerberatung, Tageseinrichtungen für Kinder usw. konnten über die beteiligten Fachbereiche vermittelt werden. Auch der Hauptmieter engagierte sich persönlich in erheblichem Umfang für die Belange des Quartiers.

Verschiedene vorgetragene Problematiken wurden gemeinsam mit allen beteiligten Akteuren angegangen. Einzelaktionen werden beispielhaft aufgeführt.

Aktionsraum Scharnhorst Alt

Einzelaktionen

Es erfolgte ein „Frühjahrsputz in der Wambeler Heide“ unter der Beteiligung vieler Bewohner und deren Kinder, den Akteuren des „Info-Treffs“, dem Landschaftswächter, dem Quartierskümmerer und der EDG. Glasscherben, Metallteile, alte Tannenbäume usw. gefährdeten die spielenden Kinder und hinterließen einen ungepflegten Eindruck des Wohngebiets. Der Abschluss der Aktion wurde mit einem gemeinsamen Imbiss aller Beteiligten gefeiert.

Auch dem Ablagern von Sperrmüll konnte mithilfe des zuständigen Quartierskümmerers entgegen gearbeitet werden. Verunreinigungen werden schnell entfernt, kommen inzwischen auch seltener vor.

Ebenfalls auf Wunsch der Bewohnerschaft erfolgte eine Informationsveranstaltung zu Sprachkursen in Kooperation mit der Stadtteil-Schule im „Info-Treff“. Zudem wurden auch Informationen über die Stadtteilmutter zur Teilnahme an einem bestehenden niedrigschwelligen Sprachangebot in einer Grundschule vermittelt.

Es wurde zudem Kontakt zur zuständigen Wohnungsgesellschaft des Wohngebietes aufgenommen, um eine Aufwertung des zugehörigen Spielplatzes zu erzielen (Austausch von Sand, Entfernen von Unkraut, Beschneiden von Sträuchern usw.). Die Gesellschaft zeigte Interesse an den Anregungen aus der Bewohnerschaft und setzte viele Anregungen um (z. B. Aufstellen größerer Abfall-Container, verstärkte Pflege des Spielplatzes).

Durch den Einsatz verschiedener Akteure konnte auch die problematische Schulbus-Situation der Kinder (problematisch hohe Auslastung) positiv verändert werden. Die DSW21 setzt nun für die Kinder einen Schulbus mit einer höheren Personen-Aufnahme-Kapazität ein.

Aktionsraum Scharnhorst Alt

Ausblick

Die wöchentliche Sprechstunde wird nicht mehr angeboten, es wird weiterhin eine wöchentliche Spielplatzaktion in Kooperation mit den Falken vorgehalten. Das Wohngebiet wird regelmäßig vom Quartierskümmerer aufgesucht.

Der Arbeitskreis, der sich schwerpunktmäßig mit dem Quartier Wambeler Heide beschäftigt, ist weiterhin aktiv und kann absprachegemäß jederzeit bei neuen Entwicklungen bzw. Bedarfen einberufen werden. Ein Einsatz des Bauwagens „Flitzmobil“ ist für die dortigen Kinder bereits wieder geplant.

Aktionsraum Scharnhorst Alt

Projekte für Scharnhorst Alt mit erweiterter Wirkung

Die Förderung des interkulturellen Dialogs ist ebenfalls ein wesentlicher Bereich der Tätigkeit vor Ort. Diesbezüglich erfolgte die Mitarbeit an verschiedenen Projekten im Rahmen des Arbeitskreises „Gemeinsam aktiv“, in dem sich Institutionen, Vereine, Verbände und die Bezirksvertretung engagieren. Dazu gehörten die Vorbereitung der Kulturpartys Scharnhorst, in denen die Unterstützung eines guten Zusammenlebens verschiedener Nationalitäten im Vordergrund stand sowie die Umsetzung des Scharnhorst-Outdoor-Spiels zum Brettspiel. Mit diesem wird Wissen sowohl über den Stadtbezirk als auch über Sprache, Religionen, Bräuche und Umgangsformen vermittelt. Das Brettspiel kann sowohl von Akteuren als auch von Privatpersonen in der Stadtteilbibliothek Scharnhorst ausgeliehen werden.

Die Kooperation verschiedener Scharnhorster Akteure ermöglichte ein weiteres Projekt, das sich insbesondere auch an Neubürger/Innen in Scharnhorst wendet. Es wurde eine Adressenbroschüre mit allen wichtigen Angeboten und Akteuren im Stadtbezirk angefertigt und Interessierten zur Verfügung gestellt. Die Broschüre steht auch in digitaler Form auf dem Portal der Stadt Dortmund zur Verfügung.

Viele Aktivitäten bzw. Projekte betreffen beide Aktionsräume in Scharnhorst und zeigen auch Wirkung für den gesamten Stadtbezirk. Die Aktionsräume Scharnhorst Alt und Scharnhorst Ost liegen nebeneinander und sind zudem auch verkehrstechnisch gut miteinander verbunden.

Das Aktionsbüro Scharnhorst, das gemeinsam von der Sozialverwaltung und dem Jobcenter betrieben wird, bietet regelmäßig wohnortnahe Sprechstunden für Empfänger/Innen von Arbeitslosengeld II an. Es ist zentral in der Stadtteilbibliothek am Mackenrothweg angesiedelt. Die Mitarbeiter/Innen beraten alle Arbeitssuchenden in Leistungsfragen und Fragen der Arbeitsvermittlung: Jobcenter Dortmund - Aktionsbüros .

Der Aktionsplan Soziale Stadt, die FreiwilligenAgentur, das Begegnungszentrum und das Seniorenbüro verfolgen neue Wege, um noch mehr Engagement für und aus Scharnhorst zu ermöglichen. Die Kooperation will die Stärken des Stadtbezirks unterstützen. Verbände, Organisationen, Gemeinden, Vereine erhalten in der Städtischen Begegnungsstätte an der Gleiwitzstraße Unterstützung bei der Suche nach Helfern/Innen; auch am Ehrenamt interessierte Menschen können sich hier regelmäßig einmal im Monat über Einsatzmöglichkeiten informieren. Eine solche Beratung gab es zuvor nur in der Innenstadt.

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