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Aktionsplan Soziale Stadt

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Forum Soziale Stadt: "Arbeit schaffen, Kinder stärken, Gemeinsam handeln"

Ergebnisse der Arbeitsgruppe 2 "Kinder stärken"

Eröffnung durch Waltraud Bonekamp, Dezernentin für Schule, Jugend und Familie

Stadträtin Bonekamp eröffnete die Arbeitsgruppe „Kinder stärken“ mit einem Impulsreferat zu den Ergebnissen und Konsequenzen des Sozialstrukturatlasses und des Berichts zur sozialen Lage. Dabei wies sie ebenfalls auf die Ergebnisse des kommunalen Bildungsberichtes hin, der in den meisten Bereichen deckungsgleiche Erkenntnisse liefert.

Frau Bonekamp machte deutlich, dass es im Rahmen des „Aktionsplans soziale Stadt“ verstärkt darum gehen wird, die Lebensbedingungen der betroffenen Kinder in den sozial belasteten Aktionsräumen zu verbessern, indem die handelnden „Akteure vor Ort“ die vorhandene Datenlage gemeinsam analysieren und unter Berücksichtigung der bereits bestehenden Strukturen auf den jeweiligen Aktionsraum bezogene Vorschläge zur Verbesserung der Lebenssituation von Kindern entwickeln.

Sie führte weiter aus, dass die anwesenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Arbeitgruppe „Kinder stärken“ die richtigen Ansprechpartner zur Entwicklung der grundlegenden inhaltlichen Impulse für die weitere Arbeit in den Aktionsräumen sind. Ziel ist es, gemeinsam inhaltliche Orientierungen zu geben, die bei der Arbeit vor Ort an die jeweiligen Bedarfslagen angepasst werden können.

Im Ergebnis wird dem Rat der Stadt Ende des Jahres ein Aktionsplan zur Beratung vorgelegt, der konkrete Handlungsvorschläge für alle 13 Aktionsräume enthält.

Nach der Einführung durch Stadträtin Bonekamp bearbeiteten ca. 130 Personen die Themenstellung der Arbeitsgruppe mit Hilfe der Methode "World-Cafe" in kleinen Diskussionsrunden an Hand folgender Fragestellungen:

  • Was verstehen wir unter "Kinder stärken"?
  • Welche Handlungserfordernisse bestehen?
  • Welchen Beitrag leiste ich/leisten wir dazu?

In der Zusammenfassung wurden folgende Handlungsschwerpunkte erarbeitet:

Förderung von Kindern und Jugendlichen:

  • Maßnahmen zur Verbesserung der Chancengleichheit ergreifen
  • Lückenlose und passgenaue Förderketten einrichten
  • Sprachdefizite abbauen
  • Frühförderung von Kindern vor dem 3. Lebensjahr ausbauen
  • Aufsuchende Arbeitsansätze stärken
  • Mehrsprachige Mitarbeiter/Innen einstellen
  • Individuelle Förderung im Bereich Schule verstärken, um Bildungskompetenz zu erhöhen
  • Kostenfreie Mittagsverpflegung in Schulen anbieten
  • Kleinere Schulklassen bilden
  • Ganztagsschulen einrichten
  • Schulen als Stadtteilzentrum nutzen
  • Mehr Integrationshelfer/innen an Schulen einstellen
  • Kinder- und Jugendförderung verstärken, um soziale Kompetenz zu erhöhen
  • Weitere Offene Angebote und offene Türen im Rahmen der Kinder- und Jugendförderung schaffen
  • Mehrgenerationen-Projekte entwickeln
  • Hilfen beim Übergang Schule/Beruf verstärken
  • Aktionen gegen "Rechts und Gewalt" umsetzen
  • Kostenlose Freizeitangebote einrichten
  • Freiflächen, Spielräume, angstfreie Aufenthaltsräume schaffen
  • Kindgerechte Stadtgestaltung fördern

Betreuung von Kindern

  • Verlässliche Betreuungsangebote für Kinder schaffen
  • Ganztagsbetreuungsangebote ausbauen
  • Angebot der Offenen Ganztagsschule inhaltlich weiterentwickeln
  • Voraussetzungen für den Zugang aller Kinder in Tageseinrichtungen schaffen

Eltern stärken

  • Niederschwellige Angebote bevorzugen
  • Kultursensible Beratung durchführen
  • Kulturoffenheit der Verwaltung fördern
  • Angebote zur Stärkung und Unterstützung der Erziehungskompetenz ausbauen
  • Offene Beratungsangebote für Eltern/Familien-Cafes schaffen
  • Angebot der Familienzentren erweitern
  • Umfassende Gesundheitsberatung anbieten
  • Unterstützende Hilfen schon ab der Schwangerschaft geben

Übergreifende Handlungsansätze

  • Beteiligung von Kindern und Jugendlichen sicherstellen
  • Kinderrechte stärken
  • Ehrenamtliches Engagement fördern
  • Kleinräumige Freiwilligenagenturen in Aktionsräumen bilden
  • Vereinsstrukturen nutzen
  • Kleinräumige Vernetzung der Jugendhilfeakteure fördern und nutzen
  • Qualitätsmanagement im professionellen Bereich ausbauen
  • Finanzielle Ressourcen erhöhen/ Veränderte Schwerpunkte setzen
  • Social- Sponsoring aufbauen

Aktionsplan Soziale Stadt