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Lokalpolitik

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

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Hafenquartier

Umgestaltung der südlichen Speicherstraße mit Promenade, grünem Klassenzimmer, Platz und kleinem Park soll bald beginnen

Nachricht vom 17.03.2020

Der Dortmunder Hafen befindet sich im Wandel: An der Speicherstraße soll ein urbanes Quartier am Wasser entstehen, weg von der reinen Industrienutzung, hin zum multifunktionellen Quartier am Wasser.

Grafik zur Planung Speicherstraße

Die Grafik zeigt, wie die Speicherstraße künftig aussehen soll: mit grünem Klassenzimmer und Wildblumenwiese.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund

Das Projekt ist gemeinsam mit dem Projekt "Heimathafen" ein wesentlicher Impulsgeber für die kleinteilige Entwicklung der Speicherstraße im Hafen und vitalisiert eine derzeitige Brache.

Das Amt für Stadterneuerung und das Tiefbauamt haben zwischenzeitlich die Ausführungsplanung vorgelegt und vom Verwaltungsvorstand grünes Licht für die Realisierung bekommen. Nach der Entscheidung des Rates wird mit der baulichen Umsetzung des Projektes begonnen.

Neben der Umgestaltung und Aufwertung der Speicherstraße wird die wasserseitige Promenade mit den angrenzenden Platzsituationen künftig das Herzstück des Quartiers bilden. Der zentrale Platz und die Promenade bieten zukünftig Möglichkeiten z.B. für Veranstaltungen sowie für gastronomische Angebote.

Neue Bereiche sollen entstehen

Durch die Planung entstehen ganz neue Bereiche: ein multifunktional nutzbarer Platz im Bereich des Santa-Monika-Anlegers (Santa-Monika-Park), ein zentraler Platz zwischen den Speichergebäuden Speicherstraße 2/2a und Speicherstraße 10-12 (Speicherplatz), eine wasserseitige Promenade sowie Grünbereiche entlang der Mallinckrodtstraße/OWIIIA und der Lagerhausstraße. Hier entsteht eine Wildblumenwiese, die durch Baumpflanzungen ergänzt wird.

Das Gebiet soll zukünftig eine regionale Identität mit Bedeutung und Anziehungskraft vermitteln und sich als gelungenes Beispiel zur Steigerung der Lebensqualität innerhalb der Nordstadt entwickeln. Insgesamt wird das Quartier so für die Bewohner*innen der Nordstadt geöffnet und unter Berücksichtigung von Barrierefreiheit, unter ökologischen Gesichtspunkten sowie dem Erhalt des hafentypischen Charmes neu gestaltet.

Maßnahme ist von EU, Land und Bund gefördert

Die Kosten für die Gesamtmaßnahme belaufen sich auf rund 5,3 Millionen Euro von denen 90 Prozent durch EU, Land und Bund gefördert werden.

Hier die besonderen Ankerpunkte der Planung – bei den einzelnen Bezeichnungen handelt es sich nicht um endgültige Namen, sondern um Arbeitsbegriffe.

Pläne zum Santa-Monika-Park

Der Santa-Monika-Park wird als Aufenthaltsbereich ausgestaltet. Er findet seinen eigentlichen Rahmen durch zwei Bereiche, die in ihrer Form auf die umgebende Bebauung reagieren und als Sonnendeck (niedrig bepflanzt) und Schattendeck (mit Bäumen bepflanzt) ausgestaltet sind. Zusätzlich sind beide Decks als Hochbeet und somit in Sitzhöhe ausgestaltet. Mittelpunkt des Santa-Monika-Parks bildet ein grünes Klassenzimmer, das mit Sitzstufen sowohl in seiner eigentlichen Funktion als Ort der Bildung aber auch zum entspannten Aufenthalt genutzt werden kann.

Pläne zum Speicherplatz

Ergänzend mit Blick auf die "echte Industrie" entsteht ein zentraler Ort: der Speicherplatz, zwischen den Speichergebäuden. Eingefasst mit zwei Baumreihen, öffnet er sich zum Wasser und zur Speicherstraße und dient so als verbindendes Element zwischen Speicherstraße und Promenade sowie zum Aufenthalt. Zusätzlich kann der Platz für Veranstaltungen und als Multifunktionsfläche genutzt werden.

Grafik zum Entwurf der Speicherstraße

Die Promenade an der Speicherstraße soll Platz für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen bieten.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund

Pläne zur Hafen-Promenade

Das eigentliche Herzstück des Quartiers bildet die wasserseitige Promenade, die eine Entwicklung mit verschiedenen gastronomischen Angeboten vorsieht und die spannende Einblicke in alte und neue Nutzungen erlaubt. Die Promenade erinnert in ihrer Gestaltung an den ursprünglichen Verlauf der Schienen und ist durch ihrer Materialität in Großplatten barrierefrei gestaltet. Die hochgestellte Schiene Richtung Wasserkante bleibt erhalten und fungiert im Bereich der Promenade als taktiles Leitsystem.

Darüber hinaus entsteht wasserbegleitend eine Mauer in Sitzhöhe, die einerseits als Sicherheit zur Abgrenzung zum Wasser dient und andererseits zum Aufenthalt in der ersten Reihe am Wasser einlädt. Auf der gegenüberliegenden Seite der Promenade werden in unregelmäßigen Abständen größere Pflanzbeete angelegt, die entsprechend des Charakters einer stillgelegten Industriefläche mit Pioniergehölzen bepflanzt werden.

Die gesamte Möblierung der Promenade und der Speicherstraße ist schlicht und im hafentypischen Design gehalten. Ergänzt wird der industrielle Charme durch die Rückführung und Aufarbeitung der Portaldrehkräne in ihren ursprünglichen Wirkungskreis an die Promenade. Darüber hinaus dienen Spielmöglichkeiten für Kinder in Hafencontainer-Design sowie Sitzmöglichkeiten auf Bahnwagons als zusätzliche gestalterische Elemente auf der Promenade. Die Hafenpromenade soll später entlang des Beckens der nördlichen Speicherstraße fortgeführt werden.

Pläne zur Speicherstraße

Die Gestaltung der östlichen Speicherstraße ist durch den Wiedereinbau des Natursteinpflasters geprägt, das auch ursprünglich in der Speicherstraße verlegt war. So ist eine authentische Gestaltung gewährleistet, die den Hafencharakter unterstützt. Da sich das Hafenquartier noch im Wandel befindet und gleichzeitig eine Vielzahl von Privatinvestitionen im hochbaulichen Bereich entlang der Speicherstraße erfolgen, wird nördlich und südlich der Speicherstraße ein Streifen von der finalen Verlegung mit Natursteinpflaster ausgenommen, um mögliche Anpassungsmaßnahmen sowie Beschädigungen so gering wie möglich zu halten.

Um trotz des Natursteinpflasters eine barrierefreie Erschließung der Speicherstraße zu gewährleisten, ist straßenbegleitend ein Element aus Betonsteinen mit einem taktilen Leitsystem vorgesehen. Dieser Betonstreifen ist mit Eisenanteilen (Rost-Optik) versetzt, um auch hier in der Gestaltsprache des Quartiers zu bleiben. Zum Speicherplatz ergänzen Querungshilfen über die Speicherstraße das "Eisenband".

Platz für Fahrradfahrer*innen und Fußgänger*innen

Die Speicherstraße bekommt eine Vielzahl an Fahrradständern, um den nicht motorisierten Individualverkehr zu fördern.

Der östliche Teil der südlichen Speicherstraße soll als Fußgängerzone ausgewiesen werden, um den gesamten Bereich von motorisiertem Verkehr freizuhalten, um so die Sicherheit für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie den nicht motorisierten Individualverkehr zu erhöhen. Zudem werden Be- und Entladezeiträume definiert und der Fahrradverkehr (in Schrittgeschwindigkeit) frei gegeben.

Im Bereich des westlichen Teils der südlichen Speicherstraße erfolgt lediglich eine Erneuerung des Oberbaus aus Asphalt. Außerdem werden Leuchten-Standorte und fünf Behindertenstellplätze ergänzt.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.