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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Stadtentwicklung

Dortmund eröffnet neuen Innovationsraum "Projektor" auf dem Westenhellweg

Nachricht vom 16.11.2022

Im Herzen der Dortmunder Innenstadt ist der neue Innovationsraum "Projektor – Raum für Innovationen und Zusammenarbeit" eröffnet worden. Netzwerkpartner*innen aus dem Dortmunder "Innovationsökosystem" und weitere Interessierte konnten beim "Open House" am Dienstag, 15. November, den Projektor in lockerer Atmosphäre kennenlernen.

Das Schaufenster des Innovationsraum "Projektor" am Westenhellweg 136.

Das Schaufenster des Innovationsraum "Projektor" am Westenhellweg 136.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Wirtschaftsförderung Dortmund

Das interdisziplinär aufgestellte Projektteam der Stadt Dortmund aus den Bereichen Wissenschaft und Talente, Smart City sowie der Wirtschaftsförderung waren vor Ort und beantworteten Fragen rund um das Pilotprojekt "Projektor". Der Name ist dabei Programm: Der Raum soll wie ein Projektor die Innovationen der Stadt abbilden – in die Stadt projizieren – und darüber hinaus als Werkstatt für die Entwicklung von neuen innovativen Projekten dienen. Durch die großen Schaufensterfronten werden Arbeits- und Diskussionsprozesse transparent und Innovationen aus Dortmund sichtbar gemacht. Beim "Open House" wurden gemeinsam Ideen zur zukünftigen Programmgestaltung des Raumes und zu Smart City Themen gesammelt.

Kreativität, Innovationen und Zusammenarbeit

Rund 115 Quadratmeter stehen am Westenhellweg 136 für kleine Ausstellungen, Projektseminare, Workshops, Events, Vernetzungsaktivitäten, Experimente und Vorträge für unterschiedliche Zielgruppen zur Verfügung – vom Robotik-Workshop für Kinder und Jugendliche, der Präsentation von aktuellen Forschungsergebnissen über studentische Arbeitsgruppen oder Dialogveranstaltungen mit Bürger*innen. Die verschiedenen Nutzungen sind mithilfe des flexiblen Mobiliars möglich, das je nach Bedarf umgestellt werden kann. Statt eine klassischen Reihenbestuhlung findet man hier Stehtische, mobile Trennwände mit verschiedenen Funktionen, Material für Brainstormings, digitale Präsentationsmöglichkeiten und gemütliche Sitzecken – so entsteht eine kreative Arbeitsatmosphäre.

In den ersten Wochen des Pilotprojekts steht die Vernetzung der Netzwerkpartner*innen untereinander und die konzeptionelle Arbeit im Mittelpunkt der Aktivitäten im Projektor. Für das neue Jahr sind jedoch auch vermehrt öffentliche Aktivitäten für Bürger*innen und Mitmachaktionen für verschiedene Zielgruppen geplant. Dabei bringen sich die wissenschaftlichen Partnerinstitutionen und die Innovationsnetzwerke der Stadt Dortmund aktiv ein. Die Veranstaltungen werden über die Kanäle der Stadt Dortmund kommuniziert.

"Mit dem Projektor ist ein toller Ort in der Innenstadt entstanden, der viele engagierte Partner*innen aus Wissenschaft, Stadtgesellschaft, Wirtschaft und Kultur zur Zusammenarbeit einlädt, Diskussionen zu Zukunftsfragen anregt, und nicht zuletzt auch zur Belebung der Innenstadt beiträgt", so Wissenschaftsreferentin Angela Märtin. Sylvia Tiews, Mitglied der Geschäftsleitung bei der Wirtschaftsförderung Dortmund, ergänzt: "Zusammen mit dem Superraum in der Brückstraße als Ort für die Kultur- und Kreativwirtschaft und der Digitalen Werkbank am Hohen Wall für die digitale Transformation in Unternehmen reiht sich der Projektor nun als dritter Raum ein, der das Angebot perfekt ergänzt."

Hintergrund: Zusammenarbeit in der Innovationshauptstadt Europas

Dortmund hat sich innerhalb von 30 Jahren zu einer der führenden Forschungs- und Technologiemetropolen Deutschlands entwickelt. Die zahlreichen international renommierten universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sichern den Fluss an neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen und qualifizierten Nachwuchskräften und bringen innovative Start-ups hervor. Etablierte Netzwerkstrukturen sorgen für den Wissens- und Technologietransfer, z.B. im Rahmen von Stadtentwicklungsprojekten und der Gestaltung von urbanen Zukunftsquartieren, wie dem Dortmunder Hafen. Aber auch soziale, ökologische und kulturelle Innovationen spielen in Dortmund eine große Rolle und werden in Projekten wie "Greenhouse.ruhr" gefördert.

Im Jahr 2021 wurde die Stadt Dortmund für ihr ganzheitliches Innovationskonzept "Innovation next door" von der Europäischen Kommission – als erste deutsche Stadt überhaupt – mit dem iCapital Award als "Innovationshauptstadt Europas" ausgezeichnet . Die nachbarschaftliche Zusammenarbeit von Stadt, Technologiezentrum, Unternehmen, Kammern, Hochschulen und Forschungsinstituten in Innovationsnetzwerken in Dortmund wurde dabei als vorbildlich herausgestellt. Der neue Innovationsraum "Projektor" wird aus dem Preisgeld der Europäischen Union im Rahmen der Auszeichnung als Innovationshauptstadt gefördert. Der Raum wird von der Wirtschaftsförderung Dortmund im Schulterschluss mit dem Chief Innovation & Information Office (CIIO) / Geschäftsstelle Masterplan Wissenschaft, betrieben und mit vielen engagierten Partner*innen inhaltlich bespielt.

Zum Thema

Anregungen und Ideen sind auch weiterhin herzlich willkommen und können digital eingereicht werden. Fragen und Anregungen zum Projektor können per E-Mail eingereicht werden.

Dieser Beitrag befasst sich mit Angelegenheiten der Stadtentwicklung bzw. Wirtschaftsförderung der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.