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Todestag

Stilles Gedenken an Mehmet Kubaşık - Besuch am Mahnmal in der Nordstadt

Nachricht vom 04.04.2021

Am Sonntag, 4. April 2021, jährt sich der Mord an Mehmet Kubaşık, der durch die rechtsextremistische Terrororganisation NSU in seinem Kiosk in der Mallinckrodtstraße getötet wurde, zum 15. Mal. Oberbürgermeister Westphal und Familie Kubaşık legten gemeinsam einen Kranz nieder.

Stilles Gedenken an Mehmet Kubaşık

Stilles Gedenken an Mehmet Kubaşık: v.l. Witwe Elif Kubaşık, Oberbürgermeister Thomas Westphal, Tochter Gamze Kubaşık.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Torsten Tullius

Dieser Tag ist sowohl für die Angehörigen von Mehmet Kubaşık als auch für viele Menschen in Dortmund ein besonderer und aufwühlender Tag, bei dem die Familie nicht alleine gelassen wird. Zahlreiche Dortmunder*innen, Wegbegleiter*innen, Organisationen und Verbände halten seit Jahren die Mahnung und das Gedenken an Mehmet Kubaşık wach. Dazu gehört auch die kritische Begleitung der bisherigen Aufarbeitung der NSU-Morde.

Die Stadt Dortmund in Person des Oberbürgermeisters hat jedes Jahr gemeinsam mit Familie Kubaşık ein stilles Gedenken an der Mallinckrodtstraße abgehalten. Diese stille Form des Gedenkens wurde - gerade auch vor dem Hintergrund der aktuellen pandemischen Situation - auch in diesem Jahr und unter Einhaltung der Corona-Regeln durchgeführt.

Erinnerung an Mehmet Kubaşık wachhalten

"Es freut uns, dass das stille Gedenken, das unser Oberbürgermeister a.D. Ullrich Sierau die letzten Jahre gemeinsam mit uns gepflegt hat, auch von unserem jetzigen Oberbürgermeister Thomas Westphal fortgesetzt wird", so Elif und Gamze Kubaşık. "Bei ihnen beiden möchten wir uns dafür bedanken. Wir als Familie werden - neben der Erinnerung - immer auch mahnen und uns für Aufklärung und gegen Rechts einsetzen. Es ist gut und wichtig, dass wir dabei die Stadt an unserer Seite wissen."

"Der Rechtsextremismus ist keine abstrakte Bedrohung in diesem Land", so Oberbürgermeister Thomas Westphal. "Wir denken an die Opfer rechten Terrors, an ihre Familien, die Hinterbliebenen und deren Leid. Auch heute sind wir bei den Menschen, die diesen Verlust gespürt haben und mit ihm umgehen müssen. Wir werden zudem wachsam sein und weiter als Dortmunder und Dortmunderinnen gegen rechtsextremistische Tendenzen angehen und die Erinnerung an Mehmet Kubaşık wachhalten. Auch das zeichnet den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserer Stadt aus."

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.

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