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Vielfalt, Toleranz und Demokratie

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Schulprojekt gegen Antisemitismus: "Judentum lernen - anhand des Schabbats"

Der Höhepunkt der jüdischen Woche ist der Schabbat. Er steht im Mittelpunkt eines Schulprojektes, das im Jahr 2021 in Dortmund an sechs Partnerschulen durchgeführt wird.

Konzipiert und geleitet wird das Projekt von der deutsch-israelischen Studienrätin und Autorin Lea Fleischmann. Als Kind jüdischer Eltern in Deutschland geboren und aufgewachsen, lebt Lea Fleischmann seit 1979 in Jerusalem. Sie ist regelmäßig in Deutschland zu Besuch. Auf der Grundlage ihres Buches "Schabbat - das Judentum für Nichtjuden verständlich gemacht" entwickelt sie seit Jahren Schulprojekte an weiterführenden Schulen zur Sensibilisierung von Schülerinnen und Schülern für die jüdische Kultur. Wichtig ist ihr dabei vor allem, dass die Schülerinnen und Schüler etwas „Authentisches“ über das Judentum erfahren. Denn viele Jugendliche haben zwar Kenntnis vom Nationalsozialismus, wissen aber nur wenig über das Judentum. Diese Unwissenheit ist wiederum idealer Nährboden für die Herausbildung von Ressentiments und Vorurteilen gegenüber Jüdinnen und Juden. Der Antisemitismus, der sich in der Gesellschaft und insbesondere auch in Schulen ausbreitet, stellt Lehrkräfte vor großen Herausforderungen.

Schabbattisch

Schabbat-Tisch
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Lea Fleischmann

Das von Lea Fleischmann konzipierte Schulprojekt trägt dazu bei, Unwissenheit und Vorurteile abzubauen und Vielfalt sowie Toleranz zu fördern. Schülerinnen und Schülern werden durch ausgewähltes Unterrichts- und Lernmaterial angeregt, über das Judentum nachzudenken und am Beispiel des Schabbats als wesentliches Element des Judentums Gemeinsamkeiten zur eigenen Kultur zu entdecken.

So lernen Schülerinnen und Schüler, dass der unterrichtsfreie Sonntag eine Schabbat-Wurzel hat. Mit den zur Verfügung gestellten jüdischen Kultgegenständen werden Schabbatrituale nachgespielt, so dass der Schabbat mit allen Sinnen erfahrbar wird. Die Lehrkräfte stehen während des gesamten Projekts in engem Kontakt mit Lea Fleischmann. Zum Projektabschluss wird von den Schülerinnen und Schülern eine Ausstellung, ein inszeniertes Rollenspiel (»Schabbatmahlzeit«) oder eine Schabbatfeier mit selbstgebackenen Schabbat-Broten für die Jahrgangsstufe durchgeführt.

Lea Fleischmann Bildungsprojekte
Logo: Dortmund für Vielfalt, Toleranz und Demokratie

Informationen zum Projekt:

Stadt Dortmund - Koordinierungsstelle für Vielfalt, Toleranz und DemokratieJulian BeckerAnsprechpartner

Stadt Dortmund - Koordinierungsstelle für Vielfalt, Toleranz und DemokratieAndrea UllrichAnsprechpartnerin

Vielfalt, Toleranz und Demokratie