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Vielfalt, Toleranz und Demokratie

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Gedenken zu Yom HaShoa am 08. April 2021

Mehr als sechs Millionen europäischer Jüdinnen und Juden sind während des zweiten Weltkrieges dem Völkermord der Nationalsozialisten zum Opfer gefallen. Seit 1933 wurde die jüdische Bevölkerung in Dortmund, wie in ganz Deutschland, systematisch ausgegrenzt und verfolgt. Ab 1942 verließen die ersten Deportationszüge mit Jüdinnen und Juden aus dem Regierungsbezirk Arnsberg den Dortmunder Südbahnhof, weitere Deportationen folgten. Nur die wenigsten überlebten die nationalsozialistische Vernichtungspolitik. Von den etwa 4.500 Jüdinnen und Juden aus Dortmund sind rund 2.000 ermordet worden.

In Israel wird jährlich an Yom HaShoa öffentlich der Opfer und Widerstandskämpfer der Shoah gedacht. Die Feierlichkeiten beginnen nach jüdischer Tradition mit Sonnenuntergang am 27. Nissan des hebräischen Kalenders und enden am darauffolgenden Abend. In diesem Jahr beginnt der nationale Gedenktag am Abend des 7. April 2021 und endet am 8. April 2021.

Zur zentralen Eröffnungszeremonie werden in Yad Vashem (Jerusalem) symbolisch für die sechs Millionen jüdischer Opfer des Holocaust sechs Fackeln entzündet. Im Jahr 2020 fand die Zeremonie aufgrund der Corona-Pandemie erstmals ohne Publikum statt.

Auch dieses Jahr ist am 7. April ab 19.00 Uhr eine Live-Übertragung der Eröffnungszeremonie geplant, online unter: www.yadvashem.org

In Netanya, der israelischen Partnerstadt Dortmunds, werden die Aktivitäten zu Yom HaShoa ebenfalls online zu verfolgen sein. Am 08.04.2021 zwischen 10.00 und 13.00 Uhr sowie um 17.00 Uhr sind Übertragungen auf den Social Media Seiten der Stadt (www.facebook.com/netanya.muni) und des örtlichen Kulturzentrums (www.netanya-culture.co.il) geplant.

In Dortmund organisieren das Jugendzentrum Emuna der jüdischen Kultusgemeinde und die Regionalgruppe Ruhrgebiet der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V. ein gemeinsames Gedenken am 08.04.2021 um 19.00 Uhr auf dem Platz der alten Synagoge.

Damit sich Schrecken und Leid des Holocaust nicht wiederholen, muss das Erinnern an die nationalsozialistischen Verbrechen wachgehalten werden. Manfred Kossack der Sonderbeauftragte des Oberbürgermeisters für Vielfalt, Toleranz und Demokratie äußert hierzu: "Wir erinnern an diesem Tag aller jüdischen Menschen die während der NS-Zeit ermordet wurden. Unsere Erinnerung gilt dabei insbesondere den jüdischen Frauen, Männern und Kindern aus Dortmund. Wir sind am Gedenktag für die Opfer und Märtyrer des Holocaust in besonderer Weise mit unserer israelischen Partnerstadt Netanya verbunden. Doch Erinnern allein reicht nicht. Der Hass auf Juden ist bis heute nicht verschwunden. Es ist eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen, Antisemitismus und Rechtsextremismus entschlossen entgegenzutreten."

YOM HASHOAH

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): The Netanya Foundation

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