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Umwelt

Vorreiter für mehr Stadtnatur: Dortmund erhält Label "StadtGrün naturnah"

Nachricht vom 24.10.2019

Am 19. September 2019 wurde Dortmund in Bonn mit dem Label "StadtGrün naturnah" in Silber ausgezeichnet. Durch den Einsatz zahlreicher Bürger*innen, Verbände, Vereine und Fachämtern konnte Dortmund punkten. So sind z.B. schon 30 Prozent der öffentlichen Wiesen so gesät, dass sie die Artenvielfalt fördern.

Vorreiter für mehr Stadtnatur: Dortmund erhält Label „StadtGrün naturnah“

Die abgebildeten Personen von links nach rechts: Annette Kulozik (Geschäftsleitung der Sport- und Freizeitbetriebe Dortmund), Claudia Vennefrohne (Teamleitung Landschafts- u. Umweltplanung im Umweltamt), Georg Sümer (Teamleitung Gewässer bei der Stadtentwässerung), Martin Rüthers (Technische Dienste Grün im Tiefbauamt), Gerhard Hettwer (Hauptfriedhof Dortmund), Jürgen Hundorf (Technische Dienste Grün im Tiefbauamt), Arnulf Rybicki (Dezernent für Bauen und Infrastruktur), Sylivia Uehlendahl (Leiterin Tiefbauamt), Ralf Dallmann (Betriebsleitung Friedhöfe Dortmund).
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Das Projekt wurde im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert. Für die Stadt Dortmund nahm Stadtrat Arnulf Rybicki die Auszeichnung entgegen.

Grün statt grau

Die Laudatio für die Preisträger hielt Prof. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz. "Stadtgrün ist unverzichtbar", sagte Prof. Jessel, "denn es schafft nicht nur Lebensräume für Tiere und Pflanzen, sondern auch gesunde und attraktive Lebensbedingungen für uns Menschen. Deshalb ist es wichtig, dass sich immer mehr Kommunen für eine naturnahe Gestaltung und Aufwertung von Grünflächen stark machen. Mit dem Label ' StadtGrün naturnah ' schafft das Projekt zusätzliche Anreize, ausgetretene Pfade zu verlassen und mehr Grün statt Grau in die Städte und Gemeinden zu bringen. Dass dies gelingt, zeigen die 14 Projekte, die wir heute auszeichnen."

Beworben hatten sich zunächst 51 Kommunen, von denen letztlich 14 nach einem gut einjährigen Verfahren mit einem Label ausgezeichnet wurden. Honoriert wurden die Kommunen für die Entwicklung artenreicher Wildblumenwiesen, das Pflanzen heimischer Sträucher und das Entwickeln einer zeitgemäßen Grünflächenstrategie, die sich zum Ziel setzt, die Artenvielfalt von Flora und Fauna in der Stadt zu fördern und langfristig durch geeignete Maßnahmen zu sichern.

Rückzugsorte für Tiere schaffen

So können zum Beispiel naturnahe Parkanlagen und kommunale Wälder, zusammenhängende Grünzüge, Baumgruppen oder gemischte Baumalleen, heimische Sträucher und Staudenpflanzungen sowie artenreiche Wiesenflächen ein attraktives und gesundes Wohnumfeld schaffen. Gleichzeitig sichern sie, durch ihren Strukturreichtum, wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Um städtisches Grün in diese Richtung zu entwickeln und biologische Vielfalt im urbanen Raum zu fördern, bedarf es daher einer ökologisch ausgerichteten Pflege, die z.B. mit veränderten Mähverfahren und Angeboten für Rückzugs- Brutmöglichkeiten die Biodiversität in der Stadt nachweislich verbessern wird.

Beispiel Hauptfriedhof: Alte Sorten und Zukunftsbäume

Dortmund konnte sich im Labelingverfahren durch den Einsatz zahlreicher Bürger*innen, Naturschutzverbände, Vereine und der beteiligten Fachämter mit seinen eingereichten Projekten im Vorderfeld der ausgezeichneten Kommunen platzieren. Die positiven Auswirkungen der veränderten Grünpflege lassen sich bereits an vielen Stellen im Dortmunder Stadtbild erkennen. So sind bereits 30 Prozent der öffentlichen Wiesenflächen in ein ökologisches und Artenvielfalt steigerndes Pflegeprogramm überführt worden. Besonders beeindruckt war der Labelgeber bei einem Vor-Ort-Besuch von den zahlreichen Aktivitäten auf dem Dortmunder Hauptfriedhof. So werden z.B. Grabfelder mit alten Obstsorten gestaltet oder potentielle Zukunftsbäume gepflanzt, um sie auf ihre Eignung zur Minderung von Klimawandelfolgen zu testen.

Konzept "StadtGrün naturnah" wird ausgeweitet

Insbesondere den Kommunen kommt bei der Umsetzung des von der Bundesregierung kürzlich beschlossenen Masterplans Stadtnatur eine besondere Bedeutung zu. Dortmund hat diese Bedeutung frühzeitig erkannt und mit der Labelauszeichnung eine plakative Bestätigung ihres Engagements zur Steigerung der Artenvielfalt erhalten.

Am Mittwoch, 23. Oktober, kamen viele der Beteiligten noch einmal zusammen, um das silberne Label zu präsentieren: Der Dezernent für Bauen und Infrastruktur Arnulf Rybicki, Vertreter aus dem Tiefbauamt, dem Umweltamt, den Sport- und Freizeitbetrieben Dortmund, den Friedhöfen Dortmund und der Stadtentwässerung Dortmund.

Das Konzept " StadtGrün naturnah " wird von der Stadt Dortmund nicht nur weiter geführt, sondern auch noch ausgeweitet. Die Entsorgung Dortmund GmbH, die einen Teil der Pflege des Straßenbegleitgrüns übernommen hat, schließt sich der Idee an. Die nächste Auszeichnung wird in drei Jahren vergeben und das goldene Label bleibt natürlich das Ziel.