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Thinking & Working with Design

Zu sehen ist das Veranstaltungsplakat der Reihe "Thinking and Working with Design". Die Schrift ist pink vor beigem Hintergrund.
Bild: Büro Zweifel
Bild: Büro Zweifel

»Thinking & Working with Design« lud dazu ein, Gestaltung nicht nur als Formgebung zu verstehen, sondern als Sprache, als Werkzeug, als Denkform – und als Praxis gemeinsamen Tuns. In einer Reihe von Gesprächen, Workshops und künstlerischen Annäherungen rückte das Programm Design als Mittel der Wahrnehmung, des Lernens und der politischen Auseinandersetzung in den Fokus. Ob in materiellen Experimenten oder poetischen Gesten, Design bildet hier einen Ausgangspunkt für kritisches Denken und neue Verbindungen. Gemeinsam mit Künstler*innen, Gestalter*innen und Forscher*innen fragte die von Cate Lartey kuratierte Veranstaltungsreihe danach, wie institutionelle Strukturen unser Verständnis von Gestaltung prägen, wie Ausschlüsse, Wissensproduktion und Sprache im Designkontext thematisiert werden können und wie durch das gemeinsame Arbeiten an Formen ein kollektives Lernen entsteht. »Thinking & Working with Design« schuf einen Raum zwischen Theorie und Praxis – einen Raum, der Gestaltung als Möglichkeit versteht, anders zu sehen, zu erzählen und zu handeln.

Die Reihe fand anlässlich der Ausstellung »Staatspreis MANUFACTUM für angewandte Kunst und Design im Handwerk« (22.6.–21.9.2025, MKK) statt.

Veranstaltungen

Die Sprache der Form

12.7.2025, 14:00–17:00

Workshop mit Malte van der Meyden

Zu sehen ist ein Gebilde aus mehreren aufgetürmten Würfeln in creme und pink.
Bild: Malte van der Meyden
Bild: Malte van der Meyden

Wie verändert sich ein Gegenstand, wenn man ihm eine neue Form, ein neues Material oder eine neue Funktion gibt? Der Designer Malte van der Meyden lud in diesem Workshop dazu ein, seine Praxis des Abformens kennenzulernen. Ausgehend von seiner künstlerisch-gestalterischen Arbeit experimentierten die Teilnehmenden mit gefundenen Objekten. Aus dem vorhandenen Material entstanden Formen, in die anschließend Wachs gegossen wird. So entstehen einzigartige Kerzen, die den Strukturen und Spuren ihrer Vorlagen folgen – und dabei alltägliche Dinge in neue, ungewohnte Kontexte überführen. Malte van der Meyden gab zudem Einblick in das Projekt BLOW SHOP: eine unabhängige, eigeninitiierte Plattform, die sich der Präsentation sammelbarer Designobjekte und limitierten Editionen widmet, bei denen die ästhetische Qualität über der funktionalen Nutzung steht.

Malte van der Meyden ist ein deutscher multidisziplinärer Künstler und Designer, der die Beziehungen zwischen Objekten, Menschen und Räumen durch seine unkonventionellen Entwürfe von Alltagsgegenständen erforscht. Seinen Abschluss erwarb er an der Peter Behrens School of Arts in Düsseldorf. Als Objekt-Designer beschäftigt er sich mit Formfindungsprozessen und der Wahrnehmung von Objekten und Materialien, als Künstler hauptsächlich mit Set- und Raumgestaltung, mit Fokus auf Formen und ihrer raumstrukturierenden sowie funktionsgebenden Rolle.

Towards a Poetic Abstraction: Expressing Form Through Language

19.7.2025, 14:00–17:00

Workshop mit Tomi Seyi Laja

Eine Frau schaut in die Kamera. Sie ist verzerrt zu sehen.
Bild: Theresa Stritzinger
Tomi Seyi Laja
Bild: Theresa Stritzinger

In diesem Workshop stand die Frage im Mittelpunkt, wie sich die sinnliche und formale Erfahrung eines Objekts in Worte fassen lässt. Design, Skulptur, Imagination und Sprache wurden im gemeinsamen Erkunden des Poetischen verbunden. Ausgehend von einem architektonischen und skulpturalen Werk, das seinen Innen- und Außenraum durch eine minimalistische, aber präzise Sprache aktiviert und kommuniziert, entwickelten die Teilnehmenden unter Anleitung der US-amerikanischen Architektur-Designerin Tomi Seyi Laja eigene Zugänge zur Beschreibung von Form und Materialität. In einer Reihe von praktischen Übungen entstanden Collagen und kurze Texte, die Wahrnehmen, Denken und Gestalten miteinander verweben.

Tomi Seyi Laja is a Nigerian American architectural designer, artist, and essayist currently based in Berlin, by way of Chicago. Working with sculpture, installation, drawing, and writing, her research-based practice prioritizes poetics to explore spatial themes on form, agency, and sensuality. She works on personal and commissioned projects worldwide. Her body of art—architecture—essayistic works are forming quiet architectonics for rest and listening, referencing thought by Darell Fields, Sylvia Wynter, and Edouard Glissant.

Über Wissensproduktion, Förderpolitiken und kulturelle Ausschlüsse im Design und seinen Institutionen

17.9.2025, 18:00–19:30

Im Gespräch: Quang Nguyen, Marie Köhler und Cate Lartey

Was bedeutet es, ein Gespräch über die (Un-)Möglichkeiten kritischer Designpraktiken zu führen? Institutionen wie (Kunst-)Hochschulen und Museen entscheiden über die Verteilung von Ressourcen und Sichtbarkeit. Studienplätze, Stipendien, Förderungen, Preise werden für »besondere künstlerische Begabung« oder »herausragende Leistungen« vergeben. Wer entscheidet darüber anhand welcher Kriterien? Studierende in gestalterischen Studiengängen werden nach einem Kanon unterrichtet, der noch immer vornehmlich männlich, weiß, bürgerlich und an gesellschaftlich normierten Körpern orientiert ist. Sie erlernen die kulturellen Codes und visuelle Sprache einer Dominanzkultur, die bestehende Macht- und Herrschaftsstrukturen aufrechterhalten. Als Kulturakteur*innen müssen wir fragen, wem diese Art von Gestaltung dient, wer mit ihr angesprochen wird und wer nicht, und welche Ausschlüsse mit ihr (re-)produziert werden.

Das Gespräch ging der Frage nach, wie eine antidiskriminierende Gestaltungslehre und -praxis aussehen könnte und wodurch sich eine machtkritische kuratorische Praxis und Förderpolitik auszeichnen müsste, die im Sinne intersektionaler Gerechtigkeit alternative künstlerische und gestalterische Perspektiven sichtbar macht, legitimiert und stärkt.

Porträt eines jungen Mannes mit schwarzem Pullover vor schwarzem Hintergrund. Er blickt ernst und fordernd in die Kamera.
Bild: Julia Mertes
Quang Nguyen
Bild: Julia Mertes

Quang Nguyen (er/ihn) ist ein deutsch-vietnamesischer Gestalter mit den Schwerpunkten Typografie und Bildkonzeption. Er beschäftigt sich mit den ästhetischen Dimensionen und visuellen Codes von Race, Queerness und Klasse, ist Teil des Kollektivs „awhām“, einem Magazin für queer-feministische und dekoloniale Perspektiven, sowie Mitglied der Arbeitsgruppe Design bei ver.di. Quang konzipiert und kuratiert das Gesprächsformat „Belle Room“, das Verflechtungen von Design und Unterdrückungssystemen sichtbar macht und diskriminierungssensible Praxen auslotet.

Eine junge Frau steht vor grünem Hintergrund und blickt in die Kamera.
Bild: Marina Weigl
Marie Köhler
Bild: Marina Weigl

Marie Köhler ist Medienkünstlerin, Kuratorin und Dozentin aus Köln. In ihrer künstlerischen Forschung beschäftigt sie sich mit kolonialen und rassistischen Strukturen sowie subtilen Dominanzverhältnissen. Sie lehrt u. a. an der Folkwang Universität der Künste, der Universität zu Köln und der Peter Behrens School of Arts in Düsseldorf. In ihrer Promotion (Bauhaus-Universität Weimar) hinterfragt sie normierte ästhetische Praktiken und untersucht dazu alternative dekoloniale und machtkritische Lehrmethoden.

Eine junge Frau steht gerade vor einer Wiese. Sie schaut ernst und fordernd in die Kamera.
Bild: Ardelle Schneider
Cate Lartey
Bild: Ardelle Schneider

Cate Lartey, Künstlerin und freie Kuratorin aus Düsseldorf, studierte Design an der Peter Behrens School of Arts in Düsseldorf und absolvierte ein postgraduales Studium an der Kunsthochschule für Medien in Köln mit dem Schwerpunkt Kunst- und Medienwissenschaften. Ihre Arbeit konzentriert sich auf Ästhetik, Archivarbeit sowie visuelle und materielle Kulturen, mit besonderem Fokus auf Afrika und seiner Diaspora. Ihr kuratorischer Ansatz wird von Theorien der visuellen und materiellen Kultur geprägt und schafft Räume für Begegnungen, Lernen und Wissensaustausch.

»Thinking & Working with Design« wurde von Cate Lartey konzipiert.

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