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Freunde des Museums Ostwall e.V.

MO_Kunstpreis

Der MO_Kunstpreis wird seit 2014 jährlich durch die Freunde des Museums Ostwall e.V. vergeben.

Ziel ist es, den Sammlungsbestand des Museums Ostwall im Bereich Fluxus kontinuierlich zu erweitern und zu stärken und auch zeitgenössischen Entwicklungen dieser Kunstform Rechnung zu tragen. Durch gewichtige Ankäufe, Schenkungen und Ausstellungen ist das Museum Ostwall im Dortmunder U in den letzten Jahren zu einer bedeutenden Institution für Fluxus und verwandte Kunstformen geworden. Die Auswahl des Preisträgers / der Preisträgerin folgt den folgenden Grundsätzen:

1. Der MO_Kunstpreis wird mit dem Ziel vergeben, die Sammlung des Museums zu aktualisieren und damit Künstlerinnen und Künstler zu fördern, die in ihren Werken, Ideen sowie performativen Arbeiten die Bewegung von Dada, Pataphysik, Fluxus und Konzeptkunst aufgreifen und lebendig halten.

2. Der MO_Kunstpreis in Höhe von 20.000 Euro (zu gleichen Teilen von den Kulturbetrieben der Stadt Dortmund und den Freunden des Museums Ostwall gestiftet) soll jedes Jahr vergeben werden und ist offen für alle künstlerischen Medien.

3. Das mit dem Preisgeld angekaufte Werk soll die Sammlung von Dada/Fluxus im Museum Ostwall erweitern und stärken.

4. Die Preisträgerin oder der Preisträger wird mit ihren/seinen Arbeiten in der Ausstellungsreihe "MO_Schaufenster" vorgestellt.

Die Jury setzt sich wie folgt zusammen:

  • Der/die Direktor/-in des Museums Ostwall oder sein/-e Vertreter/-in
  • Ein vom Vorstand der Freunde des Museums Ostwall e.V. zu bestimmendes Mitglied
  • Die Kuratorin der Museumssammlung
  • Ein Beiratsmitglied bzw. ein Mitglied der Freunde
  • Eine Museumsleitung der Ruhr Kunst Museen
  • Ein/-e Vertreter/-in der TU Dortmund
  • Ein Fluxus-Experte

Klaus Fehlemann
Initiator des MO_Kunstpreises

Der Kunstpreis der Freunde des Museums Ostwall soll der Beginn einer ’Kultur der Anerkennung‘ sein für die Kulturinstitution des MO.

Preisträger*innen

MO_Kunstpreis 2024

MO_Kunstpreis 2024 für Katja Stuke und Oliver Sieber

Ein Mann vor einem Mikrofon-Pult. Im Hintergrund eine Projezierung und drei Personen. Eine Frau hält ein Schriftstück und ein Mann einen Preis.
Bild: Jutta Schmidt
MO_Kunstpreis 2024 für Katja Stuke und Oliver Sieber (mitte).
Bild: Jutta Schmidt

Katja Stuke und Oliver Sieber erhielten den MO_Kunstpreis 2024 für ihre Installation ANT!FOTO BAR / Sumiyoshi (2019/2024). Damit steht erstmals die Fotografie im Mittelpunkt der von den Freunden des Museums Ostwall e.V. vergebenen Auszeichnung.

Seit 25 Jahren arbeiten Stuke und Sieber mit Fotografie – als Medium, Forschungsfeld und Publikationsform. Ihre seit 2010 bestehende Reihe ANT!FOTO thematisiert verschiedene Erscheinungsformen von Fotografie, etwa Fotobücher, und lädt in wechselnden Bars zu Gesprächen bei Musik und Getränken ein – inspiriert von japanischen Themenbars. Für die MO_Sammlung wurde die Installation mit Büchern, Objekten und den Wandarbeiten Sumiyoshi: Norio Imai’s Walk ergänzt. Grundlage ist ein 1977 von Norio Imai, Mitglied der japanischen Avantgardegruppe Gutai, dokumentierter Stadtrundgang durch Osaka, den Stuke/Sieber 42 Jahre später erneut nachvollzogen.

Ein Fotobuch im japanischen Taschenbuchformat dokumentiert die Geschichte der ANT!FOTO BAR. Wie in der Fluxus-Bewegung spielt die aktive Teilnahme der Besucher*innen eine zentrale Rolle: Erst durch das Lesen, Anhören oder Austauschen wird das Werk komplett. Mit der Verbindung zu Gutai erweitert die Installation zudem die globale Perspektive der MO_Sammlung.

MO_Kunstpreis 2023

MO_Kunstpreis 2024 für caner teker

caner tekers Performance KIRKPINAR (2020/2023), erworben anlässlich des MO_Kunstpreis 2023 fürs Museum Ostwall
Bild: spyros rennt
caner tekers Performance KIRKPINAR (2020/2023), erworben anlässlich des MO_Kunstpreis 2023 fürs Museum Ostwall
Bild: spyros rennt

Ein schwarzer Raum, ein Ring. Sporthosen, Boxhandschuhe, Handtücher. Es riecht nach Öl. Das Werk caner tekers lässt sich in diesem Raum nur noch erahnen. KIRKPINAR, die Performance, das Kunstwerk, das am 19.11.2023 in die Sammlung des Museum Ostwall eingegangen ist, realisiert sich nur im Moment seiner Umsetzung. Wie sammelt man eine Performance? Wie stellt man eine Performance aus?

Mit KIRKPINAR widmet sich caner teker der über 750 Jahre alten Tradition des türkischen Öl-Ringkampfes Yaðlý Güreþ. Die Performance hinterfragt tradierte Vorstellungen von Männlichkeit: Statt die gewaltsame Seite des Kampfes hervorzuheben, richtet caner teker den Blick auf die mit ihm verbundene körperliche Intimität.

In diesem Ring agieren zwei Performer*innen miteinander: Sie bandagieren ihre Hände, legen einen Mundschutz an, reiben sich mit Öl ein. Wie in Zeitlupe treffen sie aufeinander: Kraft und Energie, die wechselseitig auf die Körper einwirken, werden sichtbar. Die Überwältigung, das Besiegen des Gegenübers wandelt sich in ein Miteinander, ein gegenseitiges Stützen und Ausbalancieren. Die Verlangsamung des Kampfes enthüllt eine den Berührungen innewohnende Intimität und Zärtlichkeit. Der muskulöse, durchtrainierte Körper, in der europäischen Kunstgeschichte seit Jahrhunderten als Ideal von Männlichkeit verehrt, erfährt eine neue Lesart, die sich aus westlichen, asiatischen, deutschen, türkischen und nicht zuletzt: queeren Perspektiven speist.

MO_Kunstpreis 2022

MO_Kunspreis 2022 für Hannah Cooke

Ansicht aus der Ausstellung der MO-Kunstpreisträgerin 2022 Hannah Cooke im Schaufenster des Museum Ostwall
Bild: Jürgen Spiler
Ansicht aus der Ausstellung der MO-Kunstpreisträgerin 2022 Hannah Cooke im Schaufenster des Museum Ostwall
Bild: Jürgen Spiler

Hannah Cooke, geboren 1986, erforscht mit ihren Arbeiten gesellschaftliche Schieflagen und Leerstellen im Kunst- und Kulturbetrieb. Einer größeren Öffentlichkeit wurde sie mit ihren Videoarbeiten „Ada vs. Emin“ und „Ada vs. Abramović“ bekannt, mit denen sie ihre Rolle und ihre Möglichkeiten als Mutter und Künstlerin innerhalb des Kunstbetriebs kritisch reflektiert. Andere Werke, die oft in Zusammenarbeit mit anderen Künstler*innen entstehen oder das Publikum mit einbeziehen, thematisieren unsichtbare Barrieren im Kunstbetrieb, Genderfragen oder Auswirkungen der Pandemie auf unser soziales Miteinander. Die Auseinandersetzung mit Themen des täglichen Lebens und ihre teils partizipatorische Praxis verbindet Hannah Cookes Kunst mit den historischen Werken der Fluxus-Bewegung in der Sammlung des MO.

MO_Kunstpreis 2021

Der 8. MO-Kunstpreis "Follow me Dada and Fluxus" geht in diesem Jahr an Lee Mingwei. Die Jury hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht: In einer langen Sitzung wählte sie aus insgesamt 8 Nominierungen den aus Taiwan stammenden Künstler aus.

MO_Kunstpreis für Lee Mingwei

Lee Mingwei
Bild: Barbara Donaubauer
Lee Mingwei
Bild: Barbara Donaubauer

Das Werk von Lee Mingwei zeichnet sich heute vorwiegend durch partizipatorische Projekte aus, bei denen Fremde einander begegnen und in Austausch treten. Seine Aktionen gehen von alltäglichen Situationen aus und stellen den persönlichen Kontakt zwischen den Teilnehmenden, aber auch zwischen Künstler und Publikum ins Zentrum. Sie verbinden Kunst und Leben auf eine sehr intime, persönliche Weise. Die Teilnehmenden prägen das Werk mit ihren persönlichen Beiträgen und werden so zu aktiven Akteur*innen im künstlerischen Prozess. Buddhistische Tradition und das Interesse an Ritualen wie gemeinsamen Mahlzeiten verbinden sein Werk mit Arbeiten von Künstler*innen des Fluxus in der Museumssammlung.

Die Preisverleihung und Eröffnung der Ausstellung im MO-Schaufenster ist am 14. November 2021 im Dortmunder U geplant.

MO_Kunstpreis 2019

MO_Kunstpreis für Idan Hayosh

MO-Sammlungsleiterin Dr. Nicole Grothe, Künstler Idan Hayosh und MO-Kuratorin Natalie Calkozan
Bild: Stadt Dortmund / Museum Ostwall
MO-Sammlungsleiterin Dr. Nicole Grothe, Künstler Idan Hayosh und MO-Kuratorin Natalie Calkozan
Bild: Stadt Dortmund / Museum Ostwall

Bereits zum 6. Mal loben die Freunde des Museums Ostwall den MO-Kunstpreis "Dada, Fluxus und die Folgen" aus.

In einer spannenden Jurysitzung am 9. Juli 2019 mit insgesamt 6 nominierten Vorschlägen ist die Wahl auf den israelischen Künstler Idan Hayosh gefallen.

Hayosh arbeitet hauptsächlich mit aggressiven Bildern, überwiegend aus militärischen Zusammenhängen, die in ihrer Symbolik Gefahr repräsentieren. Dieses Material wird in eine Installation überführt, in der Objekte sorgfältig konstruiert und wiederholt werden; mit Hilfe von Klang wird die emotionale Kraft der Konstruktionen noch verstärkt.

Idan Hayosh ist 1979 in Tel Aviv geboren, er lebt und arbeitet heute in Essen. Seine Werke hat er in zahlreichen internationalen Ausstellungen präsentiert, darunter auf der 54. Biennale in Venedig, im Centraal Museum Utrecht, auf dem CTM Festival Berlin und im Henie Onstad Kunstsenter (NO).

Mit der Verleihung des MO-Kunstpreises durch die Freunde des Museums Ostwall ist der Ankauf eines Werks verbunden, das die Museumssammlung im Bereich "Dada, Fluxus und die Folgen" bereichert. Das Preisgeld beträgt 10.000 Euro.

Idan Hayosh, hidden RUNWAY (Lamps #25), 2018, Sound Installation
Bild: Idan Hayosh
Idan Hayosh, hidden RUNWAY (Lamps #25), 2018, Sound Installation
Bild: Idan Hayosh

Idan Hayosh wird darüber hinaus eine eigens auf das Dortmunder U bezogene Installation schaffen, die im Rahmen der festlichen Preisübergabe am 15. Dezember 2019 um 11 Uhr im Dortmunder U eröffnet wird.
Die Leiterin der Sammlung des Museums Ostwall, Dr. Nicole Grothe, freut sich über den Preisträger: "Mit Idan Hayosh nimmt der MO-Kunstpreis in diesem Jahr einen anderen Aspekt von Fluxus ins Visier: Zwar arbeitet Hayosh, wie alle bisherigen Preisträger*innen, mit Alltagsmaterialien. Im Gegensatz zu den bisher im Rahmen des Preises für die MO-Sammlung angekauften Werken, die stets eine lustige, spielerische Seite hatten, zeichnen sich seine Arbeiten durch ihre strenge Form und Aggressivität aus. Sie konfrontieren uns mit gewaltförmigen Aspekten gesellschaftlichen Zusammenlebens: mit Militär und Krieg. Ich sehe in ihm einen entfernten Verwandten des Fluxus-Künstlers Wolf Vostell, dessen Installationen oft als brutal empfunden werden und unmittelbar an unsere Gefühle appellieren."

MO_Kunstpreis 2018

MO_Kunstpreis für Dr. Lili Fischer

Mottentheater, Riesenschnaken - Blick in das Atelier
Bild: VG Bild-Kunst, Bonn 2018
Mottentheater, Riesenschnaken - Blick in das Atelier
Bild: VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Jury kürt Lili Fischer zur MO-Kunstpreisträgerin 2018

Hexenplatz - Waldskulpturenweg
Bild: VG Bild-Kunst, Bonn 2018
Hexenplatz - Waldskulpturenweg
Bild: VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Bereits zum 5. Mal loben die Freunde des Museums Ostwall in diesem Jahr den MO-Kunstpreis "Dada, Fluxus und die Folgen" aus.
In einer spannenden Jurysitzung am 22. Juni 2018 fiel die Wahl auf die in Hamburg lebende Künstlerin Dr. Lili Fischer, deren Werk Zeichnung, Fotografie, Drehbücher, Performance, Installationen und Objektkunst umfasst. Lili Fischers Kunst entstand in den 70er-Jahren im Kontext von Happening, Fluxus, Performance und Spurensicherung. Sie übertrug damals das Konzept der Feldforschung in ihre Kunst, in dem sie sich beobachtend, notierend, zeichnend, sammelnd und kategorisierend der Natur näherte und die so protokollierten Eindrücke in ihr künstlerisches Handeln integrierte.

Ihr vordringliches Ziel ist es, den Menschen in die Natur einzubinden, den Dingen wieder Seele einzuverleiben – und so beschäftigt sie sich in ihrem vielschichtigen Werk u.a. mit atmosphärischen Phänomenen, mit Kräutern und Kräuterwissen, aber auch mit Schnaken, Motten und Igeln, deren Leben sie über Zeichnungen und Performances thematisiert.

Künstlerisches Zubehör für Daheim
Bild: VG Bild-Kunst, Bonn 2018
Künstlerisches Zubehör für Daheim
Bild: VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Ihr vordringliches Ziel ist es, den Menschen in die Natur einzubinden, den Dingen wieder Seele einzuverleiben – und so beschäftigt sie sich in ihrem vielschichtigen Werk u.a. mit atmosphärischen Phänomenen, mit Kräutern und Kräuterwissen, aber auch mit Schnaken, Motten und Igeln, deren Leben sie über Zeichnungen und Performances thematisiert.

Mit der Verleihung des MO-Kunstpreises durch die Freunde des Museums Ostwall ist der Ankauf eines Werks verbunden, das die Museumssammlung im Bereich "Dada, Fluxus und die Folgen" bereichert. Die Neuerwerbung wird zusammen mit anderen Arbeiten der Künstlerin in der Ausstellung "MO-Kunstpreis für Lili Fischer" zu sehen sein, die am 16. Dezember 2018 um 11 Uhr im Rahmen der festlichen Preisübergabe mit einer Performance im Museum Ostwall im Dortmunder U eröffnet wird.

Die Leiterin der Sammlung des Museums Ostwall, Dr. Nicole Grothe, freut sich darüber, dass der MO-Kunstpreis in diesem Jahr an Lili Fischer geht: "Die Sammlung des Museums Ostwall wird damit durch ein Werk einer humorvollen Feministin bereichert, von der hier bisher nur einige Zeichnungen existieren. 1993 war Lili Fischer in der Ausstellung Die Subversion des Lachens im Rahmen des femme totale Filmfestivals im Museum (am) Ostwall vertreten. 25 Jahre später erfährt ihr Werk durch den MO-Kunstpreis eine angemessene Würdigung. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit der Künstlerin und ihre Ausstellung im MO Schaufenster."

Frau Dr. Beate Reese, Leiterin des Kunstmuseums Mülheim an der Ruhr, äußert sich nach der Jurysitzung: "Die Erweiterung der Museumssammlung über die Auslobung des MO-Kunstpreises finde ich vorbildhaft. Mit Lili Fischer ist eine Künstlerin zum MO-Kunstpreis juriert worden, die mit ihren grenzüberschreitenden künstlerischen Aktionen und Verfahren im Kontext von Fluxus, Performance und Spurensicherung auch jüngere Generationen zu faszinieren vermag.“

Klaus Fehlemann, Vorsitzender der Freunde des Museums Ostwall, ist glücklich über die Wahl der Jury: „Neben der künstlerischen Einmaligkeit ist Lili Fischer jetzt die erste Frau unter den MO-Kunstpreisträgern. Wir sind uns Ende der 60er-Jahre oft in der der HbK Hamburg begegnet. Sie hat nie eine Unterscheidung zwischen Arbeit, Leben und Kunst gemacht. Nun gibt es einen glücklichen Umstand: Die Hamburger Kunsthalle wird der Künstlerin im Herbst eine Ausstellung widmen.“

Lili Fischer

Zur Person:

Geboren 1947 in Priwall bei Travemünde, lebt in Hamburg
1966−1973 Studium an der Hamburger Hochschule für bildende Künste bei Dietrich Helms, Gotthard Graubner und Franz Erhard Walther
1973 Examen Kunsterzieherin
1973–1978 Studium der Kunstgeschichte, Ethnologie und Pädagogik an der Universität Hamburg
1978 Promotion an der Universität Hamburg im Studienfach Ethnologie mit einer Arbeit über Animation
Seit 1980 Lehrtätigkeit an Universitäten und Akademien in Essen, Mainz, Kassel, Frankfurt/Main, Berlin
1994−2013 Professorin für Performance/Feldforschung, Kunstakademie in Münster

Preisverleihung des MO-Kunstpreises an Lili Fischer 2018
Bild: Markus Bomholt, Münster
Preisverleihung des MO-Kunstpreises an Lili Fischer 2018
Bild: Markus Bomholt, Münster

Verleihung des MO-Kunstpreises "Follow me Dada and Fluxus" am 16. Dezember 2018 an Lili Fischer

MO_Kunstpreis 2017

MO_Kunstpreis für Bastian Hoffmann

Bastian Hoffmann, Gravel pile (Videostill), aus der Tutorial Clip-Serie “Today I want to show you...”, 2012 – fortlaufend, 4:33 Min; Video, Farbe, Ton
Bild: © Bastian Hoffmann
Bastian Hoffmann, Gravel pile (Videostill), aus der Tutorial Clip-Serie “Today I want to show you...”, 2012 – fortlaufend, 4:33 Min; Video, Farbe, Ton
Bild: © Bastian Hoffmann

Der MO Kunstpreis „Follow me Dada and Fluxus“ der Freunde des Museums Ostwall wird in diesem Jahr zum vierten Mal verliehen.
Preisträger ist Bastian Hoffmann mit seinen sechs 2-4 minütigen Videoarbeiten „Today I want to show you“, welche im MO Schaufenster im Dortmunder U zu sehen sind.

DIY – Do it yourself scheint das Motto der Video-Tutorials von Bastian Hoffmann zu sein. Mit den Worten „Today I want to show You…“ („Heute zeige ich Euch…”) leitet er seine Bauanleitungen ein, die auf den ersten Blick den Videos von Youtubern ähneln, die vor laufender Kamera Make up-Anleitungen geben oder heimwerken. Statt eines umwerfenden Lidstrichs oder eines stabilen Kaninchenstalls präsentiert Hoffmann allerdings, wie man einen perfekten Schotterhaufen anlegt.

Bastian Hoffmann, How to turn a wooden board into a pressboard (Videostill), aus der Tutorial Clip-Serie “Today I want to show you...”, 2012 – fortlaufend, 3:14 Min; Video, Farbe, Ton
Bild: © Bastian Hoffmann
Bastian Hoffmann, How to turn a wooden board into a pressboard (Videostill), aus der Tutorial Clip-Serie “Today I want to show you...”, 2012 – fortlaufend, 3:14 Min; Video, Farbe, Ton
Bild: © Bastian Hoffmann

So, wie die „Hobbythek“ im WDR vorführte, wie man selbst Hautcrèmes herstellen kann, oder so, wie die Bücher der Reihe „Jetzt helfe ich mir selbst“ seit 1962 Anleitungen zum Autoreparieren liefern, zeigt Hoffmann Schritt für Schritt, wie man Dinge selbst macht. Aufmerksame Zuschauer/innen beschleicht jedoch schon nach wenigen Minuten ein Gefühl der Irritation:

Der Schotterhaufen („Gravel Pile“) wird in mühevoller Handarbeit aus Zementabgüssen ein und desselben Steins hergestellt, und nach stundenlanger Arbeit auf einem Untergrund aus tausenden ähnlicher, aber natürlicher Steine neben einem Gleisbett aufgeschichtet.

Bastian Hoffmann, Pile of Gravel, 2016, Beton, Lack, Puder, 600 identische, handbemalte Schottersteine, (Herkunftsort: Hudson River, New York, USA)
Bild: © Bastian Hoffmann
Bastian Hoffmann, Pile of Gravel, 2016, Beton, Lack, Puder, 600 identische, handbemalte Schottersteine, (Herkunftsort: Hudson River, New York, USA)
Bild: © Bastian Hoffmann

Wie man mit Hilfe eines Holzschredders, Holzleim, Schraubzwingen und einer selbstgebauten Hohlform aus einem massiven Holzbrett ein Pressspanbrett herstellt, erklärt Hoffmann in „how to turn a wooden board into a pressboard“. Das Ergebnis: „Nice shape, straight and solid“ (“Schöne Form, gerade und stabil”).

Ähnlich sinnstiftend sind seine aufwendig im Freien installierte „Permanente Pfütze“ („Permanent Puddle“) oder seine sorgsam aus einer Haushaltskerze gegossene „Individuelle Kerze“ („Individual Candle“), die sich rein äußerlich nicht vom Ausgangsmaterial unterscheidet. Auch die komplizierte Apparatur, die dafür sorgt, dass man auch bei schönem Wetter mit dem Fahrrad durch den Schlamm fahren kann, oder der aus Styropor gefertigte Isolierkasten, der den Heizkörper vom übrigen raum abschirmt, und so für eine konstante Angleichung von Innen- und Außentemperatur sorgt, scheinen zunächst der Mühe nicht wert. Denn natürlich drängt sich die Frage auf: Warum sollte man Zeit und Arbeit investieren, um Dinge zu produzieren, die so offensichtlich sinnlos sind? Die Antwort ist ebenso einfach wie naheliegend: Weil man es kann.

Durch seine Interpretation von Heimwerkervideos hinterfragt Hoffmann die DIY-Kultur, die oftmals in stundenlanger Heimarbeit Dinge produziert, die sich günstig im Einzelhandel kaufen ließen. Gleichzeitig führt er uns den Kern des DIY vor Augen: Das Tun als Wert an sich. Durch das Auswählen eines Steins, das Fertigen einer Silikonform, das Erstellen von insgesamt 600 identischen Abgüssen und deren Bemalung, schließlich das Bestäuben mit Zementstaub und das Aufschichten der so gewonnenen „Steine“ zu einem Haufen entsteht eben nicht irgendein, sondern ein besonderer Schotterhaufen.

Bastian Hoffmann, How to prepare a bike that cycles everyday in mud (Skulptur), aus der Tutorial Clip-Serie “Today I want to show you...”, 2011 – fortlaufend, Fahrrad, Kanister, Schläuche, Spanngurte, Wasser, Erde
Bild: © Bastian Hoffmann
Bastian Hoffmann, How to prepare a bike that cycles everyday in mud (Skulptur), aus der Tutorial Clip-Serie “Today I want to show you...”, 2011 – fortlaufend, Fahrrad, Kanister, Schläuche, Spanngurte, Wasser, Erde
Bild: © Bastian Hoffmann

Dinge bewusst und mit einer gewissen Hingabe zu tun, dabei aber nicht den Humor zu verlieren verbindet die Video-Tutorials von Bastian Hoffmann mit den Happenings und Performances der Fluxus-Bewegung. Alison Knowles Performance „Make a salad“, bei der gemeinsam ein Salat angerichtet wird, oder Allan Kaprows Happening „Moving”, bei dem die Teilnehmer/innen temporär in ein leerstehendes Haus ziehen und dieses vier Tage lang bis zum Auszug bewohnen, rücken Alltagshandlungen in den Fokus, die sonst beiläufig erledigt werden. Welche Entscheidungen werden bei der Zubereitung von Essen getroffen? Welche Rolle spielt das Wohnen in unserem Leben?

Gleichzeitig gehen Hoffmanns Video-Tutorials über den rein performativen Akt hinaus. Hoffmann ist in erster Linie Bildhauer, und so steht am Ende jedes Tutorials eine Skulptur mit einer besonderen künstlerischen Qualität: Der Schotterhaufen ist nicht nur handwerklich perfekt, sondern reflektiert durch die Gleichförmigkeit der Steine das Spannungsverhältnis zwischen natürlicher Schönheit und menschengemachter Perfektion. Wie eine komplizierte Bauanleitung erschließt sich dies nur denjenigen, die genau hinsehen.

MO_Kunstpreis 2016

MO_Kunstpreis für Albert Mayr

Albert Mayr erhält 2016 den MO Kunstpreis
Bild: Fachbereich Marketing + Kommunikation / Roland Gorecki
Albert Mayr erhält 2016 den MO Kunstpreis
Bild: Fachbereich Marketing + Kommunikation / Roland Gorecki

Der in Wien lebende Bildende Künstler und Musiker Albert Mayr erhält den mit 10.000 Euro dotierten Preis "Dada, Fluxus und die Folgen" des Vereins Freunde des Museums Ostwall.

Albert Mayr: "Tropfenstudie" 2015
Bild: Sophie Thun © Albert Mayr 2016, Courtesy MARTINETZ, Köln
Albert Mayr: "Tropfenstudie" 2015
Bild: Sophie Thun © Albert Mayr 2016, Courtesy MARTINETZ, Köln

Auch in diesem Jahr fiel der Jury, die am 25.8.2016 über den dritten Preisträger des MO-Kunstpreises "Dada, Fluxus und die Folgen" beriet, die Entscheidung nicht leicht. Nach eingehender Beratung wählte sie den in Wien lebenden bildenden Künstler und Musiker Albert Mayr aus.

Mit Albert Mayr, Jahrgang 1975, wird nach den Fluxus-Pionieren Geoffrey Hendricks (2014) und Ben Patterson (2015) ein Künstler der nächsten Generation geehrt, dessen Werk deutlich in der Tradition der 1962 entstandenen Fluxus-Bewegung steht. Mayr arbeitet mit alltäglichen Materialien, die er in überraschende, neue Zusammenhänge überführt: Dia-Magazine arrangiert er zu surreal anmutenden Großstadtlandschaften; Computerdrucker entwickeln ein Eigenleben und nehmen, pausenlos Papier ausspuckend, nach und nach den ganzen Raum in Beschlag.

Beeinflusst von der Kompositionslehre John Cages integrierten die Fluxus-Künstlerinnen und -Künstler in den 1960er und 1970er Jahren Alltagsgegenstände und bedienten sich des Zufalls als Methode - Ansätze, die sich auch in den Werken des Preisträgers wiederfinden:

Seine "Tropfenstudien" erfassen die Klangqualität von Abfallmaterialien durch im Kreislauf fallendem Wasser. Dazu der Künstler: "Wasser ist ein gutes Mittel für Kreisläufe und steht für mich als ein Symbol der Lebendigkeit." Das vermeintliche "Geräuschchaos", das Besucher der Ausstellung im MO-Schaufenster umfängt, dient vielmehr als Klangkulisse, die das genaue An- und Hinhören erfordert. "Es ist eine Art Dschungel, durch den man geht", so Mayr.

Zitat Dr. Hermann Arnhold, Direktor des LWL-Museums für Kunst und Kultur in Münster und Berater der Jury: "Albert Mayr gelingt es, Klangelemente, Alltagskultur und Technik zu witzigen, aber auch poetischen Arbeiten zu verbinden. Für die zeitgenössische Kunst in der Sammlung des Museums Ostwall ist er ein großer Gewinn! Ich freue mich sehr auf die Eröffnung im November. Vielleicht dürfen wir ja, nach der Geigen-Performance von Ben Patterson im letzten Jahr, in diesem Jahr auf eine einmalige Klangperformance hoffen ..."

Zitat Klaus Fehlemann: „Begeistert hat mich, dass z.B. aus alten Diamagazinen utopische Hochhauslandschaften entstehen. Dieses Entwickeln neuer Erscheinungsformen durch weggeworfenes, ausgedientes Material der Mediengesellschaft generiert ganz neue Sichtweisen der ‚Kommunikationsgeschichte‘ “.

Mit dem Preis zeichnen die Freunde des Museums Ostwall e. V. seit 2014 einmal jährlich nationale und internationale Künstlerinnen und Künstler aus, deren Werke in der Tradition von Dada und Fluxus stehen. Im Rahmen der Preisvergabe kauft der Verein jeweils ein Werk des geehrten Künstlers für die Sammlung des Hauses an. In diesem Jahr erweitert Albert Mayrs "Tropfenstudien" als Klangobjekt die Sammlung des Museums.

Mit dem Preis verbunden ist eine Ausstellung im "Schaufenster" des MO (19. November 2016 bis 12. März 2017).

Albert Mayr: "In-A-Gadda-Da-Vida" 2015 (Videostill, Kamera: Marlies Pöschl)
Bild: © Albert Mayr, Courtesy MARTINETZ, Köln
Albert Mayr: "In-A-Gadda-Da-Vida" 2015 (Videostill, Kamera: Marlies Pöschl)
Bild: © Albert Mayr, Courtesy MARTINETZ, Köln

Zum Thema

Albert Mayr wurde 1975 im österreichischen St. Pölten geboren. Er studierte an der Akademie der Bildenden Künste Wien. Seine Ausstellungen und Performances waren im ganzen deutschsprachigen Raum und international zu sehen, u.a. in den Benelux-Ländern, Griechenland und Polen zu sehen. Albert Mayr lebt und arbeitet in Wien.

Infos zu Arbeiten von Albert Mayr [pdf, 82 kB], 82 KB, PDF

MO-Kunstpreis 2015

MO_Kunstpreis für Ben Patterson

Mo_Kunstpreis Logo 2015

Einen Tag vor dem 1.000.052. Geburtstag der Kunst haben die Freunde des Museums Ostwall e.V. den Preisträger des MO-Kunstpreises „Follow me Dada and Fluxus“ für das Jahr 2015 bekannt gegeben. Der Musiker und Fluxus-Künstler Ben Patterson, Jahrgang 1934, nimmt den Preis im September 2015 entgegen.

Verleihung der Urkunde an den MO-Kunstpreisträger "Follow me dada and fluxus" 2015 Ben Patterson v.l.n.r.: Ben Patterson, Jörg Stüdemann, Stadtdirektor der Stadt Dortmund, Klaus Fehlemann, Vorstandsvorsitzender der Freunde des Museums Ostwall, Regina Selter, Kommissarische Leitung des Museums Ostwall und stellvertretende Direktorin
Bild: Jürgen Spiler, Dortmund
Verleihung der Urkunde an den MO-Kunstpreisträger "Follow me dada and fluxus" 2015 Ben Patterson v.l.n.r.: Ben Patterson, Jörg Stüdemann, Stadtdirektor der Stadt Dortmund, Klaus Fehlemann, Vorstandsvorsitzender der Freunde des Museums Ostwall, Regina Selter, Kommissarische Leitung des Museums Ostwall und stellvertretende Direktorin
Bild: Jürgen Spiler, Dortmund

Pattersons Werk „Two for violins – Patterson, after One for violins - Paik“ aus dem Jahre 1991 ist einerseits eine Hommage an Nam June Paik, andererseits ironischer Kommentar zur Musealisierung der Fluxus-Bewegung: Auf einen Holzträger aus Türattrappen mit Schloss und Schlüssel hat Patterson die Einzelteile einer Violine und zwei Spieluhren montiert. Der Titel geht zurück auf ein Fluxus-Konzert von Nam June Paik, das erstmals im Jahr 1962 aufgeführt wurde: Inspiriert von der Kompositionslehre John Cages hob Paik im Zeitlupentempo eine vor sich auf dem Tisch liegende Violine über seinen Kopf, um diese dann plötzlich mit einem Schlag auf dem Tisch zu zertrümmern. Patterson führte diese Performance Jahre später erneut auf und verarbeitete die Trümmer der Violine zu einem Wandobjekt. Auf diese Weise kommentiert er ironisch den Wunsch der Sammler und Museen, die Fluxus-Bewegung für die Nachwelt zu erhalten, auch wenn dies im Falle von Aktionskunst, die für den Augenblick gemacht ist, nicht möglich ist.

Bilderstrecke: MO Kunstpreis

Klaus Fehlemann, Vorstandsvorsitzender der Freunde des Museums Ostwall
Klaus Fehlemann, Vorstandsvorsitzender der Freunde des Museums Ostwall
Bild: Anja Kador / Fachbereich Marketing + Kommunikation
(v.l.) Dr. Nicole Grothe, Leiterin der Sammlung des Museums Ostwall, und Fluxus-Künstler Ben Patterson vor dem Werk „Two for violins“ – Patterson, after „One for violins” - Paik.
(v.l.) Dr. Nicole Grothe, Leiterin der Sammlung des Museums Ostwall, und Fluxus-Künstler Ben Patterson vor dem Werk „Two for violins“ – Patterson, after „One for violins” - Paik.
Bild: Anja Kador / Fachbereich Marketing + Kommunikation
Patterson arrangierte für sein Werk Teile zweier zerbrochener Geigen und zwei Spieluhren aus Holz.
Patterson arrangierte für sein Werk Teile zweier zerbrochener Geigen und zwei Spieluhren aus Holz.
Bild: Anja Kador / Fachbereich Marketing + Kommunikation
Die Ausstellung MO Schaufenster #14: MO Kunstpreis für Ben Patterson zeigt weitere Werke des Künstlers
Die Ausstellung MO Schaufenster #14: MO Kunstpreis für Ben Patterson zeigt weitere Werke des Künstlers
Bild: Anja Kador / Fachbereich Marketing + Kommunikation
Der Künstler schafft ein Kunstwerk.
Der Künstler schafft ein Kunstwerk.
Bild: Anja Kador / Fachbereich Marketing + Kommunikation
Aus Tomaten-Ketchup wird Kunst: durch die Signatur Pattersons
Aus Tomaten-Ketchup wird Kunst: durch die Signatur Pattersons
Bild: Anja Kador / Fachbereich Marketing + Kommunikation
Klaus Fehlemann, Vorstandsvorsitzender der Freunde des Museums Ostwall
Klaus Fehlemann, Vorstandsvorsitzender der Freunde des Museums Ostwall
Bild: Anja Kador / Fachbereich Marketing + Kommunikation
(v.l.) Dr. Nicole Grothe, Leiterin der Sammlung des Museums Ostwall, und Fluxus-Künstler Ben Patterson vor dem Werk „Two for violins“ – Patterson, after „One for violins” - Paik.
(v.l.) Dr. Nicole Grothe, Leiterin der Sammlung des Museums Ostwall, und Fluxus-Künstler Ben Patterson vor dem Werk „Two for violins“ – Patterson, after „One for violins” - Paik.
Bild: Anja Kador / Fachbereich Marketing + Kommunikation
Patterson arrangierte für sein Werk Teile zweier zerbrochener Geigen und zwei Spieluhren aus Holz.
Patterson arrangierte für sein Werk Teile zweier zerbrochener Geigen und zwei Spieluhren aus Holz.
Bild: Anja Kador / Fachbereich Marketing + Kommunikation
Die Ausstellung MO Schaufenster #14: MO Kunstpreis für Ben Patterson zeigt weitere Werke des Künstlers
Die Ausstellung MO Schaufenster #14: MO Kunstpreis für Ben Patterson zeigt weitere Werke des Künstlers
Bild: Anja Kador / Fachbereich Marketing + Kommunikation
Der Künstler schafft ein Kunstwerk.
Der Künstler schafft ein Kunstwerk.
Bild: Anja Kador / Fachbereich Marketing + Kommunikation
Aus Tomaten-Ketchup wird Kunst: durch die Signatur Pattersons
Aus Tomaten-Ketchup wird Kunst: durch die Signatur Pattersons
Bild: Anja Kador / Fachbereich Marketing + Kommunikation
Ben Patterson (* 1934) “Two for violins” – Patterson, after “One for violins” - Paik, 1991. Teile zweier Violinen, Holztürattrappen, zwei Spieluhren
Bild: Courtesy Galerie Schüppenhauer, Köln
Ben Patterson (* 1934) “Two for violins” – Patterson, after “One for violins” - Paik, 1991. Teile zweier Violinen, Holztürattrappen, zwei Spieluhren
Bild: Courtesy Galerie Schüppenhauer, Köln

Das Werk wird ab dem 19. September 2015 in einer Ausstellung im MO Schaufenster gemeinsam mit anderen Werken von Ben Patterson zu sehen sein.

Zur Eröffnung der Ausstellung am 18. September 2015 findet neben der feierlichen Preisübergabe an Ben Patterson auch eine Performance des Preisträgers statt.

MO_Kunstpreis 2014

MO_ Kunstpreis für Geoffrey Hendricks

MO_Kunstpreis Logo

Erstmals wurde im Jahr 2014 der MO Kunstpreis "Follow me Dada and Fluxus" vergeben. Aus einem Kreis von insgesamt 14 Künstlerinnen und Künstlern der Jahrgänge 1929 bis 1982 wählte die Jury den New Yorker Künstler Geoffrey Hendricks mit seinem Werk "A ladder for Al to climb into the night" (Hommage à Al Hansen), 1995, aus.

Der Festakt zur Preisübergabe an Geoffrey Hendricks fand am 6. März 2014 im Museum Ostwall im Dortmunder U statt. Der Preis wurde durch den Schirmherrn, Stadtdirektor Jörg Stüdemann, und den Laudator Professor Bazon Brock übergeben.

Bilderstrecke: MO-Kunstpreis - Follow me Dada and Fluxus geht an Geoffrey Hendricks

New Yorker Künstler ausgezeichnet

Preisträger Geoffrey Hendricks
Preisträger Geoffrey Hendricks
Bild: Stefanie Kleemann / Fachbereich Marketing + Kommunikation
Das Kino im U wurde dem Schauplatz der Preisverleihung des 'MO-Kunstpreises - Follow me Dada and Fluxus'
Das Kino im U wurde dem Schauplatz der Preisverleihung des 'MO-Kunstpreises - Follow me Dada and Fluxus'
Bild: Stefanie Kleemann / Fachbereich Marketing + Kommunikation
Klaus Fehlemann (Freunde des Museums Ostwall e.V.) begrüßte die Gäste
Klaus Fehlemann (Freunde des Museums Ostwall e.V.) begrüßte die Gäste
Bild: Stefanie Kleemann / Fachbereich Marketing + Kommunikation
MO-Museumsdirektor Prof. Dr. Kurt Wettengl
MO-Museumsdirektor Prof. Dr. Kurt Wettengl
Bild: Stefanie Kleemann / Fachbereich Marketing + Kommunikation
Prof. Dr. Bazon Brock vom Amt für Arbeit an unlösbaren Problemen und Maßnahmen der hohen Hand
Prof. Dr. Bazon Brock vom Amt für Arbeit an unlösbaren Problemen und Maßnahmen der hohen Hand
Bild: Stefanie Kleemann / Fachbereich Marketing + Kommunikation
Es drehte sich alles um das Thema 'Sky', die zeigte Geoffrey Hendricks (rechts) Stadtdirektor Jörg Stüdemann (links) und Klaus Fehlemann (Mitte)
Es drehte sich alles um das Thema 'Sky', die zeigte Geoffrey Hendricks (rechts) Stadtdirektor Jörg Stüdemann (links) und Klaus Fehlemann (Mitte)
Bild: Stefanie Kleemann / Fachbereich Marketing + Kommunikation
Spontane Dankesworte auf Deutsch
Spontane Dankesworte auf Deutsch
Bild: Stefanie Kleemann / Fachbereich Marketing + Kommunikation
Musikalische Untermalung des Festaktes - so auch in Form der Melodie der städtischen Warteschleife
Musikalische Untermalung des Festaktes - so auch in Form der Melodie der städtischen Warteschleife
Bild: Stefanie Kleemann / Fachbereich Marketing + Kommunikation
Der 'MO-Kunstpreis - Follow me Dada and Fluxus' geht an den New Yorker Geoffrey Hendricks (2.v.r.), überreicht durch Jörg Stüdemann (2.v.l.), Klaus Fehlemann (links) und Prof. Dr. Kurt Wettengl (rechts)
Der 'MO-Kunstpreis - Follow me Dada and Fluxus' geht an den New Yorker Geoffrey Hendricks (2.v.r.), überreicht durch Jörg Stüdemann (2.v.l.), Klaus Fehlemann (links) und Prof. Dr. Kurt Wettengl (rechts)
Bild: Stefanie Kleemann / Fachbereich Marketing + Kommunikation
Preisträger Geoffrey Hendricks
Preisträger Geoffrey Hendricks
Bild: Stefanie Kleemann / Fachbereich Marketing + Kommunikation
Das Kino im U wurde dem Schauplatz der Preisverleihung des 'MO-Kunstpreises - Follow me Dada and Fluxus'
Das Kino im U wurde dem Schauplatz der Preisverleihung des 'MO-Kunstpreises - Follow me Dada and Fluxus'
Bild: Stefanie Kleemann / Fachbereich Marketing + Kommunikation
Klaus Fehlemann (Freunde des Museums Ostwall e.V.) begrüßte die Gäste
Klaus Fehlemann (Freunde des Museums Ostwall e.V.) begrüßte die Gäste
Bild: Stefanie Kleemann / Fachbereich Marketing + Kommunikation
MO-Museumsdirektor Prof. Dr. Kurt Wettengl
MO-Museumsdirektor Prof. Dr. Kurt Wettengl
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Prof. Dr. Bazon Brock vom Amt für Arbeit an unlösbaren Problemen und Maßnahmen der hohen Hand
Prof. Dr. Bazon Brock vom Amt für Arbeit an unlösbaren Problemen und Maßnahmen der hohen Hand
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Es drehte sich alles um das Thema 'Sky', die zeigte Geoffrey Hendricks (rechts) Stadtdirektor Jörg Stüdemann (links) und Klaus Fehlemann (Mitte)
Es drehte sich alles um das Thema 'Sky', die zeigte Geoffrey Hendricks (rechts) Stadtdirektor Jörg Stüdemann (links) und Klaus Fehlemann (Mitte)
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Spontane Dankesworte auf Deutsch
Spontane Dankesworte auf Deutsch
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Musikalische Untermalung des Festaktes - so auch in Form der Melodie der städtischen Warteschleife
Musikalische Untermalung des Festaktes - so auch in Form der Melodie der städtischen Warteschleife
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Der 'MO-Kunstpreis - Follow me Dada and Fluxus' geht an den New Yorker Geoffrey Hendricks (2.v.r.), überreicht durch Jörg Stüdemann (2.v.l.), Klaus Fehlemann (links) und Prof. Dr. Kurt Wettengl (rechts)
Der 'MO-Kunstpreis - Follow me Dada and Fluxus' geht an den New Yorker Geoffrey Hendricks (2.v.r.), überreicht durch Jörg Stüdemann (2.v.l.), Klaus Fehlemann (links) und Prof. Dr. Kurt Wettengl (rechts)
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