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Engagement & Bürger*innenbeteiligung

Temporärer Entlastungsstandort für den Drogenkonsumraum in der Rheinischen Str. 111

Informationen zur Einrichtung

Geplante Nutzung der Rheinischen Straße 111

Geplant ist die Nutzung der ehemaligen Gastronomie im Erdgeschoss (ehem. Rheinisches Eck) der Immobilie als temporärer Drogenkonsumraum zur Entlastung des Standorts am Grafenhof. Eine Wohnung im 3. OG soll als Sozialraum und Büro für die Mitarbeitenden genutzt werden.

Hintergründe zur Standortentscheidung

Der Drogenkonsumraum am Grafenhof stößt durch die hohe Anzahl der Nutzer*innen an seine Kapazitätsgrenzen. Um die dringend benötigten zusätzlichen Kapazitäten zu schaffen, soll unter anderem ein zweiter Hauptstandort in der Innenstadt bzw. innenstadtnah eingerichtet werden.

Durch die Verwaltung wurden in den vergangenen zwei Jahren über 100 Immobilien für eine Nutzung als Drogenkonsumraum geprüft. Keine der in Frage kommenden Immobilien steht der Stadt für diese Nutzung kurzfristig zur Verfügung.

Um kurzfristig zusätzliche Kapazitäten für den Konsum zu schaffen, soll daher ein zusätzlicher, temporärer Standort eingerichtet werden. Die ehemalige Erdgeschossgastronomie in der Rheinischen Straße 111 ist dafür besonders geeignet. Ausschlaggebend dafür sind die citynahe Lage, die gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und die passende räumliche Aufteilung der Immobilie. Zudem befindet sich gegenüber eine Grünfläche, die als geschützter Warte- und Aufenthaltsbereich genutzt werden kann.

Die Verwaltung hat dem Rat der Stadt Dortmund daher die Nutzung der Immobilie als Entlastungsstandort für den Drogenkonsumraum am Grafenhof vorgeschlagen. Der Rat hat dem vorgelegten Konzept in der Sitzung am 3. Juli 2025 zugestimmt. Ein eingebrachter und beschlossener Ergänzungsantrag sieht einen Nachbarschaftsdialog zu Einrichtung und Betrieb des Drogenkonsumraums vor. Im Dialog sollen Maßnahmen vorgeschlagen und umgesetzt werden, um befürchtete Beeinträchtigungen zu vermindern und Umfeldverbesserungen zu realisieren.

Außenbereich

Es ist geplant, auf der dem Gebäude gegenüberliegenden Grünfläche einen gesicherten Warte- und Aufenthaltsbereich einzurichten. Die Fläche wird so gestaltet, dass sie nur zu den Betriebszeiten des Drogenkonsumraums betretbar ist.

Eigentumsverhältnisse der Immobilie

Die Immobilie Rheinische Straße 111 und die gegenüberliegende Grünfläche gehören der Stadt Dortmund.

Betreiberin des Drogenkonsumraums

Betreiberin des Standortes wird voraussichtlich die aidshilfe dortmund e. v. werden, die bereits den Drogenkonsumraum am Grafenhof im Auftrag des Gesundheitsamtes betreibt.

Zielgruppe des Entlastungsstandorts

Der Standort richtet sich vor allem an in ihrer Lebenssituation gefestigtere Drogenkonsumierende, die eine ruhigere Umgebung als den Konsumraum am Grafenhof bevorzugen.

Angebote des Entlastungsstandorts

Die Einrichtung wird die Möglichkeit zu kontrolliertem, hygienischem intravenösem und inhalativem Konsum bieten. Aufgrund der räumlichen Voraussetzungen können 3–5 Plätze für intravenösen Konsum und bis zu 10 Plätze für inhalativen Konsum eingerichtet werden. Dabei handelt es sich um die mögliche Maximalanzahl an Konsumplätzen. Es wird einen Ruhebereich und Toiletten geben.

Außerdem werden saubere Konsummaterialien ausgegeben und es werden Information, Beratung und Vermittlung in weiterführende Hilfen angeboten.

Erwartetes tägliches Besucheraufkommen

Nach fachlicher Einschätzung ist eine tägliche Frequenz von 30–40 Konsument*innen pro Tag zu erwarten. Aus der Erfahrung am Grafenhof kommen diese über den Tag verteilt. Mit dieser Personenanzahl kann die benötigte Kapazität geschaffen werden, um den Drogenkonsumraum am Grafenhof zu entlasten.

Geplante Öffnungszeiten der Einrichtung

Die Einrichtung wird frühestens im Oktober 2025 eröffnen. Der Drogenkonsumraum an der Rheinischen Str. 111 wird gleichzeitig mit dem Standort am Grafenhof geöffnet haben. Sonntags bleibt der Konsumraum mit Rücksicht auf die Anwohnenden geschlossen.

Geplante Öffnungszeiten:

Montags: 8:00 - 20:00 Uhr
Dienstags: 8:00 - 14:00 Uhr
Mittwochs bis Samstags: 8:00 - 20:00 Uhr

Voraussichtliche Nutzungsdauer des Standorts

Die Stadt Dortmund sucht nach einem neuen Standort für den Drogenkonsumraum, der über bessere räumliche Kapazitäten als der aktuelle Standort am Grafenhof verfügt.

Es stehen aktuell verschiedene Optionen zur Verfügung, jedoch ist bei einer politischen Entscheidung für einen neuen Standort mit einer mehrjährigen Planungs- und Umbauphase zu rechnen.

Geplante Sicherheitsvorkehrungen

Es wird ein Sicherheitskonzept geben. In dieses Konzept sollen die Anregungen der Nachbar*innen einfließen.

Während der gesamten Betriebszeiten wird ein Sicherheitsdienst vor Ort sein. Aufgabe des Sicherheitsdienstes wird sein, Störungen zu unterbinden und dafür zu sorgen, dass sich die Konsument*innen nur im nächsten Umfeld des Entlastungsstandortes aufhalten und nur in den dafür vorgesehenen Räumlichkeiten konsumieren.

Polizei und Kommunaler Ordnungsdienst werden das Umfeld des Entlastungsstandortes verstärkt bestreifen und bei Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten konsequent einschreiten.

Das Umfeldmanagement der aidshilfe Dortmund e.v. wird ebenso während der Betriebszeiten präsent sein und als Ansprechpartner*innen für die Nachbar*innen fungieren.

Weitere Ansprechpersonen werden rechtzeitig vor Betriebsstart kommuniziert.

Am 17. Juli 2025 fand ein erster Nachbarschaftsdialog zum geplanten Standort statt. Weitere Informationen finden Sie hier:

Zur Dokumentation des 1. Nachbarschaftsdialogs am 17. Juli 2025

Am 14. August 2025 fand der zweite Nachbarschaftsdialog zum geplanten Standort statt. Weitere Informationen finden Sie hier:

Zur Dokumentation des 2. Nachbarschaftsdialogs am 14. August 2025

Haben Sie Fragen im Zusammenhang mit der geplanten Einrichtung?
Hier finden Sie Antworten und Einschätzungen von Stadtverwaltung, Polizei und der potenziellen Betreiberin:

Zu den FAQs

Ansprechperson

Für Fragen, Sorgen oder Anregungen bezüglich der Einrichtung des Drogenkonsumraums an der Rheinischen Str. 111:

Open Data-Portal Dortmund

Entdecken Sie Dortmunds Open Data-Portal: Informationen auf statistische Daten, Infrastruktur-, Umwelt-, Verkehrs- und Geodaten.

Einschulungsuntersuchung

Informationen zur Einschulungsuntersuchung in Dortmund

Dokumentation des 2. Nachbarschaftsdialogs am 14. August 2025

Alle Hintergründe zum 2. Nachbarschaftsdialog am 14. August 2025 zum temporären Drogenkonsumraum an der Rheinischen Str. 111.

Dortmunder Umweltpreis

Dortmunds Umweltpreis seit 1983: 9.000 € Preisgeld für Umweltschutz. Bewusstsein stärken und Natur schützen.

Dortmunder Wegweiser Pflege

Der Dortmunder Wegweiser Pflege bietet Ihnen eine umfassende Übersicht an ambulanten Diensten & Pflegeeinrichtungen. Kontaktdetails finden Sie hier.

Arzneimittel

Arzneimittelüberwachung und Betäubungsmittelwesen. Expertise im Gesundheitsbereich für sichere Anwendung von Medikamenten und Betäubungsmitteln.

Ehrenamtlicher Sprachmittlungspool

Informationen über den ehrenamtlichen Sprachmittlungspool

Antworten und Einschätzungen von Stadtverwaltung, Polizei und der potenziellen Betreiberin

Hier finden Sie Fragen und Antworten im Zusammenhang mit dem zusätzlichen, temporären Standort für einen Drogenkonsumraum an der Rheinischen Str. 111.

Gesundheitskiosk

Informationen zum Gesundheitskiosk aus dem Gesundheitsamt der Stadt Dortmund.

Ehrenamtliche Richter*innen an den Verwaltungsgerichten

Alle Informationen zu den ehrenamtlichen Richter*innen an den Verwaltungsgerichten. Aufgaben, Ansprechpersonen und weitere Details.

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Lernen Sie unsere Außenstelle "nordwärts vor Ort" kennen. Alles zu unseren Themenschwerpunkten, Aufgabengebieten & Projekten in der Innenstadt-Nord.

Wahl des Ausschusses für Chancengerechtigkeit und Integration

Informationen zur Wahl der Mitglieder des Ausschusses für Chancengerechtigkeit und Integration der Stadt Dortmund, zum Wahlsystem und den Rechtsgrundlagen

Seelische Probleme

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Psychiatrie- und Suchtkoordination

Informationen zu Psychiatrie- und Suchtkoordination in Dortmund

125 Jahre Fredenbaumpark

Ein Fotoprojekt zum 125 Jahrestag des Fredenbaumparks in Dortmund, bei dem Bürger*innen ihre Fotoerinnerungen einreichen können.