Creta Sacra - Byzantinische Kunst auf Kreta unter Venedigs Feudalherrschaft
Dr. Eleftheria Lehmann und Dr. Hans Kieser
Kreta, seit langem das Traumziel für viele! Nicht nur die hohen Gebirgszüge mit ihren tiefen Schluchten, die Strände und das tiefblau Meer, das Kreta umspült, sondern auch Denkmäler aus verschiedenen Epochen machen die starke Faszination der Insel aus. Wenn der interessierte Reisende Orte und Landschaften im Landesinneren durchstreift, trifft er immer wieder auf kleine, oft weißgetünchte Kappellen, die auf den Feldern, zwischen Olivenhainen oder an den Gebirgshängen gegen das Sonnenlicht leuchten. Seine Neugierde wird geweckt und er nimmt sich die Zeit anzuhalten und den kleinen Kirchenbau zu betreten. Im spärlichen Licht des Innenraums erlebt er oft eine Überraschung: Da blickt man auf Bilder gemalt an die Wände, zum Teil über das ganze Tonnengewölbe, ein biblisches Panorama mit Geschichten aus dem alten und neuen Testament, den Apokryphen sowie dem Leben von Heiligen und Märtyrern. Gefesselt von der Schönheit der Fresken, wächst im Besucher der Wunsch, mehr darüber zu erfahren.
Die Entstehung der meisten Freskenkirchen Kretas datieren Forscher in die Epoche der venezianischen Besetzung (1211-1669 n. Chr.). Der Bestand auf der ganzen Insel wird auf etwa 1000 Kirchen mit byzantinischen Wandmalereien geschätzt. Im Mittelpunkt der Präsentation stehen ausgewählte Kirchen im Westen Kretas. Dabei werden besondere Fresken vorgestellt, Merkmale in Szenen oder bei Einzelfiguren (Ikonographie) aufgegriffen und beispielhaft auf Stilform bzw. Stilelemente einzelner Maler hingewiesen.Neben der künstlerischen Dimension der Fresken wird auf die Bedeutung der Stifterinschriften und Stifter-Porträts als wichtige historische Quellen eingegangen.
Die gebürtige Griechin Dr. Eleftheria Lehmann studierte von 1969 bis 1971 Chemie an der Universität Dortmund und promovierte 1973 am Lehrstuhl für Anorganische Chemie, wo sie im Anschluss fünf Jahre als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig war. Von 1978 bis 1996 arbeitete die Chemikerin in verschiedenen, leitenden Positionen bei der BAU, heute Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), in Dortmund. Im Februar 1996 wurde Dr. Eleftheria Lehmann zur Präsidentin der Landesanstalt für Arbeitsschutz des Landes Nordrhein-Westfalen bestellt und übernahm im Januar 2008 die Leitung des neu errichteten Landesinstituts für Gesundheit und Arbeit des Landes NRW.
Dr. med. Hans Kieser besucht seit 1974 regelmäßig Kreta. Nach 1990 nach erstmaliger Erkundung einer spätbyzantinischen Einraumkirche in der Provinz Selino fasste er den Entschluss zur Fotodokumentation einzelner Kirchen. Die damit verbundene Literaturrecherche führte zu einer Neuauflage der Fotodokumentation, die 2016 in Zusammenarbeit mit Dr. E. Lehmann nochmals erweitert wurde. Sie liegt inzwischen in griechischer und englischer Übersetzung vor.
Eintritt frei
Anmeldung erbeten:
Veranstalter: Deutsch-Griechische Gesellschaft
Veranstaltungsort
Auslandsgesellschaft.de e.V.
Anschrift und Erreichbarkeit44147 Dortmund
Veranstalter
Auslandsgesellschaft.de e.V.
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