LesArt.Stadion: Christoph Biermann und Ronny Blaschke
Jeweils eine Halbzeit in Gäste- und Heimkabine: Zwei Autoren präsentieren beste Fußballliteratur!
Christoph Biermann »Die Tabelle lügt immer«
Über die Macht des Zufalls im Fußball | Vom SPIEGEL-Bestseller-Autor von ›Die Fußball-Matrix‹
Was wäre, wenn nicht stimmt, was wir über Fußball denken: dass trotz aller Anstrengungen von Trainern, Managern und Spielern, den Zufall unter Kontrolle zu bringen, nicht selten die Falschen oben in der Tabelle stehen und nicht die Richtigen absteigen.
Wenn wir also die Falschen loben, statt die Richtigen zu kritisieren. Wenn Real Madrid die Champions League ein paar Mal zu viel gewonnen hätte und Pep Guardiola ein paar Mal zu wenig. Wenn wir nach einem Bundesligaspiel zwar tolle Theorien über »Angstgegner« aufstellen oder über »den Lauf«, den eine Mannschaft gerade hat, weil wir nicht wahrhaben wollen, wie zufällig viele Ergebnisse in Wahrheit sind? Und welche Konsequenzen hätte das?
Christoph Biermann hat sich auf die Suche nach dem Zufall begeben und mit Trainern, Managern, Vereinsbesitzern und Mathematikern gesprochen. Er hat dabei Erstaunliches herausgefunden, das unseren Blick auf den Fußball verändern wird und wie wir über die Magie des Spiels sprechen.
Christoph Biermann, lebt in Berlin, arbeitete für die taz, Stern, Die Zeit und war Redakteur bei der Süddeutschen Zeitung und beim SPIEGEL. Seit 2010 beim Fußballmagazin 11Freunde, inzwischen als Reporter. Biermann gehört seit Jahren zu den profiliertesten Fußballjournalisten Deutschlands und hat zahlreiche Bücher zum Thema Fußball veröffentlicht. »Die Fußball-Matrix«, »Wenn wir vom Fußball träumen« und »Um jeden Preis. Die wahre Geschichte des modernen Fußballs« wurden jeweils zum »Fußballbuch des Jahres« gewählt. Zuletzt erschien von ihm »Die Tabelle lügt immer. Über die Macht des Zufalls im Fußball«.
Ronny Blaschke »Spielfeld der Herrenmenschen«
Kolonialismus und Rassismus im Fußball
Europäisches Überlegenheitsdenken: Kolonialismus im Fußball
Rassismus wird im Fußball oft auf Neonazis reduziert. Doch wer die Ursachen verstehen will, muss viel weiter zurückgehen: Kolonialmächte wie England, Frankreich, Portugal aber auch Deutschland wollten durch Sport ihre Untertanen „zivilisieren“. Ihre „Rassenlehre“ ist längst widerlegt, doch bis heute hält sich ein europäisches Überlegenheitsdenken. Für die Reportagen in diesem Buch war der Journalist Ronny Blaschke auf fünf Kontinenten unterwegs. Und er analysiert strukturellen Rassismus in Europa: Schwarze Menschen gelten als kraftvolle Athleten, aber als Trainer oder Vorstände erhalten sie kaum Chancen. Blaschke erklärt neokoloniales Denken in Talentförderung, Sponsoring, Medien. Und er stellt Menschen vor, die den Antirassismus auf ein neues Niveau heben wollen.
Ronny Blaschke, geboren 1981, ist als Buchautor und Journalist auf politische Themen im Sport spezialisiert. Mit „Spielfeld der Herrenmenschen – Kolonialismus und Rassismus im Fußball“, seinem sechsten Buch, möchte er eine Debatte anstoßen. Blaschke hält Vorträge und organisiert Bildungsangebote. Für seine Arbeit wurde er mehrfach ausgezeichnet.
Preise
Veranstaltungsort
Signal Iduna Park
Anschrift und Erreichbarkeit44139 Dortmund
Veranstalter
LesArt.Festival
Anschrift und Erreichbarkeit44139 Dortmund