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Radtouren an der Seseke: Natur und Kunst erleben

Ab April lädt der Lippeverband, der in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen feiert, erneut zu geführten Fahrradtouren entlang der Seseke ein. Bis September haben Interessierte einmal im Monat, jeweils an einem Sonntag, die Möglichkeit, die Seseke-Landschaft und die dort entstandenen künstlerischen Arbeiten aus den Jahren 2010 und 2013 zu entdecken.

Die Seseke wurde im Zuge der Industrialisierung begradigt, eingedeicht und in einen offenen Abwasserkanal umgebaut. Zwischen den 1980er-Jahren und 2014 wurde das Gewässer im Rahmen des „Sesekeprogramms“ vom Lippeverband wieder naturnah gestaltet. Die Kunstwerke von „Über Wasser gehen“ haben den Wandel des Flusses begleitet und reflektieren seine Geschichte auf vielfältige Weise.

Kunst, Natur, Architektur

Bild: Rupert Oberhäuser/EGLV
Jetzt-Denkmal an der Seseke.
Christian Hasuchas Kunstwerk "JETZT und der Fluss" an der renaturierten Seseke in Kamen.
Bild: Rupert Oberhäuser/EGLV

Während der geführten Touren werden ausgewählte Arbeiten aufgesucht und näher vorgestellt, unter anderem Christian Hasuchas „JETZT und der Fluss“ (2010), Diemut Schillings „Hogarth’s Dream“ oder „Erscheinen und Verschwinden“ von Claudia Schmacke (2013). Jeden Monat widmet sich die Tour einem anderen Abschnitt des Flusses. Neben der Kunst werden auf den Radtouren auch landschaftliche Besonderheiten der Seseke sowie historische Bauwerke entlang der Strecke vorgestellt.

„Wir freuen uns, das Vermittlungsformat auch in diesem Jahr fortzuführen und die Kunstwerke von „Über Wasser gehen“ erneut erlebbar zu machen. Die Radtouren bieten die Gelegenheit, ökologische, kulturelle und künstlerische Zusammenhänge, die die Seseke-Landschaft prägen, kennenzulernen.“, sagt Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender des Lippeverbandes.

Die Teilnahme an den Radtouren ist kostenfrei. Es wird lediglich ein eigenes Rad benötigt. Alle Termine und weitere Informationen sind hier auf der Website von Emschergenossenschaft/Lippeverband aufgeführt.

Zum Thema

„Über Wasser gehen“, kuratiert von Billie Erlenkamp, war ein interkommunales Projekt, das 2010 im Rahmen des Kulturhauptstadtjahrs an der Seseke stattfand und vom Lippeverband, dem Kreis Unna, den sechs Anrainerstädten Lünen, Bergkamen, Kamen und Bönen, Unna und Dortmund sowie der RUHR.2010 GmbH ins Leben gerufen wurde. Nach 2010 wurde „Über Wasser gehen“ zusammen mit dem Kreis Unna, den sechs Anrainerstädten, dem Regionalverband Ruhr, den Urbanen Künsten Ruhr und dem Lippeverband weiterentwickelt und 2013 nochmals durchgeführt.

Schlagwörter

Kultur & Freizeit Radverkehr Radtour

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