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Sicherheit & Ordnung

Stadt, Polizei, Handel, Gastronomie und Wirtschaft tauschen sich zur Lage aus

Wie wird die aktuelle Lage in der Dortmunder City wahrgenommen – und was kann getan werden, um Sicherheitsgefühl und Aufenthaltsqualität weiter zu stärken? Darüber haben sich jetzt Oberbürgermeister, Verwaltung, Polizei sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Handel, Gastronomie und Wirtschaft ausgetauscht.

An dem Gespräch nahmen Oberbürgermeister Alexander Kalouti, Rechts- und Ordnungsdezernent Norbert Dahmen, der Behördenleiter des Polizeipräsidiums Dortmund, Achim Stankowitz, sowie Vertreterinnen und Vertreter von Cityring, Qualitätsroute, Gastronomie am Alten Markt, Handelsverband, IHK zu Dortmund, Ordnungsamt und Kommunalem Lagezentrum teil.

Gemeinsam Lösungen finden

Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
OB Kalouti mit Mitarbeitern des des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) in der City
Bei einem Sicherheitseinsatz von Ordnungsamt und Polizei informierte sich Alexander Kalouti über die Arbeit der Einsatzkräfte und die besonderen Herausforderungen.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

„Die Dortmunder Innenstadt ist durch den Einzelhandel und die Gastronomie ein Magnet für die ganze Region. Nachdem wir vermehrt in Dialogen stehen, ist jetzt die Zeit des Handelns gekommen. Seit dem 2. November 2025 haben wir damit begonnen, verstärkt an der Lösung der Probleme zu arbeiten. Jedoch ist eine erfolgreiche Arbeit nur unter weiteren, intensiveren Anstrengungen möglich. Der stetige Austausch aller Betroffenen ist dabei von zentraler Bedeutung – dieser wird nur durch unser gemeinsames Handeln ausschlaggebend sein, damit unsere Innenstadt in Zukunft ein Magnet bleibt“, sagt Oberbürgermeister Alexander Kalouti.

Gespräche über das „Zürcher Modell“

Bei dem Austausch berichteten die Teilnehmenden über ihre Beobachtungen und Erfahrungen. Ein zentrales Thema waren die Betteleien. Durch die hohe Präsenz von Kommunalem Ordnungsdienst (KOD) und Polizei habe sich das Sicherheitsgefühl der Menschen deutlich verbessert, stellten die Beteiligten fest.

„Wir haben in der letzten Zeit die uniformierte Präsenz der Polizei erheblich verstärkt, um der Problemlage insbesondere in der Dortmunder Innenstadt zu begegnen. Dies zeigt deutliche Erfolge, muss aber als gleichberechtigter Bestandteil eines Gesamtkonzeptes gesehen werden, welches auch eine Optimierung der Hilfesysteme beinhaltet. Ich freue mich sehr darüber, dass mit dem gestrigen Gesprächskreis eine neue Initiative unter Einbeziehung aller Interessengruppe initiiert wurde", sagt Achim Stankowitz, Behördenleiter des Polizeipräsidiums Dortmund.

Die Teilnehmenden sahen im sogenannten Zürcher Model einen möglichen Ansatz für Dortmund. Gleichzeitig machten sie deutlich, dass ein solcher Ansatz nur als ganzheitliches Konzept funktionieren kann.

Nachhaltige Stärkung

Neben Fragen der Sicherheit betonten die Beteiligten auch die Bedeutung einer attraktiven und lebendigen Innenstadt. Sauberkeit, Aufenthaltsqualität und ein gepflegtes Stadtbild seien entscheidende Faktoren dafür, dass sich Besucherinnen und Besucher, Anwohnerinnen und Anwohner sowie Gewerbetreibende in der Dortmunder City wohlfühlen. Ziel bleibe es deshalb, die Innenstadt weiterhin nachhaltig zu stärken und positiv zu entwickeln.

„Händler, Gewerbetreibende, Mitarbeitende, Anwohner und Besucher haben ein berechtigtes Recht auf eine sichere, saubere und funktionierende Innenstadt. Seit Jahren wird auf das Zürcher Modell verwiesen. Wer dieses Konzept als Vorbild nennt, muss es auch konsequent und vollständig umsetzen. Das Modell basiert auf vier gleichwertigen Säulen: Prävention, Therapie, Schadensminderung und Repression. Nur das gleichwertige und konsequente Zusammenspiel aller vier Säulen führt zum Erfolg. Ein selektives Herausgreifen einzelner Elemente durch politische Akteure wird dem ganzheitlichen Ansatz des Zürcher Modells nicht gerecht und kann seine Wirksamkeit nicht entfalten“, sagt Torben Seifert, Vorstandsvorsitzender des Cityring Dortmund.

„Klar ist: In Zürich wird öffentlicher Drogenkonsum im öffentlichen Raum nicht geduldet. Hilfe für Betroffene und konsequente Durchsetzung von Regeln gehören untrennbar zusammen. Wir erwarten daher von der Politik, das Zürcher Modell konsequent umzusetzen. Unsere Innenstadt als wirtschaftliches und gesellschaftliches Herz Dortmunds verdient entschlossenes Handeln und zwar jetzt“, so Seifert.

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