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Tief im Wald: Unterwegs im Naturschutzgebiet Hohensyburg-Klusenberg

Hörde

Im südlichen Stadtteil Dortmunds liegt in den Ruhrsteilhängen von Hohensyburg und Klusenberg ein 87,2 Hektar großes Naturschutzgebiet.

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Naturschutzgebiet „Hohensyburg und Klusenberg“

In Dortmund gibt es insgesamt 35 Naturschutzgebiete, aber nur eines davon liegt in einem Gebirge: das Naturschutzgebiet Hohensyburg und Klusenberg. Es ist Teil des Ardeygebirges, das sich über 18 km Länge südlich von Witten an der Ruhr nach Osten bis Dortmund-Aplerbeck erstreckt.

Hoch hinaus im Süden Dortmunds

Urbane Kultur und zugleich viel Grün – so lässt sich Dortmund in wenigen Worten beschreiben. Mit 35 Naturschutzgebieten, die sich über das gesamte Stadtgebiet verteilen und insgesamt eine Fläche von 2.700 Hektar umfassen, gehört Dortmund im Vergleich zu den ganz besonders grünen Städten.

Die Naturschutzgebiete bieten vielfältige Lebensräume für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten. Aufgrund der abwechslungsreichen Landschaft Dortmunds unterscheiden sich die einzelnen Gebiete deutlich voneinander und weisen jeweils ihre eigenen landschaftlichen Besonderheiten auf. Sie reichen von Wäldern, Feldern und Bachauen über Seen bis hin zu bergigen Landschaftsbereichen. Zu den bergigsten Naturräumen in Dortmund zählt auch das im Süden der Stadt gelegene Naturschutzgebiet „Hohensyburg und Klusenberg“.

Naturschutzgebiet Hohensyburg-Klusenberg

Vom Vincketurm aus können Besucherinnen und Besucher die Reste der historischen Burgruine von oben sehen.
Vom Vincketurm aus können Besucherinnen und Besucher die Reste der historischen Burgruine von oben sehen.
Bild: Stadt Dortmund / Angela Seger
Der Blick von den Ruinen aus über das Ruhrtal in Richtung Hagen.
Der Blick von den Ruinen aus über das Ruhrtal und dem Hengsteysee in Richtung Hagen.
Bild: Stadt Dortmund / Angela Seger
Ein Bach fließt durch den Wald
Überall im Waldgebiet sind kleine Bäche zu sehen - Lebensraum für Amphibien und Reptilien.
Bild: Stadt Dortmund / Angela Seger
Eine Blindschleiche kriecht durch das Unterholz im Wald von Hohensyburg.
Neben Waldeidechsen findet man im Naturschutzgebiet auch viele Blindschleichen.
Bild: Stadt Dortmund / Angela Seger
Ein europäisches Reh grast auf einer Wiesenschaumkraut-Wiese.
Auch Wildtiere gibt es in Syburg: Das europäische Reh fühlt sich sichtlich wohl auf der Wiese, auf der das Wiesenschaumkraut üppig wächst.
Bild: Stadt Dortmund / Angela Seger
Eine Ringelnatter hebt ihren Kopf.
Auch Schlangen sind heimisch in Hohensyburg wie hier die Ringelnatter.
Bild: Stadt Dortmund / Angela Seger
Kennzeichnung eines Wanderwegs an einer Buche vom Sauerländischem Gebirgsverein SGV.
Der Sauerländische Gebirgsverein (SGV) hat viele Wege in Syburg mit Wandermarken gekennzeichnet.
Bild: Stadt Dortmund / Angela Seger
Der Widertonmoos ist weit verbreitet im Naturschutzgebiet Hohensyburg-Klusenberg.
Der Widertonmoos ist weit verbreitet im Naturschutzgebiet Hohensyburg-Klusenberg.
Bild: Stadt Dortmund / Angela Seger
Eine Gruppe von Huflattich ist auf einem Waldboden zu sehen.
Der Hutlattich ist eines der Heilpflanzen, die im Naturschutzgebiet zu finden ist.
Bild: Stadt Dortmund / Angela Seger
Spuren des Bergbaus: Gleise sind auf dem Syburger Bergbauweg zu sehen.
Auf dem Syburger Bergbauweg sind noch Spuren des damaligen Steinkohleabbaus zu sehen - wie hier die Gleise.
Bild: Stadt Dortmund / Angela Seger
Auf dem Syburger Bergbauweg sind noch Spuren des damaligen Steinkohleabbaus zu sehen - wie hier ein Schacht.
Die alten Schächte „Graf Wittekind" werden vom „Förderverein Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier e.V.“ ehrenamtlich aufbereitet.
Bild: Stadt Dortmund / Angela Seger
Eine Wurzel einer sehr alten Rotbuche schaut aus dem Waldboden.
Buchen, Eichen und Birken prägen das Bild im Naturschutzgebiet. Zu sehen ist hier die Wurzel einer alten Rotbuche.
Bild: Stadt Dortmund / Angela Seger
Vom Vincketurm aus können Besucherinnen und Besucher die Reste der historischen Burgruine von oben sehen.
Vom Vincketurm aus können Besucherinnen und Besucher die Reste der historischen Burgruine von oben sehen.
Bild: Stadt Dortmund / Angela Seger
Der Blick von den Ruinen aus über das Ruhrtal in Richtung Hagen.
Der Blick von den Ruinen aus über das Ruhrtal und dem Hengsteysee in Richtung Hagen.
Bild: Stadt Dortmund / Angela Seger
Ein Bach fließt durch den Wald
Überall im Waldgebiet sind kleine Bäche zu sehen - Lebensraum für Amphibien und Reptilien.
Bild: Stadt Dortmund / Angela Seger
Eine Blindschleiche kriecht durch das Unterholz im Wald von Hohensyburg.
Neben Waldeidechsen findet man im Naturschutzgebiet auch viele Blindschleichen.
Bild: Stadt Dortmund / Angela Seger
Ein europäisches Reh grast auf einer Wiesenschaumkraut-Wiese.
Auch Wildtiere gibt es in Syburg: Das europäische Reh fühlt sich sichtlich wohl auf der Wiese, auf der das Wiesenschaumkraut üppig wächst.
Bild: Stadt Dortmund / Angela Seger
Eine Ringelnatter hebt ihren Kopf.
Auch Schlangen sind heimisch in Hohensyburg wie hier die Ringelnatter.
Bild: Stadt Dortmund / Angela Seger
Kennzeichnung eines Wanderwegs an einer Buche vom Sauerländischem Gebirgsverein SGV.
Der Sauerländische Gebirgsverein (SGV) hat viele Wege in Syburg mit Wandermarken gekennzeichnet.
Bild: Stadt Dortmund / Angela Seger
Der Widertonmoos ist weit verbreitet im Naturschutzgebiet Hohensyburg-Klusenberg.
Der Widertonmoos ist weit verbreitet im Naturschutzgebiet Hohensyburg-Klusenberg.
Bild: Stadt Dortmund / Angela Seger
Eine Gruppe von Huflattich ist auf einem Waldboden zu sehen.
Der Hutlattich ist eines der Heilpflanzen, die im Naturschutzgebiet zu finden ist.
Bild: Stadt Dortmund / Angela Seger
Spuren des Bergbaus: Gleise sind auf dem Syburger Bergbauweg zu sehen.
Auf dem Syburger Bergbauweg sind noch Spuren des damaligen Steinkohleabbaus zu sehen - wie hier die Gleise.
Bild: Stadt Dortmund / Angela Seger
Auf dem Syburger Bergbauweg sind noch Spuren des damaligen Steinkohleabbaus zu sehen - wie hier ein Schacht.
Die alten Schächte „Graf Wittekind" werden vom „Förderverein Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier e.V.“ ehrenamtlich aufbereitet.
Bild: Stadt Dortmund / Angela Seger
Eine Wurzel einer sehr alten Rotbuche schaut aus dem Waldboden.
Buchen, Eichen und Birken prägen das Bild im Naturschutzgebiet. Zu sehen ist hier die Wurzel einer alten Rotbuche.
Bild: Stadt Dortmund / Angela Seger

Naturschutzgebiet "Hohensyburg und Klusenberg"

Das seit 2002 unter Schutz stehende Naturschutzgebiet „Hohensyburg und Klusenberg“ im Süden Dortmunds ist ein Ort mit einzigartigem Bewuchs und einigen seltenen Tierarten wie der Schling- und Ringelnatter und der Waldeidechse. Im 20. Jahrhundert war Dortmund vom Bergbau geprägt. Im Gebiet um die Hohensyburg finden sich zahlreiche Spuren des frühen Steinkohlebergbaus, zum Beispiel der „Schulmeister-Steinbruch“. Somit hat das Gebiet auch eine kulturhistorische Bedeutung für Dortmund und die Region. In vielen Dortmunder Häusern und Gärten finden sich heute noch Ruhrsandsteine, die dort abgebaut und gern als Baumaterial genutzt wurden.

Doch auch für Sportfreunde ist das Naturschutzgebiet empfehlenswert, denn die charakteristischen Ruhrsteilhänge im Dortmunder Süden weisen auf kurzer Strecke einen Höhenunterschied von knapp 160 m auf und bringen Besuchende schnell zum Schwitzen. Naturräumlich betrachtet gehört das Naturschutzgebiet damit bereits zum Mittelgebirge; nur etwa 15 Prozent des Dortmunder Stadtgebiets gehören dazu. Aufgrund der südlichen Ausrichtung und der ausgeprägten Hanglage handelt es sich um trockenwarme Standorte. Dort findet sich teilweise eine schüttere Vegetation, außerdem treten blanke Felsformationen mit einer Höhe von bis zu 10 m hervor. Der Sandstein schafft ein saures und nährstoffarmes Milieu, in dem sich vor allem die Traubeneichen sehr wohlfühlen und den Hauptteil des Baumbestands ausmachen.

Welche besonderen Tier- und Pflanzenarten gibt es dort?

Das Gebiet rund um die Hohensyburg ist durch ein stark ausgeprägtes Relief mit steilen Hängen und markanten Felsbereichen gekennzeichnet. Die flachgründigen und nährstoffarmen Böden schaffen besondere Standortbedingungen für die Pflanzenwelt. In der Krautschicht wachsen unter anderem Heidekraut, Heidelbeeren, Weiße Schwalbenwurz und der Schwarzstielige Streifenfarn. Diese besondere Vegetation ist an die trockenen und nährstoffarmen Verhältnisse des Gebietes angepasst.

Eine besondere Reptilienart ist die Schlingnatter, die kleinste einheimische Schlangenart, die erst seit wenigen Jahren im Naturschutzgebiet "Hohensyburg und Klusenberg" nachgewiesen wird. Sie bevorzugt trockene, warme Standorte. Daneben sind im Gebiet auch Ringelnattern und Waldeidechsen zu finden. Unter den Amphibien ist insbesondere der Feuersalamander hervorzuheben, der jedoch durch den aus Asien eingeschleppten Hautpilz "Bsal" (Chytridpilz Batrachochytrium salamandrivorans) sehr stak bedroht ist.

Wer auf einem der zahlreichen Wanderwege unterwegs ist, hat sie sicherlich schon einmal gehört oder beobachtet: die verschiedenen Spechtarten, die im Gebiet vorkommen. Dazu zählen unter anderem der Buntspecht, der Grünspecht, der Mittelspecht und der Schwarzspecht. Ihre Rufe und ihr charakteristisches Verhalten machen die Vielfalt der Vogelwelt für aufmerksame Besucherinnen und Besucher erlebbar. Darüber hinaus gibt es Sichtungen von Uhus und Kolkraben, die das vielfältige Artenspektrum des Gebietes zusätzlich ergänzen. Der Waldkauz ist ein typischer Vertreter für dieses Gebiet und deutlich an seinem Ruf „Kuit" oder „Kuwitt" und dem langgezogenen, heulenden „Huu-hu-huhuhuhuu“ oder „huuuum“ zu erkennen

Hinweise für Besucherinnen und Besucher

Kurzer Appell an die Besucherinnen und Besucher: Bitte verlassen Sie die Wege in den Naturschutzgebieten nicht und leinen Sie Ihren Hund an bzw. führen ihn auf den Wegen, um seltene Tiere und Pflanzen nicht zu stören und der Natur einen Rückzugsraum zu lassen. Laute Geräusche können bei vielen Tierarten Fluchtreflexe auslösen, bitte verhalten Sie sich entsprechend ruhig. Und fast das Wichtigste: Genießen Sie die Schönheit, Vielfalt und die frische Luft!

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