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Auf den Spuren starker Frauen, die unsere Region verändert haben: RadRoute verbindet 13 FrauenOrte

Inhalt bereitgestellt von: Pressestelle Stadt Dortmund

13 FrauenOrte, sechs Städte und rund 100 Kilometer: Die RadRoute Ruhr verbindet historische FrauenOrte im Ruhrgebiet und lädt dazu ein, weibliche Geschichte auf dem Fahrrad zu entdecken – von Oberhausen bis nach Dortmund. Hier erfahren Radlerinnen und Radler viel über Marie Reinders, die 1901 die erste Mädchen-Mittelschule Westfalens gründete.

Mit Gedenktafeln rückt der Verein FrauenOrte NRW seit 2023 historische Frauen in den Mittelpunkt, die bedeutend für die Region waren, aber kaum in Geschichtsbüchern auftauchen. Inzwischen gibt es in NRW 60 FrauenOrte. Seit 2024 gehört auch Dortmund dazu. Nun können diese feministischen Geschichten mit dem Rad erkundet werden – als einzelne Etappen oder an einem Stück.

Von Oberhausen bis Dortmund

Die Radroute Ruhr verbindet auf einer Strecke von 100 km 13 FrauenOrte im Ruhrgebiet. Los geht es in Oberhausen mit Fasia Jansen, der Blues-Stimme der Friedensbewegung. Die Antifaschistin wurde vom Naziregime rassistisch verfolgt und zur Arbeit im KZ Neuengamme zwangsverpflichtet. Zu weiteren prägenden Frauen führt der Radweg über Mülheim, Essen, Gelsenkirchen, Bochum und Recklinghausen nach Dortmund zu Marie Reinders.

Die Dortmunderin, die 1901 die erste Mädchen-Mittelschule Westfalens gründete, setzte sich dafür ein, Mädchen eine Bildung zu ermöglichen. Der Unterricht begann am 24. April 1901 in der damaligen Schwarze-Brüder-Straße 14 – am heutigen Standort der Ecke Hansastraße/Hansaplatz. Dort erinnert heute eine Infotafel an Marie Reinders und die Schule.

Beeindruckendes Engagement von Marie Reinders

„Mit Marie Reinders haben wir 2024 einen FrauenOrt in Dortmund geschaffen, der eine beeindruckende Frau und ihr Engagement für die Bildung von Mädchen sichtbar macht. Für uns als Gleichstellungsbüro war es ein wichtiges Anliegen, ihren Beitrag zur Dortmunder Stadtgeschichte ins öffentliche Bewusstsein zu rücken“, sagt Maresa Feldmann, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Dortmund.

Feldmann weiter: „Umso schöner ist es, dass ihre Geschichte nun Teil der RadRoute Ruhr ist. Sie verbindet die FrauenOrte in den Städten des Ruhrgebiets und macht erfahrbar, wie vielfältig und prägend Frauen die Geschichte unserer Region gestaltet haben. Die Route lädt dazu ein, diese Frauen und ihre Geschichten neu zu entdecken – und ihnen den Platz in unserer Erinnerung zu geben, den sie verdienen.“

Gemeinsam mit dem Verein „Kunst und Kultur im Kaiserviertel e.V.“ und der Bürger*innen-Initiative Frauendenkmale bewarb sich das Gleichstellungsbüro vor drei Jahren erfolgreich um die Auszeichnung als FrauenOrt NRW.

Die Radroute Ruhr sowie sechs weitere Routen durch NRW (Bergisches Land, Münsterland, Ostwestfalenlippe-Nord, Ostwestfalenlippe-Süd, Rheinland und Sauerland) können gratis auf komoot heruntergeladen werden. Weitere Informationen zu den einzelnen Standpunkten der FrauenOrte sowie den gesamten Touren:

frauenorte-nrw.de/angebote/radrouten

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Dortmund historisch Mobilität & Verkehr LSBTIQ* Frauen Radverkehr