Dortmunder Kita überzeugt mit kreativem Konzept, Mehrsprachigkeit und aktiver Beteiligung der Kinder
FABIDO-Familienzentrum Lünener Straße für Deutschen Lesepreis 2027 nominiert
Lesen macht Spaß und eröffnet Kindern neue Welten. Das FABIDO-Familienzentrum Lünener Straße zeigt in Dortmund, wie frühe Leseförderung gelingt. Mit seinem ganzheitlichen Konzept hat es die Shortlist für den Deutschen Lesepreis 2027 erreicht. Damit gehört die Kita zu den 50 Projekten und Persönlichkeiten, die aus knapp 400 Bewerbungen ausgewählt wurden.
Das FABIDO-Familienzentrum Lünener Straße verbindet Leseförderung mit Mitbestimmung, Mehrsprachigkeit und einer engen Zusammenarbeit mit Familien und Einrichtungen im Stadtteil. Die Kinder entdecken Bücher, lernen Geschichten kennen und entwickeln Freude an Sprache und Literatur.
Eine eigene Bücherei spielt dabei eine wichtige Rolle. Sie bietet den Kindern Raum, um selbstständig Bücher auszuwählen und ihre Medienkompetenz zu stärken. Die Kinder entscheiden gemeinsam, welches Buch die Kita als Nächstes anschafft oder ausleiht. So erleben sie, dass ihre Meinung zählt und sie ihren Alltag aktiv mitgestalten können.
Gemeinsam lesen – in vielen Sprachen
Auch die Zusammenarbeit mit der Stadt- und Landesbibliothek gehört zum Konzept. Sie eröffnet den Kindern weitere Zugänge zu Büchern und erleichtert ihnen den Übergang von der Kita in die Grundschule.
Mit der Reihe „Buch des Monats“ rückt das Familienzentrum regelmäßig eine Geschichte in den Mittelpunkt. Darauf aufbauende Projekte vertiefen die Themen und verbinden Sprache, Kreativität und gemeinsames Entdecken.
Mehrsprachige Vorleseangebote gemeinsam mit den Familien ergänzen das Konzept. Sie greifen die sprachliche und kulturelle Vielfalt der Kinder auf und stärken das Vertrauen zwischen Kita und Eltern. So erleben Kinder, dass ihre Familiensprachen wertvoll sind und Geschichten Menschen miteinander verbinden.
Leseförderung schafft Chancen
Wie wichtig solche Angebote sind, zeigen aktuelle Studien: Jedes vierte Kind kann am Ende der Grundschulzeit nicht ausreichend gut lesen. Auch ein Drittel der Jugendlichen erreicht nicht die Lesekompetenz, die es für den Bildungserfolg und die gesellschaftliche Teilhabe braucht.
Deshalb engagieren sich viele Menschen und Einrichtungen dafür, Kinder und Jugendliche früh für Bücher und Sprache zu begeistern. Der Deutsche Lesepreis würdigt diesen Einsatz und zeichnet innovative Ideen aus, die das Lesen stärken und allen Kindern bessere Zugänge zu Geschichten und Wissen eröffnen.
Preisverleihung im März 2027
Die Stiftung Lesen und die Commerzbank-Stiftung vergeben den Deutschen Lesepreis gemeinsam. Im März 2027 verleihen sie den Preis zum 14. Mal. Insgesamt ist er mit 25.000 Euro dotiert. Die Auszeichnung steht unter der Schirmherrschaft von Dr. Wolfram Weimer, Staatsminister für Kultur und Medien. Verschiedene Partner unterstützen den Preis.
Die Nominierung würdigt das Engagement des FABIDO-Familienzentrums Lünener Straße und zeigt, wie Kitas mit kreativen Ideen die Freude am Lesen von klein auf fördern können.