Klassenhelfende sollen Kindern und Schulen weiter zur Seite stehen
Das Modellprojekt „Systemische Klassenhelfende“ soll an Dortmunder Grundschulen mit hohem Unterstützungsbedarf bis zum Sommer 2027 weiterlaufen. Die Verwaltung schlägt dem Rat vor, das erfolgreiche Angebot zu verlängern.
Kinder kommen mit unterschiedlichen Voraussetzungen und Bedürfnissen in die Schule. An 15 Dortmunder Offenen Ganztagsschulen unterstützen deshalb seit dem Schuljahr 2024/2025 sogenannte systemische Klassenhelfende die Kinder und Lehrkräfte. Das Modellprojekt hat sich bewährt. Die Stadt Dortmund schlägt dem Rat deshalb vor, es bis zum 31. Juli 2027 zu verlängern.
Unterstützung, wenn sie im Schulalltag gebraucht wird
Die Klassenhelfenden unterstützen vor allem Kinder in der Schuleingangsphase. Sie helfen zum Beispiel dabei, sich zu konzentrieren, Aufgaben selbstständig zu erledigen oder sich in der Klasse zurechtzufinden. Auch in schwierigen sozialen und emotionalen Situationen stehen sie den Kindern zur Seite.
Dabei können die Schulen die Unterstützung flexibel einsetzen – je nachdem, was die Kinder und die jeweilige Klasse gerade brauchen. Dafür muss bei einem Kind kein besonderer Förder- oder Eingliederungshilfebedarf festgestellt worden sein.
Die Klassenhelfenden arbeiten eng mit den Lehrkräften zusammen. Sie unterstützen die Kinder, fördern ein gutes Miteinander und entlasten zugleich die Lehrkräfte im Schulalltag.
Früh helfen, bevor Probleme größer werden
Das Projekt setzt bewusst früh an: Wenn Kinder Unterstützung brauchen, können sie diese direkt im Klassenverband bekommen. So lassen sich Schwierigkeiten möglichst früh auffangen. Der individuelle Anspruch auf Eingliederungshilfe bleibt davon unberührt. Wenn ein Kind aufgrund einer Behinderung Anspruch auf diese Unterstützung hat, kann es sie weiterhin erhalten.
Die Stadt will die Erfahrungen aus dem Modellprojekt langfristig nutzen. Bis zum Ende des Schuljahres 2026/2027 soll das Jugendamt die Federführung übernehmen. Die Erfahrungen aus dem Projekt sollen dann in ein weiterentwickeltes Konzept für inklusive und multiprofessionelle Unterstützung an Schulen einfließen.
Die Verlängerung soll Kindern, Schulen, Eltern und Trägern des Offenen Ganztags zugleich mehr Verlässlichkeit geben. Sie schafft Zeit, um das Angebot weiterzuentwickeln und dauerhaft gute Unterstützungsstrukturen für Kinder und Schulen aufzubauen.
Über die Verlängerung entscheidet der Rat der Stadt Dortmund im November.