Familienministerin Verena Schäffer würdigte das Engagement der Mini-Städter und des Jugendamts der Stadt Dortmund
Mini-Dortmund freut sich über den Landespreis „Familienkommune 2026“
Die Stadt Dortmund ist für ihre Kinderstadt „Mini-Dortmund“ mit dem Landespreis „Familienkommune 2026“ ausgezeichnet worden. Bei der Preisverleihung gestern (5. November) in Düsseldorf erhielt das Projekt die Auszeichnung in der Kategorie „Familienpolitisches Einzelprojekt“. Das Land würdigte damit die Verbindung von kostenfreier Ferienbetreuung, Demokratiebildung und Beteiligung.
Mini-Dortmund war eine Aktion der Ferienspiele, die das Jugendamt der Stadt Dortmund in den Sommerferien organisiert hat: 80 Kinder haben für eine Woche lang eine eigene Stadt gestaltet, politische Vertretungen gewählt und gemeinsam über das Zusammenleben entscheiden: Mit diesem Ansatz überzeugte „Mini-Dortmund“ die unabhängige Jury aus Vertreter*innen des Familienministeriums, der Wissenschaft, der Familienverbände und der Prognos AG.
Mini-Dortmund hatte 2025 erstmals stattgefunden und wurde 2026 in intensiverer Form fortgesetzt. Die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen waren zwischen acht und 14 Jahren alt, die Stadt selbst haben sie in der Erlebniswelt am Fredenbaum aufgebaut. Das Angebot war ausgebucht.
„Mini-Dortmund zeigt, wie viel Gestaltungswillen und Verantwortungsbewusstsein in jungen Menschen steckt, wenn man ihnen etwas zutraut und ihnen echte Beteiligungsmöglichkeiten eröffnet. Die Kinder erleben nicht nur, wie eine Stadt funktioniert, sondern auch, dass sie selbst Teil davon sind und ihr Zusammenleben aktiv mitgestalten können“, sagt Bürgermeisterin Britta Gövert.
Eine Kinderstadt mit Übernachtung
Als Vorbild für Mini-Dortmund diente die Spielstadt Mini-München. Eine Besonderheit in Dortmund ist die Übernachtung im Zeltlager. Dadurch gestalteten die Kinder auch ihren gemeinsamen Alltag: Sie wählten ihre Oberbürgermeisterin und die Vertretungen ihrer vier Stadtbezirke, berieten im Kinderstadtrat über Anträge und bestimmten die Inhalte der Workshops mit. Demokratische Beteiligung wurde so bis zur Freizeitgestaltung und zum gemeinsamen Frühstück erfahrbar.
Gemeinschaft erleben und Familien entlasten
Mini-Dortmund brachte junge Menschen aus unterschiedlichen Stadtteilen, Schulformen und Lebenswelten zusammen. Sie lernten einander kennen, brachten verschiedene Perspektiven ein und übernahmen gemeinsam Verantwortung.
Monika Nienaber-Willaredt, Dortmunder Dezernentin für Schule, Jugend und Familie, hob den Zugang für alle Familien als besondere Stärke des Ferienangebots hervor: „Gleichzeitig bietet die kostenfreie Ferienwoche Familien eine verlässliche Betreuung und Entlastung. Das bedeutet, dass alle Kinder, unabhängig vom Einkommen ihrer Eltern, an Mini-Dortmund teilnehmen können.“
Veranstaltet wurde das Projekt von der Kinder- und Jugendförderung des Jugendamtes in Kooperation mit dem Dortmunder Jugendring. Rund 50 pädagogische Fachkräfte, Studierende, Bundesfreiwilligendienstleistende und Ehrenamtliche begleiteten die Kinder im Schichtsystem rund um die Uhr.
Sechs Kommunen für Familienfreundlichkeit ausgezeichnet
Neben Dortmund wurden Bochum und der Ennepe-Ruhr-Kreis für familienpolitische Einzelprojekte ausgezeichnet. In der Kategorie „Familienpolitisches Gesamtkonzept“ erhielten Detmold, Düsseldorf und Krefeld den Landespreis. Familienministerin Verena Schäffer würdigte das Engagement der sechs Preisträger und deren Beitrag zu einem familienfreundlichen Lebensumfeld.
Anhänge
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Lia Wellmann war Oberbürgermeisterin von Mini-Dortmund. Gemeinsam mit Bürgermeisterin Britta Gövert nahm sie gestern in Düsseldorf die Auszeichnung durch Ministerin Verena Schäffer entgegen. , 2 MB , JPEG Quelle: Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration -
Die Dortmunder Delegation mit Ministerin Schäffer (l.). Jugenddezernentin Monika Nienaber-Willaredt, Bürgermeisterin Britta Gövert und Jugendamtsleiter Jan Schröder (v.r.) gehörten auch zu dem Team, das Dortmund in Düsseldorf vertreten hat. , 2 MB , JPEG Quelle: Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration -
Die Ministerin im Gespräch mit Lennox, Bezirksbürgermeister von Mini-Dortmund. , 3 MB , JPEG Quelle: Dana Novković / Stadt Dortmund