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Schulbetrieb im Bestandsgebäude läuft während der Bauphase weiter

Moderne Schule mit Top-Ausstattung: Baubeginn für die neue Gerhart-Hauptmann-Grundschule ist für Sommer 2027 geplant

Inhalt bereitgestellt von: Pressestelle Stadt Dortmund

Die Gerhart-Hauptmann-Grundschule an der Unteren Pekingstraße in Schüren soll ein neues Gebäude und eine neue Zweifach-Sporthalle bekommen. Das hat der Rat der Stadt bereits beschlossen. Jetzt steht der kombinierte Planungs- und Ausführungsbeschluss an, und es gibt neue Details zu Projekt- und Zeitplan.

198 Kinder besuchen die Gerhart-Hauptmann-Grundschule zurzeit, sie ist damit intensiv ausgelastet. Es fehlt an Platz und modernen Räumen. Das gilt auch für die Offene Ganztagsschule, die im Kellerbereich und in Schulraumcontainern untergebracht ist. Insgesamt entspricht die Schule baulich nicht den heutigen pädagogischen und schulorganisatorischen Anforderungen. Hinzu kommt: Es besteht Bedarf für einen dritten Schulzug und damit auch für eine zweite Sporthalle.

Im November geht nun der kombinierte Planungs- und Ausführungsbeschluss in den Rat. Die Städtische Immobilienwirtschaft plant mit einem Baubeginn im Sommer 2027 und mit einer Fertigstellung im ersten Halbjahr 2030. Insgesamt 40,4 Mio. Euro investiert die Stadt in den Standort.

Schulgebäude mit drei Geschossen entsteht auf ehemaliger Grabeland-Fläche

Das neue dreigeschossige Schulgebäude mit den zwei Sporthallen kommt auf die Grabeland-Fläche, die an das Schulgrundstück grenzt. Für die Schulgemeinschaft hat das den großen Vorteil, dass der Unterricht in der Gerhart-Hauptmann-Schule normal weitergehen kann.

Damit die Schulgemeinschaft sich nicht nur wohlfühlt, sondern auch die besten Bedingungen für gemeinsames Lernen vorfindet, wird die dreizügige Schule als Clusterschule gebaut. Die Schulbauleitlinie der Stadt sieht eine Aufteilung in flexibel nutzbare Lern- und Unterrichtsbereiche vor.

In den Obergeschossen werden die Klassen eines Jahrgangs zu Jahrgangsclustern zusammengefasst. Jeder Bereich verfügt über drei Klassenräume, einen Mehrzweckraum mit Nebenraum, einen Betreuungsraum und eine Teamstation. Diese Räume gruppieren sich um eine gemeinsame Mitte. Sie dient als zentraler Treffpunkt und ist als Lern- und Aufenthaltsbereich vielfältig nutzbar. Darüber hinaus dient die Mitte als Verteiler und Erschließungszone.

Zwischen der zentralen Cluster-Mitte und den angrenzenden Räumen gibt es durch fest eingebaute Glasflächen direkte Sichtverbindungen. So kann die Schulgemeinschaft die Mitte jederzeit für unterschiedliche Aktivitäten mitnutzen. Zum Mehrzweckraum hin ist eine flexible Trennwand vorgesehen. Bei Bedarf lassen sich beide Bereiche öffnen und gemeinsam für klassenübergreifende Versammlungen und Veranstaltungen nutzen.

Die Pausenhalle erstreckt sich über drei Geschosse und bietet viel Aufenthaltsqualität dank einer Sitzstufenanlage. Im Forums- und Mensabereich gibt es viel Platz für Begegnung, Versammlung und Präsentation.

Die beiden Sporthallen sind übereinander angeordnet. Nicht nur die Schüler*innen, sondern auch Sportvereine werden sie nutzen.

Kalksandsteinblöcke sorgen für besonderes Aussehen

Die Neubauten werden überwiegend in massiver Bauweise errichtet. Dabei kommen Kalksandsteinblöcke für eine besonders schöne Optik zum Einsatz. Das Tragwerk der Dächer von Sporthalle und zentraler Halle der Schule wird mit nachhaltigen Holzwerkstoffen gebaut (Brettschichtholzbinder, Brettsperrholzdecke). Die Außenwände erhalten eine Wärmedämm-Verbundkonstruktion, bestehend aus Steinwolldämmung und Verkleidung mit Klinkerriemchen. Die Flachdächer werden als extensive Gründächer ausgeführt und erhalten Photovoltaikanlagen. Die Fenster werden als Aluminium-Fenster / Pfosten-Riegel-Fassade, teilweise auch in Holz-Aluminium Ausführung hergestellt. Ein außenliegender Sonnenschutz mit verstellbaren Lamellen hält die Räume im Sommer kühl und ermöglicht es, den Lichteinfall zu regulieren.

Weil der Neubau besonders klimafreundlich wird, kann die Stadt eine Förderung von bis zu zehn Prozent der Baukosten im Rahmen eines KfW-Programms beantragen.

Das sind die baulichen Pluspunkte fürs Klima:

  • Kompakte Baukörper für Schule und Sporthalle mit sehr günstigem Oberfläche-zu-Volumen-Verhältnis

  • Erfüllung der Bauteildämmwerte für das Effizienzgebäude 40

  • Beheizung der Gebäude mittels Luft-Wasser-Wärmepumpen

  • drei zentrale Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnungsgrad von über 80 Prozent

  • Errichtung von PV-Anlagen mit insgesamt mehr als 145kWP auf den Gebäudedächern

  • Ausführung der Dächer als extensive Gründächer

  • Trinkwassererwärmung für die Turnhalle über Luft-Wasser-Wärmepumpe

  • Dezentrale Warmwassererwärmung mittels elektrischer Durchlauferhitzer für einzelne Trinkwarmwasserzapfstellen

  • Energieeffiziente LED-Beleuchtung, überwiegend mit Präsenzsteuerung

Zukunft des Bestandsgebäudes

Die Denkmalbehörde untersucht derzeit einen möglichen Denkmalwert des Bestandsschulgebäudes von 1912. Unabhängig davon haben Untersuchungen ergeben, dass das Altgebäude weder für die Nutzung als Schule noch als Kita funktional und praktikabel ist.

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Planen & Bauen