Neue Chancen für qualifizierte Frauen: PerMenti NRW zieht erfolgreiche Bilanz
Das war noch einmal ein intensiver Austausch zum Abschluss: Im Saal Westfalia kamen Akteur*innen des Projekts „PerMenti NRW“ zusammen und blickten auf drei Jahre erfolgreicher Arbeit zur beruflichen Integration qualifizierter Frauen mit Flucht- und Migrationserfahrung zurück.
Seit 2023 unterstützt das Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen mit dem Projekt PerMenti NRW qualifizierte Frauen mit Flucht- und Migrationserfahrung bei ihrem Weg in den deutschen Arbeitsmarkt. Im Mittelpunkt stehen individuelle Begleitung, Mentoring, Qualifizierung und berufliche Vernetzung.
Zentrale Fragen sind: Wie können qualifizierte Frauen mit Flucht- und Migrationserfahrung ihre beruflichen Kompetenzen erfolgreich in Deutschland einbringen? Welche Unterstützung brauchen sie auf ihrem Weg in Beschäftigung, und welche Rolle spielen Mentoring, Netzwerke und innovative Ansätze dabei?
Großes Interesse am Projekt im Saal Westfalia
Mit diesen Fragen beschäftigte sich auch die Abschlussveranstaltung des Projekts „PerMenti NRW – Qualifiziert, engagiert und nicht zu bremsen. Berufliche Integration qualifizierter Frauen mit Flucht- und Migrationserfahrung“ gestern (1. Juli) im Saal Westfalia im Dortmunder Rathaus. Mehr als 100 Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft waren zusammengekommen, um auf die bisherigen Projekterfahrungen zurückzublicken und Perspektiven für die Zukunft zu diskutieren.
Bereits im Eingangsbereich wurden die Teilnehmenden durch acht Frauenporträts von Frauen eingestimmt. Sie gehören zur Ausstellung „Frauen auf ihren Erfolgswegen“ von Sophia e.V. und waren extra für die Abschlussveranstaltung nach Dortmund gebracht worden. Die Bilder erzählen die Geschichten der Frauen - warum sie ihre Heimat verlassen mussten und wie beschwerlich der Weg war, wieder Fuß zu fassen.
Ministerin Schäffer lobte das Projekt
Ministerin Verena Schäffer würdigte zu Beginn der Veranstaltung die Bedeutung des Projekts: „PerMenti NRW unterstützt qualifizierte Frauen mit Flucht- und Migrationserfahrung passgenau mit einem individuellen Mentoring. Die Teilnehmerinnen bringen vielfältige Kompetenzen, berufliche Erfahrungen und großes Engagement mit. Projekte wie PerMenti schaffen bessere Chancen für die Frauen bei ihrer beruflichen und gesellschaftlichen Integration. Zugleich leisten die Akteur*innen von PerMenti damit einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung und gesellschaftlichen Teilhabe in Nordrhein-Westfalen.“
Britta Gövert: PerMenti eröffnet berufliche Perspektiven und stärkt den Zusammenhalt
Dortmunds Bürgermeisterin Britta Gövert betonte in ihrer Ansprache die Bedeutung gemeinsamer Anstrengungen für eine erfolgreiche Integration: „Dortmund ist eine vielfältige Stadt, die von den Fähigkeiten und Erfahrungen ihrer Bürger*innen lebt. PerMenti NRW zeigt eindrucksvoll, was möglich wird, wenn Verwaltung, Bildungsträger, Unternehmen und Zivilgesellschaft zusammenarbeiten. Das Projekt eröffnet berufliche Perspektiven und stärkt gleichzeitig den gesellschaftlichen Zusammenhalt.“
Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Dortmund, Maresa Feldmann, ergänzte: „Berufliche Integration bedeutet wirtschaftliche Unabhängigkeit, gesellschaftliche Teilhabe und die Chance, eigene Kompetenzen einzubringen. Genau hier setzt PerMenti NRW erfolgreich an.“
Erfahrungsberichte: Erfolge durch persönliche Begleitung und praktische Unterstützung
Während der Veranstaltung berichteten Mentor*innen, Teilnehmerinnen und Arbeitgeber*innen von ihren Erfahrungen. Deutlich wurde dabei, welchen Unterschied persönliche Begleitung, praktische Unterstützung und berufliche Netzwerke für den Einstieg in den Arbeitsmarkt machen können.
Dr. Katy Teubener von den Grone Bildungszentren NRW zog eine positive Bilanz: „Die vergangenen drei Jahre haben gezeigt, wie wirksam Coaching, Qualifizierung und Praxisbegleitung im Zusammenspiel mit Mentoring sind. Viele Teilnehmerinnen konnten neue berufliche Perspektiven entwickeln, Beschäftigung aufnehmen oder ihre Qualifikationen sichtbar machen. Die Ergebnisse bestätigen, dass Investitionen in die Potenziale zugewanderter Frauen nachhaltig wirken.“
Wie Künstliche Intelligenz weiter helfen kann
Neben der Bilanz des Projekts richtete die Veranstaltung den Blick auch nach vorne. Ein Fachvortrag zum Einsatz Künstlicher Intelligenz im Bewerbungsprozess zeigte neue Möglichkeiten auf, qualifizierte neu zugewanderte Frauen beim Zugang zum Arbeitsmarkt zu unterstützen.
Die Veranstaltenden kündigten an, die erfolgreiche Arbeit fortzuführen. Ein Nachfolgeprojekt wird die bisherigen Erfahrungen aufgreifen und insbesondere die Potenziale Künstlicher Intelligenz für berufliche Integration und Teilhabe weiterentwickeln.
Anhänge
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Gruppenfoto zum Auftakt (v.l.): Olha Schevchenko-Makarenko, Dr. Katy Teubener, Bürgermeisterin Britta Gövert, Viktoriia Sviatchenko, Ministerin Verena Schäffer, Olha Bakina, Natalia Predkova, Tetiana Lemeshko, Betül Aydinli. , 2 MB , JPEG Olha Schevchenko-Makarenko, Ärztin und PerMenti-Teilnehmerin, Dr. Katy Teubener, Projektleitung PerMenti NRW Grone Bildungszentren gGmbH, Bürgermeisterin Britta Gövert, Viktoriia Sviatchenko, PerMenti-Teilnehmerin und Mitarbeiterin im Bereich Forderungsmanagement bei Creditreform, Ministerin Verena Schäffer, Olha Bakina, PerMenti-Teilnehmerin, Natalia Predkova, Expertin für technische Mechanik und Mitarbeiterin im Bereich Instandhaltung bei der DSW21, Tetiana Lemeshko, PerMenti-Teilnehmerin und Systemplanerin für Brandschutzanlagen bei LöschConcept, und Betül Aydinli, Permenti-Teilnehmerin und Studierende der Informatik.Quelle: Andreas Buck -
Gleichstellungsbeauftragte Maresa Feldmann, Bürgermeisterin Britta Gövert und Ministerin Verena Schäffer (v.l.) applaudieren. , 967 KB , JPEG Quelle: Andreas Buck -
Ministerin Verena Schäffer (l.) in der Gesprächsrunde mit Arbeitgeber*innern und beruflich erfolgreich integrierten Projektteilnehmerinnen. , 850 KB , JPEG Quelle: Andreas Buck -
Verena Schäffer, Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, spricht über das Projekt PerMenti. , 1 MB , JPEG Quelle: Andreas Buck -
Schon im Eingangsbereich wurden die Teilnehmenden durch acht Porträts von Frauen auf die Veranstaltung eingestimmt. Die Ausstellung erzählte, warum die Frauen ihre Heimat verlassen mussten und wie beschwerlich ihr Weg war, wieder Fuß zu fassen. , 582 KB , JPEG Quelle: Andreas Buck