Ortstermin auf der Wanderbaustelle in der Innenstadt-West
Neuer Graben bekommt Stück für Stück Rohre mit 12 Tonnen Gewicht und 2,40 Meter Durchmesser
Im Neuen Graben läuft schon seit Mitte Mai ein eindrucksvolles Bauprojekt: Der Eigenbetrieb Stadtentwässerung ersetzt auf rund 600 Metern ab Von-der-Recke-Straße bis Lindemannstraße den mehr als 100 Jahre alten Kanal durch ein modernes, größeres Bauwerk. Das Projekt ist so wichtig, weil der Altkanal Schäden hat und zu klein ist – und weil das neue Bauwerk das Quartier deutlich besser vor den Auswirkungen von Starkregenereignissen schützt. Am Donnerstag, 5. November, gab’s spektakuläre Bilder.
Ein Stück Kanalrohr mit dem gewaltigen Durchmesser von 2,40 Meter und einem Gewicht von zwölf Tonnen schwebte für alle sichtbar am Kran über der Baugrube. Beim Ortstermin hat das Team der Stadtentwässerung gezeigt, welche Technik später verborgen im Untergrund für viele Jahrzehnte still, leise und höchst effektiv die Entwässerung im Quartier sicherstellt. Der neue Kanal ist optimal auf die in den vergangenen Jahrzehnten gewachsene Anzahl der Nutzerinnen und Nutzer ausgelegt.
Oberbürgermeister Alexander Kalouti richtet den Blick auf die Menschen, die während der Bauzeit mit Einschränkungen leben müssen: „Ein so ein großes und langwieriges Bauprojekt ist eine Herausforderung für die Menschen vor Ort, die während der Bauzeit Einschränkungen und Belastungen ertragen müssen. Für die Geduld der Anwohnerinnen und Anwohner möchte ich mich bedanken. Der neue Kanal ist eine wichtige Investition in die Zukunft des Quartiers. Er wird bei Starkregen deutlich größere Wassermengen ableiten und erhöht den Schutz der Menschen im Viertel.“
„Die Dimensionen sind einzigartig“
Beim Ortstermin dabei waren neben Oberbürgermeister Kalouti auch Baudezernent Arnulf Rybicki, die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin der Innenstadt-West, Iris Bernert-Leushacke, weitere Gäste aus der Politik, Projektbeteiligte und die Leitung des Eigenbetriebs Stadtentwässerung. Dr. Christian Falk brachte die Gäste auf den neuesten Stand beim ersten Bauabschnitt. Der Technische Leiter der Stadtentwässerung erklärte, warum das Projekt auch für ihn aus den vielen Baumaßnahmen des Eigenbetriebs heraussticht: „Die Dimensionen hier sind einzigartig. Das betrifft zum einen die Größe und die Leistung des neuen Kanals. So etwas bauen wir nicht alle Tage. Im Neuen Graben müssen wir groß denken und groß bauen. Nur so schaffen wir es, für die kommenden Jahrzehnte eine Infrastruktur vorzuhalten, die die Anwohnerinnen und Anwohner auch bei Starkregenereignissen besser vor den Auswirkungen des Klimawandels schützt. Zum anderen sind auch Umfang und Dauer der Maßnahme ungewöhnlich. Wir bauen hier in rund drei Jahren insgesamt 1400 Meter Kanal und 32 Kontrollschächte neu.“
Die Arbeiten liegen im Zeitplan. Wenn die Wetterlage in der nächsten Zeit stabil bleibt und es zu keinen größeren Niederschlägen kommt, die die Baugruben mit zusätzlichem Wasser belasten, können die Arbeiten weiter zügig vorangehen.
Baustelle wandert von West nach Ost
Insgesamt ersetzt die Stadtentwässerung auf einer Länge von rund 600 Metern ab Von-der-Recke-Straße bis Lindemannstraße den Altkanal durch ein modernes, größeres Bauwerk. Die Arbeiten erfolgen in Abschnitten und wandern von Westen nach Osten. Der Neue Graben ist in Höhe der Wanderbaustelle jeweils voll gesperrt. Auch die Kanäle in den Seitenstraßen Straßburger Straße, Metzer Straße, Steubenstraße, Roseggerstraße und Haenischstraße erneuert die Stadtentwässerung in offener Bauweise.
Seit Ende Oktober arbeitet DONETZ zusätzlich zum ersten Bauabschnitt bereits zwischen Studtstraße und Einmündung Steubenstraße. In Vorbereitung für den Kanalbau legt DONETZ schon jetzt Versorgungsleitungen um, damit die nachfolgenden Arbeiten zügig fortgeführt werden können.
Die Gesamtkosten des Projekts betragen rund 15 Mio. Euro.
Anhänge
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Unübersehbar: Auf der Straße Neuer Graben arbeitet die Stadt am Abwasserkanal. Das Baufeld befindet sich im westlichen Teil des Neuen Grabens. Dort wird der alte Kanal durch einen modernen, deutlich größeren Nachfolger ersetzt. , 4 MB , JPEG Quelle: Stadt Dortmund / Stephan Schütze -
Oberbürgermeister Alexander Kalouti (2.v.l.) bedankte sich beim Ortstermin bei den Anwohnerinnen und Anwohnern für deren Geduld und Verständnis. Dr. Christian Falk (l.), Technischer Leiter des Eigenbetriebs Stadtentwässerung, beantwortete Fragen rund um das Projekt. Mit dabei waren auch die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin der Innenstadt-West, Iris Bernert-Leushacke, und Hansjörg Stricker, Geschäftsführer der Dortmunder Stricker Holding GmbH & Co. KG. , 3 MB , JPEG Quelle: Stadt Dortmund / Stephan Schütze -
Mit einem Gewicht von 12 Tonnen und einem Durchmesser von rund 2,4 Metern gehören die neuen Kanalrohre zu den größten, die die Stadtentwässerung jemals in Dortmund verbaut hat. , 4 MB , JPEG Quelle: Stadt Dortmund / Stephan Schütze -
Die einzelnen Rohre werden mithilfe eines Krans in die Baugrube abgesenkt. , 4 MB , JPEG Quelle: Stadt Dortmund / Stephan Schütze -
Auf der Baustelle geht es gut voran. Der neue Kanal ist optimal auf die in den vergangenen Jahrzehnten gewachsene Anzahl der Nutzerinnen und Nutzer ausgelegt. , 5 MB , JPEG Quelle: Stadt Dortmund / Stephan Schütze -
Am Donnerstag konnten sich die Gäste des Baustellentermins anschauen, welche Technik später verborgen im Untergrund für viele Jahrzehnte still, leise und höchst effektiv die Entwässerung im Quartier sicherstellt. , 4 MB , JPEG Quelle: Stadt Dortmund / Stephan Schütze -
Oberbürgermeister Alexander Kalouti, Dr. Christian Falk, Technischer Leiter Stadtentwässerung, Mario Niggemann, Kaufmännischer Leiter Stadtentwässerung, und Baudezernent Arnulf Rybicki beantworteten am Donnerstag viele Fragen rund um das Projekt (v.l.). , 4 MB , JPEG Quelle: Stadt Dortmund / Stephan Schütze -
Blick von oben: Die Kanalbaustelle wandert auf der Straße Neuer Graben von West nach Ost. , 4 MB , JPEG Quelle: Stadt Dortmund / Stephan Schütze -
Rund 2,4 Meter Durchmesser haben die neuen Rohre, die das Quartier bei Starkregenereignissen künftig deutlich besser schützen können. , 3 MB , JPEG Quelle: Stadt Dortmund / Stephan Schütze