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"nordwärts" wird zur „Koordinierungsstelle Großstadtquartiere“: Was in den Quartieren wuchs, soll nun ganz Dortmund stärken

Inhalt bereitgestellt von: Pressestelle Stadt Dortmund

Zehn Jahre "nordwärts" haben gezeigt, was möglich ist, wenn Menschen ihr Quartier mitgestalten. Diese Erfahrungen will die Stadt künftig in allen Dortmunder Stadtteilen nutzen – mit einer neuen Koordinierungsstelle für Großstadtquartiere.

Eine Dekade lang hat "nordwärts" den Blick auf die Stärken und Chancen der nördlichen Stadtbezirke gelenkt. Seit 2015 sind dabei mehr als 250 Projekte entstanden – von sozialen und kulturellen Angeboten über neue Treffpunkte und die Gestaltung von Höfen bis zu Projekten für Wirtschaft und Umwelt. Sieben der zwölf Dortmunder Stadtbezirke gehörten zum "nordwärts"-Gebiet.

Dabei ging es von Anfang an um mehr als Bauen und Stadtgestaltung. Menschen aus den Quartieren, Politik, Verwaltung, Wirtschaft und viele weitere Partner*innen haben gemeinsam Ideen entwickelt und umgesetzt. "nordwärts" hat gezeigt, wie viel entstehen kann, wenn Menschen ihr Umfeld mitgestalten und die Stadt sie dabei unterstützt. Diese Erfahrungen will die Stadt jetzt für ganz Dortmund nutzen.

Nah an den Menschen, offen für neue Ideen

Aus "nordwärts" könnte eine „Koordinierungsstelle Großstadtquartiere“ werden. Sie soll künftig Quartiere dabei unterstützen, eigene Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Sie soll Menschen, Initiativen und Einrichtungen mit den passenden Stellen in der Stadtverwaltung zusammenbringen und als Wegweiser durch die Verwaltung dienen.

Dabei sollen möglichst viele Menschen zu Wort kommen und sich einbringen können – unabhängig von Alter, Herkunft oder Lebenssituation. Die Stadt will Beteiligung in den Bezirken stärken und generationsübergreifende Formate unterstützen.

Wie das aussehen kann, zeigen bereits laufende Projekte: Der Höfe-Wettbewerb fördert die Umgestaltung von unbelebten Höfen in lebendige Treffpunkte. Die Förderung von Nachbarschaftsstrukturen und kleinteiligen Beteiligungsformaten führt zu gemeinsamen Stadteilfesten, Freizeitaktionen, Clean-Up-Aktionen, Workshops oder Kulturprojekten. Dazu gehört auch die Begleitung von Vereinen und Initiativen vor Ort. All das stärkt die Quartiere und Stadtteile. Die Menschen werden gestärkt und befähigt, sich einzubringen; neue Impulse und Projektideen entstehen.

Quartiere gemeinsam weiterentwickeln

Die neue Koordinierungsstelle soll auch dort ansetzen, wo Menschen ihr Wohnumfeld gestalten: in Nachbarschaften und Treffpunkten, auf Freiflächen, bei sozialen Angeboten oder gemeinsamen Aktionen. Sie soll vorhandene Netzwerke stärken, neue Kontakte herstellen und gute Ideen innerhalb der Stadt weitertragen.

Die Quartiere sind unterschiedlich und haben unterschiedliche Stärken, Herausforderungen und Bedürfnisse. Die Koordinierungsstelle soll deshalb gemeinsam mit den Menschen vor Ort passende Wege finden. Auch bestehende "nordwärts"-Projekte, die sich bewährt haben und die Nachbarschaft, Teilhabe oder das Zusammenleben stärken, sollen weiter unterstützt werden.

Sicherheit und Sauberkeit gehören dazu

Ein Schwerpunkt soll künftig auf Sicherheit und Sauberkeit liegen. Denn ob Menschen sich in ihrem Wohnumfeld wohl und sicher fühlen, prägt ihre Lebensqualität ganz wesentlich. Die Koordinierungsstelle soll deshalb auch Ideen aus den Quartieren aufgreifen, die das Sicherheitsgefühl stärken, öffentliche Räume beleben und dafür sorgen, dass sich Menschen gerne in ihrem Stadtteil aufhalten. Dortmund soll perspektivisch eine Stadt der lebendigen, lebenswerten und sicheren Stadtteile und Quartiere werden.

Wissen aus zehn Jahren bleibt erhalten

Das Dekaden-Projekt "nordwärts" endete am 31. Dezember 2025. Die Stadt will die dabei gewonnenen Erfahrungen, Kontakte und Arbeitsweisen nicht verlieren. Die geplante Koordinierungsstelle soll das Wissen aus den vergangenen zehn Jahren sichern und für die gesamte Stadt nutzbar machen. Dazu gehört auch der Blick auf die Frage, wie Beteiligung gut funktioniert, wie unterschiedliche Menschen erreicht werden und wie aus einer Idee im Quartier ein konkretes Projekt werden kann.

Der Verwaltungsvorstand empfiehlt dem Rat, die Erkenntnisse und Strukturen aus dem erfolgreichen Projekt "nordwärts" in dem neuen Format „Koordinierungsstelle Großstadtquartiere“ ab 2027 zu verstetigen. Zugleich nimmt der Rat den Abschlussbericht des Dekaden-Projekts zur Kenntnis.

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Engagement & Bürger*innenbeteiligung