Sofortpaket „Weiterführende Schulen“: Beide Schulen beginnen den Betrieb im kommenden Schuljahr an Interimsstandorten
Startschuss für neue Schulen: Gymnasium Wambel und Gesamtschule im Norden starten 2027
Das Sofortpaket „Weiterführende Schulen“ schafft zusätzliche Schulplätze in Dortmund. Dazu gehören auch das neue „Gymnasium Wambel“ und die „Gesamtschule im Norden“. Beide Schulen sollen bereits zum Schuljahr 2027/28 ihren Betrieb aufnehmen – zunächst an Interimsstandorten.
Zeitgleich werden die dauerhaften Schulgebäude für beide Schulen geplant und umgesetzt. Der Rat hatte am 1. Oktober die nächsten wichtigen Schritte für den Ausbau der weiterführenden Schulen in Dortmund festgelegt. Durch die Interimsstandorte können die beiden neuen Schulen bereits zum Schuljahr 2027/28 mit dem Unterricht beginnen. Sie bestehen aus modernen mobilen Raumeinheiten.
Interimsstandorte machen frühen Schulstart möglich
„Diese Interimsstandorte sind ein erster Schritt, durch den wir den Schulen einen frühen Start ermöglichen. Sie bieten den neuen Schulen von Beginn an moderne Lern- und Lebensräume und sind so geplant, dass sie mit den Jahrgängen mitwachsen können. Damit schaffen wir einen qualitativ starken Start und einen reibungslosen Übergang in die dauerhaften Standorte“, sagt Monika Nienaber-Willaredt, Dezernentin für Schule, Jugend und Familie.
Gelernt wird an beiden Interimsstandorten in schöner Atmosphäre. Baudezernent Arnulf Rybicki: „Wer an Schulcontainer denkt, denkt oft an spartanisch ausgestattete, unpersönlich eingerichtete Zweckräume. Doch dieses Bild stammt aus der Vergangenheit und ist längst überholt. Heute sind Schulcontainer hell, freundlich und mit modernster Raumtechnik ausgestattet. Wir können sie individuell an die Bedürfnisse und die pädagogischen Konzepte der Schulen anpassen. Die Einrichtung eines modernen Schulcontainers, so wie wir sie in Dortmund einsetzen, steht einem 'normalen' Klassenraum kaum nach. Und auch von außen können wir die Container mit farbigen Elementen so gestalten, dass sie einladend und freundlich aussehen."
Zweigeschossige Bauweise
Das Gymnasium Wambel startet an der Pothecke (Wambel Schleife) im Osten Dortmunds. Zum Schuljahr 2027/28 wird zunächst der fünfte Jahrgang aufgenommen. In den folgenden Jahren wächst die Schule jeweils um einen weiteren Jahrgang. Das zweigeschossige Interimsgebäude bietet Platz für die ersten drei Jahrgänge einer sechszügigen Schule. Der dauerhafte Standort des Gymnasiums wird an der Sendstraße entstehen.
Die Gesamtschule im Norden startet in Derne am Standort der ehemaligen Hauptschule an der Altenderner Straße 54. Auch hier beginnt der Schulbetrieb 2027 mit dem fünften Jahrgang und wächst anschließend jährlich weiter. Das zweigeschossige Interimsgebäude mit rund 4.158 Quadratmetern bietet Platz für drei Jahrgänge mit jeweils sechs Klassen. Nach dem Aufbau der Schule ist der Umzug an den dauerhaften Standort an der Preußischen Straße im Stadtbezirk Eving vorgesehen.
Gemeinsame Leitgedanken, unterschiedliche Profile
Die pädagogischen Konzepte wurden in den vergangenen sechs Monaten gemeinsam mit multiprofessionellen Teams aus Lehrkräften, Schulaufsicht und Fachbereich Schule entwickelt. Im Mittelpunkt stehen eine zeitgemäße Lernkultur, die individuelle Entwicklung der Schülerinnen und Schüler sowie die Verbindung der Schulen mit ihrem Stadtteil. Auch die Perspektiven umliegender Grundschulen sind in den Entwicklungsprozess eingeflossen.
Das Gymnasium Wambel setzt auf selbstreguliertes und selbstorganisiertes Lernen, individuelle Förderung und die Übernahme von Verantwortung für den eigenen Lernprozess. Lehrkräfte begleiten die Schülerinnen und Schüler als Lerncoaches. In der gebundenen Ganztagsschule werden Lernzeiten mit Bewegung, Erholung, gemeinsamer Mahlzeit sowie Beratungs-, Kultur- und Sportangeboten verbunden. Kooperationen mit Grundschulen, Vereinen, Institutionen, Hochschulen und Unternehmen ergänzen das Konzept.
Vielfalt der Schülerinnen und Schüler wird in den Mittelpunkt gestellt
Die Gesamtschule im Norden stellt das gemeinsame Lernen und die Vielfalt der Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt. Unterschiedliche Bildungswege und individuelle Lerngeschwindigkeiten sollen innerhalb einer gemeinsamen Schule möglich sein. Selbstreguliertes Lernen und Projektarbeit gehören ebenso zum Konzept wie eine erweiterte Feedback- und Leistungskultur mit Kompetenzrastern, Lernentwicklungsberichten, Coaching und Portfolios. Die Schule versteht sich als Schule im und für das Quartier. Sie möchte eng mit Einrichtungen, Vereinen und Initiativen im Stadtteil zusammenarbeiten.
Damit werden zwei eigenständige Schulen entwickelt, die unterschiedliche Schwerpunkte setzen und zugleich gemeinsame Grundgedanken verfolgen: individuelle Entwicklung, selbstständiges Lernen, eine wertschätzende Schulgemeinschaft und eine enge Verbindung zum jeweiligen Stadtteil.
Informationsveranstaltungen im November geplant
Im November sollen die beiden neuen Schulen und ihre pädagogischen Konzepte bei Informationsveranstaltungen vorgestellt werden. Die Termine und weiteren Informationen werden rechtzeitig bekannt gegeben.
So werden die Interimsquartiere aufgebaut
Die Interimsquartiere in Brackel und Derne werden aus rundum ausgestatteten, jeweils drei mal sechs Meter großen Containern gebaut. Es wird Lehrküchen und Mensen genauso geben wie Fachräume für Kunst, Musik, Chemie und Physik. Am Standort Brackel wird die Stadt insgesamt 315 Container-Module aufbauen mit einer Fläche von rund 5.670 Quadratmetern. In Derne sind es 364 Container und eine Fläche von 6.560 Quadratmetern.
Gebaut wird auf Schraubfundamenten, die einen schnellen Auf- und Rückbau ohne große Bodeneingriffe ermöglichen. Weil Gründung und Containerstellung parallel erfolgen können, ist die Bauphase recht kurz. Im Januar 2027 sollen die Arbeiten an beiden Standorten beginnen, für den Spätsommer ist der Einzug vorgesehen.
Anhänge
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Gruppenfoto nach der Pressekonferenz mit Kathrin Schrewe (Lehrerin an der Gilden-Europa-Grundschule), Sandra Pohl (schulfachliche Dezernentin für die Schulform Gymnasium der Bezirksregierung Arnsberg), Dennis Neumann (Leiter Fachbereich Schule), Monika Nienaber-Willaredt (Dezernentin für Schule, Jugend und Familie) und Frank Stewen (schulfachlicher Dezernent für die Schulform Gesamtschule der Bezirksregierung Arnsberg, v.l.). , 787 KB , JPEG Quelle: Stadt Dortmund / Roland Gorecki -
Die Klassenzimmer in einer aus Containern erbauten Schule sind hell und freundlich. Sie sind ausreichend groß, mit neuen Möbeln und mit einer digitalen Tafel ausgestattet. , 871 KB , JPEG Quelle: Stadt Dortmund / Roland Gorecki -
Essenszeit: Wie hier in der Gilden-Europa-Grundschule werden auch die Container-Schulen für Gesamtschule und Gymnasium ein Küche bekommen. , 911 KB , JPEG Quelle: Stadt Dortmund / Roland Gorecki -
Der Interimsstandort der Gilden-Europa-Grundschule von außen: Auch die Interimsstandorte für die neue Gesamtschule und das neue Gymnasium sind zweigeschossig geplant. , 992 KB , JPEG Quelle: Stadt Dortmund / Roland Gorecki