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„lokal willkommen“ stärkt Integration in Dortmunds Quartieren

Inhalt bereitgestellt von: Pressestelle Stadt Dortmund

Eine Zwischen-Evaluation bestätigt die nachhaltige Wirkung von „lokal willkommen“. Seit 2016 unterstützt das Angebot erfolgreich neu zugewanderte Menschen an ihrem Wohnort. Die EU-Förderung ermöglicht zusätzliche Beratung und neue Angebote in den Stadtteilen.

Dortmund setzt seinen erfolgreichen Weg bei der Integration von Neuzugewanderten konsequent fort. Mit „lokal willkommen“ bietet die Stadt seit 2016 eine verlässliche und wohnortnahe Anlaufstelle für Menschen, die in Dortmund eine neue Heimat gefunden haben.

Das erste Büro öffnete im Oktober 2016. Bis 2020 baute die Stadt das Angebot auf sieben Standorte aus. Heute decken diese Büros das gesamte Dortmunder Stadtgebiet ab. Damit finden Menschen in allen zwölf Stadtbezirken Unterstützung direkt in ihrem Quartier.

„Die Zahlen zeigen die große Bedeutung des Angebots: Von Oktober 2016 bis März 2026 zählte „lokal willkommen“ insgesamt 119.362 Kontakte. Die Teams erreichten dabei 6.897 Haushalte mit insgesamt 21.438 Menschen“, erläutert Sozialdezernentin Frauke Füsers.

Beratung direkt im Quartier

„lokal willkommen“ setzt auf drei wichtige Bereiche. An den Standorten erhalten Neuzugewanderte eine persönliche und vertrauliche Beratung. Die Teams nehmen sich Zeit für individuelle Anliegen und helfen dabei, passende Angebote und Ansprechpartner*innen zu finden.

Gleichzeitig arbeiten die Teams eng mit Menschen und Einrichtungen vor Ort zusammen. Dazu gehören unter anderem Vereine, Initiativen, Ehrenamtliche, soziale Dienste und weitere städtische Stellen. So kennen die Mitarbeitenden die Situation in den einzelnen Stadtteilen und können gezielt unterstützen.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil sind Orte für Begegnung. Sie bringen Menschen zusammen, fördern den Austausch und schaffen Möglichkeiten, sich im eigenen Stadtteil einzubringen.

EU-Förderung schafft zusätzliche Möglichkeiten

Seit Juni 2024 fördert auch die Europäische Union „lokal willkommen“ über den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF). Dadurch konnte das Angebot noch einmal um „Dynamische Dependancen“ erweitert werden.

Durch zusätzliche personelle Unterstützung konnten die Teams weitere kleinere Anlaufstellen in den Quartieren aufbauen. Gleichzeitig konnten sie die offenen Sprechstunden an den Hauptstandorten zu den etablierten Zeiten fortführen und ausweiten.

Menschen erhalten dadurch noch schneller Unterstützung. Neben den offenen Sprechstunden können sie zeitnah persönliche Beratungstermine vereinbaren.

Neue Angebote entstehen dort, wo sie gebraucht werden

Die engere Arbeit in den Stadtteilen bringt einen weiteren Vorteil. Die Teams erkennen gemeinsam mit den Menschen vor Ort, wo noch Angebote fehlen. Zusammen mit haupt- und ehrenamtlich Engagierten entwickeln sie passende Lösungen.

So entstanden unter anderem zusätzliche Sprachkurse und Angebote, die den Einstieg in den Arbeitsmarkt erleichtern. Auch Informationsveranstaltungen, Bewegungsangebote, Stadtteilfeste und weitere Möglichkeiten für Begegnung gingen daraus hervor.

Damit reagiert „lokal willkommen“ unmittelbar auf die Situation vor Ort. Die Unterstützung erreicht die Menschen dort, wo sie leben, und orientiert sich an ihren konkreten Bedürfnissen.

Zwischen-Evaluation bestätigt den erfolgreichen Weg

Eine Zwischen-Evaluation hat nun die bisherige Entwicklung des erweiterten Angebots untersucht. Das Ergebnis bestätigt die Bedeutung der wohnortnahen Arbeit. Die zusätzlichen Stellen ermöglichen eine noch gezieltere Unterstützung in den einzelnen Quartieren.

Der Bericht zeigt zugleich: Integration gelingt besonders gut, wenn viele Partner zusammenarbeiten. Städtische Fachbereiche, freie Träger, Ehrenamtliche und weitere Menschen und Einrichtungen in den Quartieren tragen gemeinsam dazu bei, dass Neuzugewanderte in Dortmund gute Möglichkeiten für Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben finden.

„lokal willkommen“ hat sich damit zu einem festen und geschätzten Bestandteil der Dortmunder Integrationsarbeit entwickelt. Das Angebot stärkt den Zusammenhalt und fördert das gute Miteinander in den Stadtteilen.

Finanzierung läuft bis Mai 2027

Die aktuelle Finanzierung aus EU-Mitteln und städtischen Mitteln läuft noch bis zum 31. Mai 2027. Für die Zeit danach gibt es bislang noch keine feste Finanzierung.

Gleichzeitig steigt die Zahl der Menschen, die sich an die „lokal willkommen“-Büros wenden. Die Nachfrage nach persönlicher Beratung und Unterstützung bleibt damit hoch.

Der Rat erhält den Sachstandsbericht zur Zwischen-Evaluation und zur Erweiterung von „lokal willkommen“ durch das AMIF-Projekt „Dynamische „lokal willkommen“-Dependancen“ zur Kenntnis. Damit liegt eine wichtige Grundlage für die weitere Entwicklung des erfolgreichen Angebots vor.

Schlagwörter

Kinder, Jugendliche & Familie Aufenthalt, Einbürgerung & Ausländerwesen Integration