Do-Mitte, Westfalenpark, Nähe Sonnenenergieforum, 44139 Dortmund
(Don) Quichotte, Bild 1
Beschreibung
Mit der 1964 entstandenen Skulptur „Don Quichotte“ greift Anselm Treese mit modernen Mitteln auf ein literarisches Thema zurück: Die Figur des Don Quichotte stammt aus dem 1605 erstmalig erschienen Roman von Miguel de Cervantes „Der sinnreiche Junker Don Quijote von der Mancha“. Der Roman ist eine Parodie auf die mittelalterlichen Ritter, in dem unter anderem Don Quichotte, die Hauptfigur, seine von Rost zerfressene Ritterrüstung putzt, die sich von seinen Ahnen noch erhalten hat. Den Zerfall und die Fragilität zeigt auch Anselm Treese in seiner überlebensgroßen Figur, dessen Gussmodell er 1961 aus zusammengeschweißten Alteisenteilen gefertigt hat. Auf dünnen Beinen steht eine ebenso wacklige Figur, die mit ausladenen Gesten ihre Präsenz zu bestärken versucht. Eine tragikkomische burleske Figur, wie schon ihr Vorbild in der Romanvorlage. SR
Weitere Bilder
(Don) Quichotte, Bild 1
(Don) Quichotte, Bild 2
(Don) Quichotte, Bild 1
(Don) Quichotte, Bild 2
Literatur Kunstwerk
Anselm Treese, hg. v. Stadt Dortmund, Alfons Spielhoff, Ausst.-Kat. VHS Dortmund/Fritz-Henßler-Haus, Dortmund 1961; Ruhr-Nachrichten, 3./4. Juni 1961; Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 29. September 1962; Otto Königsberger: Anselm Treese, Dortmund 1965; Anselm Treese: Anselm Treese. Rückblicke 1982-1955, Dortmund o. J, o. S.; 25 Jahre Westfalenpark Dortmund 1959-1984, hg. v. Grünflächenamt der Stadt Dortmund und Freundeskreis Westfalenpark e.V., Dortmund 1984, S. 65; Öffentliche Denkmäler und Kunstobjekte in Dortmund. Eine Bestandsaufnahme unter Leitung von Jürgen Zänker, erarbeitet von Iris Boemke u. a., Dortmund 1990, Nr. 324, S. 255; 50 Jahre Westfalenpark Dortmund. Kunst-Kulturführer, hg. v. Stadt Dortmund und Freundeskreis Westfalenpark e.V., Dortmund 2009, S. 51.
Literatur Künstler*in
Anselm Treese, hg. v. Stadt Dortmund, Alfons Spielhoff, Ausst.-Kat. VHS Dortmund/Fritz-Henßler-Haus, Dortmund 1961; Otto Königsberger: Anselm Treese, Dortmund 1965; Anselm Treese: Anselm Treese. Zur Information und Anregung. Der Bildhauer Anselm Treese zeigt Ergebnisse seines Schaffens, Dortmund 1972; Werner Warsinksy: Anselm Treese, in: Dortmunder Kulturarbeit, Heft 30/73; S. 19-22; Anselm Treese: Anselm Treese. Rückblicke 1982-1955, Dortmund o. J.; Westfälische Rundschau, 23. November 1987; Ruhr-Nachrichten, 4. August 1990; Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 15. August 1990; Ruhr-Nachrichten, 25. August 1990; Treese, Anselm: Wände und Mauern als Kunstobjekte, Dortmund 1993, S. o . A.; Ruhr-Nachrichten, 16. August 2000; Westfälische Rundschau, 16. August 2000; Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 16. August 2000; Ruhr-Nachrichten, 22. Juni 2004; Ruhr-Nachrichten, 23. Juni 2004; Ruhr-Nachrichten, 16. August 2005; Westfälische Rundschau, 17. August 2010; Ruhr-Nachrichten, 14. August 2010; https://de.wikipedia.org/wiki/Anselm_Treese [Abruf: 27.3.2014]; http://www.keom02.de/KEOM%202001/raum/hagen/treese_anselm.html [Abruf: 27.3.2014]
Biografie
Anselm Treese wurde am 16. August 1930 in Dortmund-Hörde geboren. Er machte zunächst eine Ausbildung zum Schreiner und arbeitete in diesem Beruf. Ab 1953 schloss er ein Studium an der Werkkunstschule zunächst in Lünen, dann in Dortmund bei Karel Niestrath ab. Seit seinem Studium war Treese als freischaffender Bildhauer tätig. Bereits in den 1950er Jahren wurden seine Werke „Aufschrei“, „Flamme“ und „Vergänglich“ in öffentlichen Gebäuden in Lünen aufgestellt. Bekannt wurde er in Dortmund spätestens mit seiner kontrovers diskutierten Betonplastik vor der Reinoldikirche, die 1975 fertig gestellt wurde. Treeses Arbeiten für den öffentlichen Raum, vorrangig Betonplastiken und Ziegelreliefs, finden sich im Ruhrgebiet und Umgebung. Er starb am 18. Juni 2004 in Dortmund. SR
Quelle
Lit. Zänker: 25 Jahre Westfalenpark, S. 65/Kunst und Kulturführer - 50 Jahre Westfalenpark, S. 51.
Weitere Kunst im öffentlichen Raum
Jahr:
1922, 1985 (Nachguss)
Sent M'Ahesa
Künstler*in: Bernhard Hoetger
Jahr:
2012
Dragobert d'Hoesch
Künstler*in: Almut Rybarsch-Tarry
Jahr:
1936
Denkmal für die Opfer eines Grubenunglücks von 1935
Künstler*in: Wilhelm Wulff
Jahr:
1956
Denkmal für die Opfer des Zweiten Weltkrieges
Künstler*in: Vorname? Endlich, Herwarth Schulte u. Heinrich Bayer
Jahr:
1946/47
Denkmal für die gefallenen Sowjets
Künstler*in: F. J. Kraus
Jahr:
1924/25
Mahnmal für die 1914/18 gefallenen Bürger aus Dortmund
Künstler*in: Friedrich Bagdons
Jahr:
1965
Haltet Frieden
Künstler*in: Curt Unger
Jahr:
undatiert
o. T. (Kunstobjekt )
Künstler*in: Künstler unbekannt
Jahr:
1988
Gedenkstein für die Alte Kolonie Zollern II
Künstler*in: Künstler unbekannt
Jahr:
1994
Mahnmal an der Bartholomäuskirche
Künstler*in: Theodor Nöker
Jahr:
1973
o. T. (aufgeblätterter Pfeiler)
Künstler*in: Horst Heckemüller, Theo Uhlmann, Axel Finke, Wolfgang Fräger
Jahr:
1973
o. T. (Schornstein)
Künstler*in: Horst Heckemüller, Theo Uhlmann, Axel Finke, Wolfgang Fräger
Jahr:
1994
Regenhexen
Künstler*in: Michael Odenwaeller
Jahr:
2005
Gedenktafel für den ersten Lütgendortmunder
Künstler*in: Theodor Nöker
Jahr:
2007
Gedenkstein für das 1125. Jubiläum von Kirchlinde