Kunst im öffentlichen Raum

Gedenktafel für die Widerstandskämpfer Gähner, Mörchel und Weber

Künstler*in:
Künstler unbekannt
Jahr:
o.J.
Technik und Material:
Bronze
Maße:
  • Höhe: 0,53 m
  • Breite: 0,73 m
  • Tiefe: 0,03 m
Kunstwerknr.:
44309-017
Standort:
Do-Brackel, Brackeler Hellweg 144, (Außenmauer) 44309 Dortmund
Gedenktafel für die Widerstandskämpfer Gähner, Mörchel und Weber
Gedenktafel für die Widerstandskämpfer Gähner, Mörchel und Weber, Künstler unbekannt

Die Gebrüder Mörchel waren führend an der Organisation des Widerstandes in Dortmunder Betrieben und Zechen beteiligt. Der Arbeiter Erich Mörchel (1908-1945), Mitglied der KPD, wurde im Juni 1933 festgenommen und im April 1934 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zu 1 Jahr und 1 Monat Gefängnis verurteilt. Anschließend wurde er bis Ende 1936 in das KZ Sachsenhausen eingewiesen. Während seiner Arbeit bei der C. Deilmann Bergbau GmbH wurde der Gesteinslehrhauer am 9. Februar 1945 von Gestapo-Beamten abgeführt. Man fand ihn am 19.April 1945 ermordet im Rombergpark. Der Bergmann Karl Mörchel (1903-1945) wurde 1934 wegen der Verbreitung illegaler Schriften angezeigt und Ende des Jahres wegen der „Vorbereitung zum Hochverrat“ zu 2 Jahren und 3 Monaten Gefängnis verurteilt. 1936 wurde er entlassen und fand im Mai 1937 Arbeit als Lehrhauer auf der Zeche Hansa und später auf der Zeche Westhausen. Am 9. Februar 1945 wurde er erneut festgenommen und am 19. April mit weiteren Opfern ermordet im Rombergpark aufgefunden. Paul Weber (1900-1945) war Mitglied im Christlichen Metallarbeiter-Verband. Von ihm ist nur bekannt, dass er bei den Dortmunder Stadtwerken arbeitete und sich bald nach der Machtübernahme durch Hitler dem Widerstand anschloss. Auch er wurde in den Februartagen des Jahres 1945 von der Gestapo ergriffen und ebenfalls Opfer der Gestapo-Morde im Rombergpark. „Durch die Einschleusung eines Spitzels gelang es der Gestapo, noch im Februar 1945 die meisten leitenden Funktionäre der Widerstandsorganisationen zu verhaften, soweit sie aus den Reihen der KPD kamen.“ (S.445) IF

Literatur Kunstwerk

Widerstand und Verfolgung in Dortmund 1933-1945, Günther Högl (Hg.), Ausst.-Kat. Stadtarchiv Dortmund in der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache, Dortmund 1992, S. 227 (Kat.Nr.393,Internationales Rombergpark-Komitee), S.445-449, S. 454 (Kat.Nr.851 u. 852 Internationales Rombergpark-Komitee), S. 456 (Kat.Nr.861, s.o.).

Quelle

Widerstand und Verfolgung in Dortmund 1933-1945, Günther Högel (Hg.), Ausst.-Kat. Stadtarchiv Dortmund in der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache, Dortmund 1992, S. 454 u. S. 456.

Weitere Kunst im öffentlichen Raum

Jahr: 1898
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks auf
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Denkmal für die Opfer der Grubenunglücke vom 4.7.1940, 16.3.1944 und 22.3.1979
Denkmal für die Opfer der Grubenunglücke vom 4.7.1940, 16.3.1944 und 22.3.1979

Künstler*in: Wilhelm Wulff

Jahr: 1936
Denkmal für die Opfer eines Grubenunglücks von 1935
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Künstler*in: Wilhelm Wulff

Jahr: 1927
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks vom 11. Februar 1925
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks vom 11. Februar 1925

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Jahr: nach 1920
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks am 8.8.1920
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks am 8.8.1920

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Jahr: 1954-1960
Mahnmal Bittermark
Mahnmal Bittermark

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Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks vom 16.5.1925
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Jahr: 1993
Gedenktafel für den jüdischen Friedhof
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Künstler*in: Künstler unbekannt

Jahr: 1956
Denkmal für die Opfer des Zweiten Weltkrieges
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Künstler*in: Vorname? Endlich, Herwarth Schulte u. Heinrich Bayer

Jahr: 1946/47
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Künstler*in: F. J. Kraus

Jahr: nach 1945
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Künstler*in: Künstler unbekannt

Jahr: 1924/25
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Künstler*in: Friedrich Bagdons

Jahr: 1965
Haltet Frieden
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Künstler*in: Curt Unger

Jahr: 1934, (Einweihung: 16.9.1934)
Kriegerdenkmal in Dorstfeld, Gefallene 1914-1918
Kriegerdenkmal in Dorstfeld, Gefallene 1914-1918

Künstler*in: Bildhauer: Heinrich Bayer; Architekt: Josef Wentzler;

Jahr: undatiert
o. T. (Kunstobjekt )
o. T. (Kunstobjekt )

Künstler*in: Künstler unbekannt