Ursprünglich war an der heutigen Stelle der „Knospenden Form“ im Blücherpark ein Wasserbecken mit Fontäne im Boden eingelassen. Jan Bormann erhielt den Auftrag, für diese Stelle ein neues Kunstwerk zu gestalten. In gleicher Größe des ehemaligen Wasserbeckens legte Bormann eine gepflasterte Fläche an. Auf ihr steht auf der einen Seite eine runde, rote, zu einer abstrahierten Knospenform formulierte Kugel, die als Brunnen konzipiert ist. Die runden Noppen an der Kugel aus rotem Tuffstein deuten das Pflanzliche an, gleichzeitig beeinflusst es im Betrieb den Lauf des Wassers an den runden Erhebungen vorbei. Gegenüber dieser Kugelform „schießen“ fünf schräg und in leichter Krümmung angeordnete Keilsteine aus einer Wölbung aus Pflastersteinen. Sowohl die Krümmung als auch der nahezu runde Abschluss der Steine verweisen auf die Kugel und setzten sich in Bezug zu ihr. Die Fläche zwischen Kugel und Keilsteinen ist mit Pflastersteinen gestaltet, die sich zur Kugel hin aufwölben und eine Art Podest bieten. Die skulpturalen Elemente, Kugel und Keilsteine sind aus schwedischem Granit. Das Brunnen-Skulpturen-Ensemble Bormanns lädt zum Spielen eine und gibt dem Blücherpark eine zusätzliche Aufenthaltsqualität. SR
Weitere Bilder
Knospende Form, Bild 1
Bild:Jürgen Spiler
Knospende Form, Bild 2
Bild:Jürgen Spiler
Knospende Form, Bild 1
Bild:Jürgen Spiler
Knospende Form, Bild 2
Bild:Jürgen Spiler
Literatur Kunstwerk
Anonym: Aus rotem Granit ein Brunnen für die Nordstadt, in: Ruhr-Nachrichten, 5. Oktober 1982; Anonym: Aus 10 Tonnen Granit entstand neuer Brunnen für den Norden, in: Westfälische Rundschau, 3. November 1982; Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 3. November 1982; Ruhr-Nachrichten, 3. November 1982; Anonym: Neuer Brunnen für die Nordstadt, in: Dortmunder Bekanntmachungen, 5. November 1982; Öffentliche Denkmäler und Kunstobjekte in Dortmund. Eine Bestandsaufnahme unter Leitung von Jürgen Zänker, erarbeitet von Iris Boemke u. a., Dortmund 1990, Nr. 305, S. 242; Jan Bormann. Metaphern. Arbeiten eines Bildhauers, Ausst.-Kat., Flottmann-Hallen, Herne 2009, S. 32 f.;
Literatur Künstler*in
Westfälische Rundschau, 16. August 1980; Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 16. August 1980; Dortmunder Gruppe / Dortmunder Künstlerbund (Hg.): 25 Jahre Dortmunder Gruppe, Dortmunder Künstlerbund. Eine Dokumentation, Bönen 1981, S. 50ff; Jan Bormann. Skulpturen, Erika A. Schäfer. Fotografien, hg. v. Oberstadtdirektor d. Stadt Herne, Alexander von Knorre, Jan Bormann und Erika A. Schäfer, Ausst.-Kat. Flottmannhallen Herne, Emschertalmuseum, Herne 1981; Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 12. Mai. 1982; Thomas Grygiel: Jan Bormann, in: Saur. Allgemeines Künstlerlexikon, Bd. 13, München, Leipzig 1996; S. 74; Jan Bormann. Metaphern. Arbeiten eines Bildhauers, Ausst.-Kat., Flottmann-Hallen, Herne 2009; Nadine Albach: Kratzen an der Freiheit der Kunst, in: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 21. November 2009; Anonym (Dema): Kunst im öffentlichen Raum wird vernachlässigt, in: Ruhr Nachrichten, 21. November 2012; Emschergenossenschaft (Hg.),Hans van Oyen: Die blaue Welle. Jan Bormann und das Neue Emschertal – Begegnung mit einem Künstler, Bönen 2014; http://www.schiffart.de/pdf/bormann_vita.pdf [Abruf: 11.03.2014]
Biografie
Jan Bormann wurde 1939 in Dortmund geboren. Er machte zunächst eine Ausbildung als Steinbildhauer, die er mit der Meisterprüfung abschloss und arbeitete einige Jahre in dem Handwerksberuf. Von 1965 bis 1969 studierte er Bildhauerei an der Städtischen Höheren Fachschule für Gestaltung, der späteren Fachhochschule bei Professor Herbert Volwahsen. Nach seinem Studium übernahm er bis 1978 eine Lehrtätigkeit an der FH Dortmund. Seit den 1970er Jahren entstanden zahlreiche Arbeiten im öffentlichen Raum im In- und Ausland. Zudem waren und sind seine Arbeiten in Einzelausstellungen, Gruppenausstellungen und auf Bildhauersymposien zu sehen. Bormann verwendet vorwiegend Naturstein und Holz in seinen plastischen Arbeiten. In neueren Werken sind auch andere Materialien wie Stahl zu finden. Jan Bormann lebt und arbeitet mit der Künstlerin Erika A. Schäfer in Castrop-Rauxel. SR
Weitere Kunst im öffentlichen Raum
Jahr:
1922, 1985 (Nachguss)
Sent M'Ahesa
Künstler*in: Bernhard Hoetger
Jahr:
2012
Dragobert d'Hoesch
Künstler*in: Almut Rybarsch-Tarry
Jahr:
1936
Denkmal für die Opfer eines Grubenunglücks von 1935
Künstler*in: Wilhelm Wulff
Jahr:
1956
Denkmal für die Opfer des Zweiten Weltkrieges
Künstler*in: Vorname? Endlich, Herwarth Schulte u. Heinrich Bayer
Jahr:
1946/47
Denkmal für die gefallenen Sowjets
Künstler*in: F. J. Kraus
Jahr:
1924/25
Mahnmal für die 1914/18 gefallenen Bürger aus Dortmund
Künstler*in: Friedrich Bagdons
Jahr:
1965
Haltet Frieden
Künstler*in: Curt Unger
Jahr:
undatiert
o. T. (Kunstobjekt )
Künstler*in: Künstler unbekannt
Jahr:
1988
Gedenkstein für die Alte Kolonie Zollern II
Künstler*in: Künstler unbekannt
Jahr:
1994
Mahnmal an der Bartholomäuskirche
Künstler*in: Theodor Nöker
Jahr:
1973
o. T. (aufgeblätterter Pfeiler)
Künstler*in: Horst Heckemüller, Theo Uhlmann, Axel Finke, Wolfgang Fräger
Jahr:
1973
o. T. (Schornstein)
Künstler*in: Horst Heckemüller, Theo Uhlmann, Axel Finke, Wolfgang Fräger
Jahr:
1994
Regenhexen
Künstler*in: Michael Odenwaeller
Jahr:
2005
Gedenktafel für den ersten Lütgendortmunder
Künstler*in: Theodor Nöker
Jahr:
2007
Gedenkstein für das 1125. Jubiläum von Kirchlinde