Kunst im öffentlichen Raum

Kriegerdenkmal in Berghofen, Gefallene 1870-1871, 1914-1918 und 1939-1945

Künstler*in:
Künstler unbekannt
Jahr:
1934 (Neuaufstellung heutiger Standort)
Technik und Material:
Granit
Maße:
  • Höhe: ca. 4 m
Kunstwerknr.:
44269-004
Standort:
Do-Berghofen, Berghofer Wald, 44269 Dortmund
Kriegerdenkmal in Berghofen, Gefallene 1870-1871, 1914-1918 und 1939-1945
Kriegerdenkmal in Berghofen, Gefallene 1870-1871, 1914-1918 und 1939-1945, Künstler unbekannt

Auf einer erhöhten, halbkreisrunden Anlage im Berghofer Wald erhebt sich ein quadratischer Pfeiler. Er steht auf einem mehrstufigen Sockel und ist mit säulenähnlichen Eckvorlagen versehen. Ein Adler hockt, fast bedrohlich lauernd, oben auf dem Pfeiler. Stammt er von einem älteren Säulen-Denkmal? Oder greift dieser Adler auf die Symbolik der als Triumphsäulen gedachten Denkmäler zurück, die nach 1871 entstanden sind? An der Vorderseite des Pfeilers stehen die Namen: „H. Brinkhoff / G. Reichel / H. Fliege / H. Brenne / K. Demandt / L. Scholl / A. Ludolf / G. Wilmsmann / F. Bellmann“ (Über der Inschrift war ein Eisernes Kreuz angebracht, das heute fehlt). Es sind die Namen der im Einigungskrieg 1870/71 gefallenen Berghofener. Als das Denkmal am 2. September 1934, ob seiner Neuaufstellung am heutigen Standort, mit einer nationalsozialistischen Inszenierung eingeweiht wurde, galt es den Gefallenen des Ersten Weltkrieges. Dazu sind hinter dem Pfeiler fünf schlichte Stelen aufgestellt, auf denen die 237 Toten den einzelnen Kriegsjahren nach aufgelistet sind.Mittlerweile ist an der Vorderseite des Pfeilers eine weitere Platte angebracht: „Zum Gedenken an die im Zweiten Weltkrieg Gefallenen.“ An dem Kriegerdenkmal im Berghofer Wald spürt man heute eine eher abstoßende unheimliche Stimmung, die aus dem nationalsozialistischen Entstehungskontext hervorgeht. Am Vorabend der Neueinweihung 1934 inszenierte man diese Atmosphäre mit Scheinwerferlicht. Wer dieses Denkmal entworfen und umgesetzt hat, ist unbekannt. SR

Literatur Kunstwerk

Dortmunder Zeitung, 20. Dezember 1933; Anonym: Ehrenmalweihe in Berghofen, in: Hörder Volksblatt, 1. September 1934; Anonym: Weihe des Ehrenmals in Dortmund-Berghofen, in: Dortmunder Zeitung, 2. September 1934; Anonym (Fe): Die Ehrenmalweihe in Berghofen, in: Hörder Volksblatt, 3. September 1934; Anonym: Ehrenmalweihe in Berghofen, in: Westfälische Landeszeitung – Rote Erde, 3. September 1934; Fachbereich Design der Fachhochschule Dortmund (Hg.): „Unsere tapferen Helden...“ Kriegs- und Kriegerdenkmäler und politische Ehrenmale – Dortmunder Beispiele, Essen 1987, o.S.; Öffentliche Denkmäler und Kunstobjekte in Dortmund. Eine Bestandsaufnahme unter Leitung von Jürgen Zänker, erarbeitet von Iris Boemke u. a., Dortmund 1990, Nr. 69, S. 82.

Biografie

Künstler unbekannt

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Künstler*in: Wilhelm Wulff

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Künstler*in: Friedrich Bagdons (Entwurf)

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Künstler*in: Künstler unbekannt

Jahr: 1956
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Künstler*in: Vorname? Endlich, Herwarth Schulte u. Heinrich Bayer

Jahr: 1946/47
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Künstler*in: F. J. Kraus

Jahr: nach 1945
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Künstler*in: Künstler unbekannt

Jahr: 1924/25
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Künstler*in: Friedrich Bagdons

Jahr: 1965
Haltet Frieden
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Künstler*in: Curt Unger

Jahr: 1934, (Einweihung: 16.9.1934)
Kriegerdenkmal in Dorstfeld, Gefallene 1914-1918
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Künstler*in: Bildhauer: Heinrich Bayer; Architekt: Josef Wentzler;

Jahr: undatiert
o. T. (Kunstobjekt )
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Künstler*in: Künstler unbekannt