Kriegerdenkmal in Wambel, Gefallene 1914-1918
- Höhe: Gesamthöhe ca. 3,3 m; Unterbau: ca. 0,55 m; Sockel: ca. 1,1 m; Skulptur: ca. 1,44 m
- Breite: Unterbau ca. 1,3 m; Sockel ca. 1,04 m; Skulptur ca. 0,7 m
- Tiefe: Unterbau ca. 1,35 m; Sockel ca. 1,04 m; Skulptur ca. 0,9 m
Bereits im August 1929 veröffentlichte ein dafür eingerichteter Ehrenmalsausschuss seinen Plan für ein Kriegerdenkmal der ehemaligen Gemeinde Wambel und sammelte dafür 47 Namen der dortigen Gefallenen. In der Platzfrage entschied sich der Denkmalsausschuss für den Friedhof am Nußbaumweg, „der demnächst geschlossen und dann als Volkserholungsstätte einer größeren Öffentlichkeit zugänglich gemächst wird“, heißt es in einem Artikel aus der Dortmunder Zeitung vom 26. Mai 1930. Der noch neue Hauptfriedhof nahe der Rennbahn hatte den Alten Wambeler Friedhof abgelöst, so dass dieser zu einer öffentlichen Grünanlage umgestaltet werden konnte.Die Bürgerschaft Wambels finanzierte das geplante Denkmal unter anderem mit Einnahmen aus dem Volksfest am 12. und 13. Juli 1930, das in der Gastwirtschaft Grube gefeiert wurde. Am 17. Mai 1931 fand die Einweihung statt. Kurz zuvor war das Denkmal mit roter Farbe beschmiert worden.Seine Gestaltung ist noch wesentlich geprägt vom Ausdruck der Trauer und Introvertiertheit: Auf einem quaderförmigen Kunststeinsockel, der an der Vorderseite die Inschriften „1914-1918“ und „Unsere Helden“ trägt, kniet eine Soldatenfigur aus Bronze mit abgenommenem Helm. Ihr Blick ist gesenkt, in ihrer linken Hand hält sie einen kleinen Lorbeerkranz, den sie im Begriff ist „am Grab eines gefallenen Kameraden“ (Dortmunder Zeitung, 26.5.1930) abzulegen. Der Berliner Bildhauer Victor Heinrich Seifert entwarf für das Kriegerdenkmal 1914/1918 auf dem Alten Friedhof Wambel diese in sich gekehrte, trauernde Figur, die weit entfernt ist von der nationalsozialistischen Formensprache mit ihrer herausfordernden Kampfbereitschaft, wie sie wenige Jahre später beispielsweise die Denkmäler in Huckarde (1933) oder Oespel/Kley (1938/1939) zeigen. SR
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