Performance - Spotshotbeuys
Spotshotbeuys bringt die zeitgenössische Tänzerin Silke Grabinger mit „Spot“, dem Roboterhund von Boston Dynamics, zusammen. Ausgehend von Joseph Beuys’ ikonischer Performance I Like America and America Likes Me untersucht das Stück das heutige Verhältnis von Mensch, Maschine und Technologie. Beuys’ mehrtägige Aktion, die er 1974 in der New Yorker Galerie René Block aufführte, verstand sich als eine Art Heilungsritual: In der intensiven Begegnung mit einem Kojoten – einem in vielen indigenen nordamerikanischen Kulturen spirituell verehrten Tier – suchte er eine Versöhnung zwischen dem technologisch „führenden“ Westen und den von Kolonisierung verdrängten Ursprungskulturen.
Grabinger kehrt dieses Setting nun um: Der Kojote erscheint als hochentwickelter Roboterhund Spot, der aus der „fortschrittlichsten“ technischen Gegenwart nach Europa zurückkehrt. Dadurch werden die Macht- und Gefahrenverhältnisse neu verhandelt: Wer bedroht wen? Wer kontrolliert – und wer wird gezähmt?
Im Zentrum der Performance stehen die brisanten Fragen nach dem Verhältnis von Mensch und Technologie, Körper und Maschine, Code und Kontrolle – und nicht zuletzt nach den Zuschreibungen zwischen Frau und Mann.
Eine Kooperation zwischen Silke Grabinger, Zirkus des Wissens und dem Institut für Robotik an der Johannes Kepler Universität Linz.
Veranstaltungsort
Akademie für Theater und Digitalität
Anschrift und Erreichbarkeit44147 Dortmund
Veranstalter
Akademie für Theater und Digitalität
Anschrift und Erreichbarkeit44147 Dortmund