Veranstaltungskalender

Unmute – Eine Reihe über das Sprechen im Konflikt

So 8. März 2026
18:30 bis 20:00 Uhr
Zu Gast: Hadija Haruna-Oelker und weiteren Gäst*innen
von Fr 20. Feb 2026 bis So 8. Mär 2026
Theater Dortmund - Schauspielhaus
Hiltropwall 15
44137 Dortmund
Preise

5,00 €

Alle Preise

Der 7. Oktober 2023 war ein Wendepunkt – nicht nur durch das Massaker der Hamas, sondern auch wegen seiner politischen und gesellschaftlichen Nachwirkungen in Deutschland. Seitdem hat sich der Raum des Sagbaren spürbar verengt. Die Debatten sind rauer, Zugehörigkeiten enger gezogen, Solidarität wird selektiv vergeben.

Antisemitismus wird zunehmend instrumentalisiert – nicht vorrangig, um jüdisches Leben zu schützen, sondern um Migration zu delegitimieren, linke Kritik zu diskreditieren und Zugehörigkeit neu zu definieren. Jüdische Stimmen werden vereinnahmt oder zum Schweigen gebracht. Muslimische und palästinensische Perspektiven geraten unter Generalverdacht. Wer sich nicht eindeutig verorten lässt, verliert den Platz im Gespräch.

Theater & Film Diskussion / Gespräch

In diesem Klima wird selbst Trauer politisch funktionalisiert. Rechte Akteure zeigen sich demonstrativ jüdisch-solidarisch – und bedienen dabei rassistische Narrative. Der sogenannte „neue Antisemitismus“ wird als Legitimation für migrationsfeindliche Politik herangezogen, während der strukturelle Antisemitismus der weißen Mehrheitsgesellschaft unangetastet bleibt. Die genozidale Gewalt in Gaza – die tausenden zivilen Opfer, die humanitäre Katastrophe, die kollektive Traumatisierung – wird aus dem öffentlichen Diskurs weitgehend ausgeblendet. Wer sie anspricht, riskiert soziale und berufliche Ausgrenzung.

Unmute ist eine Gesprächsreihe über diese Verengungen. Sie fragt, wie wir – trotz Widersprüchen, Schmerz und Angst – weiter miteinander sprechen können. Wie entstehen Räume, in denen Differenz nicht sofort aufgelöst werden muss? Wo findet Trauer Platz, ohne politisch vereinnahmt zu werden? Wie lässt sich Kritik an Krieg, Besatzung und Rassismus äußern, ohne mundtot gemacht zu werden? Und wie kann jüdische Angst und Wut öffentlich werden, ohne instrumentalisiert zu werden

Ausgangspunkt ist der Sammelband Trotzdem sprechen (Ullstein, 2024), herausgegeben von Lena Gorelik, Mirjam Zadoff und Miryam Schellbach. Zum Zeitpunkt seines Erscheinens war das Buch ein wichtiger Impuls – doch die Debatte hat sich seither weiter zugespitzt. Genau deshalb ist diese Reihe notwendig.

Die Abende verstehen sich als kritische Zwischenbilanz, kollektive Reflexion und Einladung zur Unsicherheit. Sprechen ist kein Automatismus – aber es bleibt notwendig.

Zu Gast
20.02.26: Asal Dardan
08.03.26: Hadija Haruna-Oelker und weiteren Gäst*innen
Moderation: Miryam Schellbach

Preise

Preise

5,00 €

Veranstaltungsort

Theater Dortmund - Schauspielhaus

Anschrift und Erreichbarkeit
Anschrift:
Hiltropwall 15
44137 Dortmund

Veranstalter

Theater Dortmund

Anschrift und Erreichbarkeit
Anschrift:
Theaterkarree 1-3 , ehem. Kuhstraße 12
44137 Dortmund

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Theater Dortmund - Schauspielhaus

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Bild: Sofia Brandes & Max Slobodda
Sa 21. Februar 2026
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Theater Dortmund - Schauspielhaus

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Bild: Sofia Brandes & Max Slobodda

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Bild: Sofia Brandes & Max Slobodda
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Uhrzeit nicht bekannt

Theater Dortmund - Schauspielhaus

Öffentliche Probe: Winterreise
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Luis Quintana steht vor einer hellblauen Pappe in hohem Gras.
Bild: Sofia Brandes & Max Slobodda

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Theater Dortmund - Schauspielhaus

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Bild: Birgit Hupfeld

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Bild: Sophie Gläßer
Mi 4. März 2026
19:30 bis 21:00 Uhr

Theater Dortmund - Schauspielhaus

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zur Veranstaltung Winterreise
Ekkehard Freye vor einem gelben Plakat vor einer Haustür. Er kniet auf einem orangenen Sessel.
Bild: Sofia Brandes & Max Slobodda

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Theater Dortmund - Schauspielhaus

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Bild: Sofia Brandes & Max Slobodda

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Theater Dortmund - Schauspielhaus

Der zerbrochne Krug