Vortrag: Jesus aus Davids Stamm
Die Kirchenfenster von Heilig-Geist aus dem Jahr 1942
Mitten im Bombenkrieg konzipieren Pfarrer Emil Rath, ein erklärter Gegner des Nationalsozialismus, und die junge Künstlerin Margarete Franke neue Kirchenfenster für die Heilig-Geist-Kirche in Dortmund. Das letzte Buch des Neuen Testaments, die Offenbarung des Johannes, wird in Schrift und Symbolen in Glasmalerei übersetzt. Dabei werden auch Davidsterne verwendet. Vor dem Hintergrund, dass jüdische Menschen ab 1941 gezwungen waren, dieses Symbol in der Öffentlichkeit zu tragen, kann die Verwendung dieses Zeichens in den Kirchenfenstern nur als Bekenntnis zur bleibenden Erwählung Israels gedeutet werden.
Der Alttestamentler Egbert Ballhorn von der TU Dortmund erläutert das einzigartige Bildprogramm des Fensterzyklus vor dem Hintergrund der biblischen Texte und der jahrhundertelangen Israelvergessenheit der christlichen Kirchen.
Eintritt frei
Kooperation: Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V., Kath. Kirchengemeinde Heilig Geist, Historischer Verein für Dortmund und die Grafschaft Mark e.V., Technische Universität Dortmund, Institut für Katholische Theologie
Veranstaltungsort
Heilig-Geist-Kirche
Anschrift und Erreichbarkeit44137 Dortmund