Umland Expo: ach kuhzunft / Brief tales for two meets Entretemps
Umland Expo ist zurück!
ach kuhzunft ist seit seiner Kindheit von Musik und Kunst gleichermaßen beeinflusst. Das Kunststudium brachte ihn der Musik näher und seit er als Musiker arbeitet, fühlt er sich der Kunst verbunden. Daher suchen seine Arbeiten oft deren Schnittstelle und führen zu Performances, Konzerten oder Installationen. Darüber hinaus kuratiert er experimentelle Konzerte, gestaltet Plattencover, töpfert, macht gelegentlich animierte Kurzfilme und moderiert eine Radiosendung. In seinen Solokonzerten verwebt ach kuhzunft Samples von vorproduzierten Kassetten mit anderen Klangquellen zu fließenden Klangstücken. Dazu sendet er die Signale durch unterschiedliche Effektgeräte auf seinem "Tischlein Elektrisch". Er verfolgt das Ziel, Erwartungen zu mißachten und improvisiert ohne Genregrenzen im Kopf. Jedes Konzert ist eine Klangsuche zwischen tonalen und atonalen Flächen, Rhythmen, Sprachfetzen, abstrakten und konkreten Geräuschen. Konzeptuell spielt ach kuhzunft auch Remix-Konzerte. Bei Doppelkonzerten wird dabei das Live-Set von anderen Musiker:innen aufgezeichnet und im direkten Anschluss als alleinige Klangquelle durch die Effektmaschinerie geschickt, um ein komplett neues Konzert zu ergeben. Bei anderen Gelegenheiten vertont er auch seine eigenen, eher experimentellen Kurzfilme oder auch ältere Stummfilme und verleiht Musik und Film dadurch eine weitere Dimension.
Brief tales for two meets Entretemps
Der „Dorf“-Saxophonist Jakob Jentgens über das Projekt:Es ist März 2025, mein zweiter Monat in der Cité internationale des Arts in Paris. Ich gehe über den Innenhof und da höre ich plötzlich eine Musik, die ich mir schon seit Jahren wünsche, so aber noch nie erlebt habe: Berückend schöne Interpretationen italienischer Renaissancemusik verwandeln sich einfühlsam in freie Improvisationen und zurück. Gespielt wird diese Musik von Anna mit Ihrer Flöte und Geige und Gianluca an der Laute. Später am Abend nach Ihrem gemeinsamen Konzert lerne ich die beiden kennen und schon am nächsten Tag sind wir verabredet, um gemeinsam zu spielen. Mit dabei ist mein enger Freund und langjähriger Duo-Partner Béla am Kontrabass. Gleich ist uns klar – wir wollen zusammen Musik machen. Jetzt freue ich mich sehr, dass wir alle vier in Dortmund im Domicil zusammen kommen. Bei der Umlandexpo spielen wir eine Musik zwischen Improvisation, Alter Musik und Jazz.
Anna Fusek wurde in Prag geboren. Sie studierte Violine, Blockflöte und Klavier mit dem Schwerpunkt Alte Musik in Rotterdam, Berlin und Basel. Außerdem studierte sie Philosophie und Musikwissenschaft in Berlin und Schauspiel in New York. Als Blockflötistin gab sie 2007 ihr Debüt in der Philharmonie Berlin; als Solistin auf allen drei Instrumenten gab sie ihr Debüt mit dem Orchestra della Toscana in Florenz 2017. Als Multi-Instrumentalistin leitet sie eigene Ensembles sowie gelegentlich auch Symphonieorchester wie das Symphonieorchester Orchestra della Toscana und das Symphonieorchester der Stadt Granada. Als Solistin hat sie mit namhaften Orchestern zusammengearbeitet, wie z.B. Akademie für Alte Musik Berlin, Venice Baroque Orchestra, Berliner Philharmoniker, WDR-Sinfonieorchester, Collegium 1704, Orchestra Il Pomo d'Oro und ist regelmäßig auf Konzert-Tournee in Europa, USA, Südamerika und Asien.
Sie ist außerdem als Performerin tätig, u.a. in ihrer eigenen Produktion „Alcinas Welt“ bei den Händel-Festspielen in Karlsruhe und Halle, in der Rolle des „Amor“ in der Opernproduktion „Calisto“ von Cavalli am Theater Basel und an der Frankfurter Oper, mit den Musiktheater-Kompanien „La Cage“ und „Nico and the Navigators“ sowie in Kunst-Performances von Michael Kleine. Seit 2017 beschäftigt sie sich mit ihrem Ensemble La Cosmologie de la Poire auch mit Komposition und Improvisation.
Gianluca Geremia wurde 1991 geboren und begann im Alter von zehn Jahren mit dem Spiel der Renaissancelaute dank des Projekts «Dolce Consort» unter der Leitung von Maurizio Baghin und Dario Pivato. Zwei Jahre später begann er mit dem Studium der Renaissancelaute an der SMAV (Schule für Alte Musik in Venedig) bei Massimo Lonardi, das er nach einigen Jahren am Konservatorium «Benedetto Marcello» fortführte. 2014 schloss er sein dortiges Studium bei Tiziano Bagnati mit Auszeichnung ab. Zwei Jahre später erhielt er am selben Institut, ebenfalls bei Bagnati, seinen Masterabschluss mit Auszeichnung im Fach Theorbe. Darüber hinaus studierte er zeitgenössische Komposition und Komposition/Kontrapunkt der Renaissance bei Riccardo Vaglini und Marco Gemmani. Gianluca Geremia ist Mitglied des Ensembles La Vaghezza, mit dem er den 1. Preis beim Internationalen Wettbewerb «Maurizio Pratola» (L’Aquila, 2016) sowie 2018 den 1. Preis, den Publikumspreis und den Bärenreiter-Preis der «Göttingen Handel Competition» gewann. La Vaghezza ist derzeit eines der Ensembles in Residence im Rahmen des Emerging+ Project, welches ein groß angelegtes europäisches Kooperationsprojekt zur Förderung neuer Talente in der Alten Musik ist. Geremia hat mit verschiedenen Formationen gearbeitet, darunter Modo Antiquo, Il Pomo d’Oro, dem Venice Baroque Orchestra, Les Musiciens du Louvre, Orchestra del Teatro La Fenice, Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI, der Bayerischen Kammerphilharmonie und dem Konzerthausorchester Berlin.
Béla Bluche (*1999) ist Kontrabassist, Komponist und erforscht verschiedene Stile wie Folklore, Klassik, Improvisation, Groove, Jazz und Rock. Seine Kindheit in Paris, wo er bis zum Alter von 20 Jahren lebte, prägte seine Begegnung mit verschiedenen Genres und Kulturen. Um seine Vielseitigkeit weiter zu vertiefen und die Feinheiten der einzelnen Stile zu verfeinern, absolvierte Béla Bluche mehrere Studiengänge. Zwischen diesen Stilen hat er sich eine eigene musikalische Heimat geschaffen, die von der Freude am Zusammenspiel und am gemeinsamen musikalischen Entdecken geprägt ist. Béla Bluche hat bereits auf zahlreichen Konzerten und internationalen Festivals die Bühne geteilt, unter anderem mit dem Orchestre de Paris, Les Dissonances, Entretemps, Dimitris Saroglou, Roman Pfeifer (Kammer-Elektronik), verschiedenen Erzähler:innen, Tänzer:innen und zahlreichen Künstler:innen der freien Szene in Deutschland und Frankreich.
Jakob Jentgens ist Saxophonist mit einem Schwerpunkt auf interdisziplinärer Zusammenarbeit und Improvisation. Er interessiert sich für Schnittstellen zwischen Tanz, Performance-Kunst, Storytelling und Musik. Zu seinen Projekten zählen u.a. The Dorf, CUMA Kollektiv (Folkwangpreis 2021), Entretemps (Jazz@undesigned Preis 2023) und das Ensemble SOL. Am Saxophon kombiniert er eine ausgeprägte melodische Sprache mit erweiterten Spieltechniken. Mit seiner künstlerischen Arbeit möchte er Hörgewohnheiten erweitern, Menschen berühren, Begegnungsmomente schaffen und im Spiel mit Ambiguität zu einem offenen Miteinander einladen. An der Folkwang Universität der Künste studierte er Jazz-Saxophon und Improvisation und war Teil des Free Interdisciplinary Performance Lab unter der Leitung von Marina Abramović.
Ort: Club
Einlass: 19:30 Uhr
Veranstaltungsort
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Anschrift und Erreichbarkeit44137 Dortmund
Veranstalter
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