Dortmunder Hafen
Mit dem ersten Spatenstich zum Bau des Dortmunder Kanalhafens am 9. Oktober 1895 begann eine weitere Ära des wirtschaftlichen Aufschwungs in der Dortmunder Stadtgeschichte. Bereits im Frühjahr 1898 war der Hafen fertiggestellt, sodass die Inbetriebnahme erfolgen konnte. Alle Gleisanschlüsse der Hafenbahn, Straßen und Gebäude sowie die Stadthafenbrücke waren ebenfalls fertiggestellt. Am 9. März 1899 lief der erste Frachtdampfer in den Hafen ein, und am 11. August 1899 übergab Kaiser Wilhelm II. den Dortmunder Hafen in einem Festakt seiner Bestimmung.
Aufgrund einer sprunghaft ansteigenden Frequenz, denn umgeschlagen wurden neben Erz und Steinkohle, nun auch Stahl, Baustoffe sowie Getreide etc., wurde der Hafen bereits ab 1907 erweitert. Bis 1911 entstanden mit dem Stadthafen, dem Mathies-Hafen und dem Marx-Hafen weitere Umschlagsplätze für den Güterverkehr. Von Beginn an entwickelte sich der Hafen zu einem bedeutenden innerstädtischen Industriegebiet und war in den Anfangsjahren zudem Sitz des Dortmunder Viehmarktes.
Der Erfolg des Dortmunder Hafens ist eng mit dem Bau des 1899 eröffneten Schiffshebewerks Henrichenburg verbunden. Dieses bedeutende Ingenieurbauwerk ermöglichte die Anbindung an den Dortmund-Ems-Kanal und damit an das westdeutsche Kanalnetz.
Heute ist der Hafen mit seinen zehn Hafenbecken Europas größter Kanalhafen. Als trimodaler Verkehrsknotenpunkt für Straße, Schiene und Wasser ist er ein wichtiger Standort für Industrie und Logistik sowie Arbeitsplatz für tausende Menschen.
Programm am Sonntag
12:30 und 14:30 Uhr
Führung über das Hafenareal mit Ute Iserloh, Kulturvergnügen, Dauer ca. 1,5 Std. Die Führung endet am Alten Hafenamt.
Merkmal: Rundgang/Führung im Freien
Veranstalterin: Stadt Dortmund, Untere Denkmalbehörde
Haltestellen: Hafen (U), Fußweg ca. 12 min; Immermannstraße/Klinikzentrum Nord, Fußweg ca. 14 min
Veranstaltungsort
Liegestelle "Herr Walter"
Anschrift und Erreichbarkeit44147 Dortmund