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Abenteuer Amsterdam: VHS und VR-Brille machen Sprachen lernen zum Erlebnis

Ein Spaziergang durch Amsterdam, ein Restaurantbesuch auf Englisch oder eine Reise nach Belgien – per Virtual Reality wird Sprachlernen an der VHS Dortmund zum Erlebnis. Ein innovatives Projekt zeigt, wie VR den Unterricht sinnvoll erweitert.

Bild: Stadt Dortmund / Marta Bamberg
VR-Unterricht in der VHS Dortmund.
Mit der VR Brille geht es nach New York oder Amsterdam - je nach Sprachunterricht, können realitätsnahe Situationen sprachlich erprobt werden.
Bild: Stadt Dortmund / Marta Bamberg

Ein Rundgang durch die Grachten von Amsterdam, eine virtuelle Entdeckungstour durch Belgien oder die Bestellung in einem englischsprachigen Restaurant – ohne Dortmund zu verlassen: Mit Virtual Reality (VR) eröffnet die Volkshochschule Dortmund neue Wege des Sprachenlernens. Die Lernenden „reisen“ mit einer VR-Brille in realitätsnahe Umgebungen und Situationen, beschreiben Orte als Sprachübung, präsentieren Sehenswürdigkeiten oder führen Gespräche mit virtuellen Gesprächspartnerinnen - und Partner.

„Man taucht einfach auf eine ganz andere Art und Weise in die Sprache ein“, sagt Dorothea Wünsch von der VHS Dortmund. „Die Rückmeldungen der Teilnehmenden zeigen, dass es ein besonderes Erlebnis ist. VR schafft authentische Sprechanlässe und wirkt motivierend.“

Zum Programm der VHS

Sprache erleben statt nur darüber zu sprechen

In einem Niederländischkurs erkunden die Teilnehmenden beispielsweise gemeinsam virtuelle Städte. Bis zu sechs Personen können gleichzeitig dieselbe Umgebung besuchen, Sehenswürdigkeiten entdecken und ihre Eindrücke auf Niederländisch beschreiben oder präsentieren. Sprachpraxis, Landeskunde und interkulturelles Lernen greifen dabei unmittelbar ineinander.

Zum Einsatz kommen Anwendungen wie Wander VR, Mondly VR oder Virtual Speech sowie eigens entwickelte virtuelle Lernräume. Je nach Kursziel trainieren die Teilnehmenden Gespräche mit KI-Avataren, lösen Aufgaben in virtuellen Umgebungen oder entdecken Orte auf der ganzen Welt. Dabei bleibt VR eine Methode unter vielen. „Wie ein digitales Quiz kann auch Virtual Reality je nach Lernziel eingesetzt werden“, erläutert Dorothea Wünsch. „Wann und wie die Technik genutzt wird, entscheiden die Dozentinnen und Dozenten gemeinsam mit den Teilnehmenden.“

Das ist VR

VR steht für virtuelle Realität: eine computergenerierte, immersive 3D-Welt, in die man mithilfe eines Headsets und Eingabegeräten eintaucht und aktiv interagiert. Sie kann reale Welt nachbilden oder völlig neue Umgebungen schaffen. „Immersiv“ (von lateinisch immergere = „eintauchen“) beschreibt ein Erlebnis, das so intensiv und realistisch gestaltet ist, dass man das Gefühl hat, mitten drin zu sein und die reale Umgebung um sich herum vergisst.

Hintergrund: VR ergänzt den Sprachunterricht sinnvoll

Bild: Stadt Dortmund / Marta Bamberg
VR-Unterricht an der VHS Dortmund.
Mit der VR -Brille können Teilnehmende Situationen hautnah erleben und in der neuen Sprache beschreiben. Auch Interaktion zwischen den Teilnehmenden ist möglich.
Bild: Stadt Dortmund / Marta Bamberg

Die VHS Dortmund setzt Virtual Reality gezielt als ergänzende Lehrmethode ein. Ziel ist es, den Sprachunterricht interaktiver, handlungsorientierter und immersiver zu gestalten sowie neue Zielgruppen für die Volkshochschule zu gewinnen. Dozentinnen und Dozenten und Weiterbildungslehrkräfte entwickelten dafür neue Unterrichtsformate, erprobten verschiedene VR-Anwendungen und reflektierten deren Einsatz in Workshops und Coachings.

Die Auswertung zeigt, dass Lehrkräfte VR als motivierende Ergänzung des Unterrichts erleben. Auch die Teilnehmenden gaben positive Bewertungen ab, insbesondere für das Eintauchen in virtuelle Lernwelten, die intensive Konzentration auf die Lerninhalte und die aktive Sprachanwendung.

Neue Kurse ab September: VR-Angebote laden zum Ausprobieren ein

Wie sich Sprachlernen mit Virtual Reality anfühlt, können Interessierte beim „Probier dich aus!“-Tag am Sonntag, 6. September, von 12 bis 16 Uhr an der VHS Dortmund in der Kampstraße selbst erleben. Auf dem Programm stehen unter anderem eine virtuelle Stadterkundung in den Niederlanden sowie „Englisch lernen in Virtual Reality“ mit interaktiven KI-Avataren.

Am 2. Oktober folgt mit „Entdecke die Niederlande und Belgien mit VR-Brille“ ein weiteres offenes Angebot. Außerdem starten im September viele Kurse, in denen die Dozentinnen und Dozenten Virtual Reality schon einsetzen. Oft werben sie damit auch in der Kursbeschreibung. So können Interessierte planen, ob sie auch gerne in virtueller Umgebung lernen wollen.

VHS Dortmund

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen und zum Sprachenprogramm gibt es unter vhs-dortmund.de.

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