Stadt Dortmund Wappen
Newsroom

Verkehr

Dortmund berät ÖPNV-Strategie bis 2035

Die Stadt will Bus und Bahn ausbauen und die Fahrgastzahlen steigern.

Dortmund stellt die Weichen für die Mobilität der Zukunft: Der Rat beschäftigt sich in seiner Sitzung im Juli mit einer Ausbau-Strategie für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bis 2035. Sie dient als Grundlage für den Nahverkehrsplan, der anschließend neu aufgestellt werden soll.

Nahverkehr soll gestärkt werden

Bild: Benito Barajas
Foto einer hellen Halle mit einer strahlend blauen Trennwand aus Glas und roten Linien.
Der ÖPNV soll in Dortmund weiter gestärkt werden.
Bild: Benito Barajas

Das Konzept heißt „Dortmund und die Region: Nach innen und außen vernetzte Stadt“ und ist Teil des „ Masterplans Mobilität 2030 “. Mit der vorgeschlagenen Strategie will die Stadt den ÖPNV stärken und die Mobilität in Dortmund nachhaltiger, effizienter und sozial gerechter gestalten. Dafür sollen Pkw-Fahrten auf umweltfreundliche Verkehrsmittel, insbesondere Bus und Bahn, verlagert werden. Die Stadtgesellschaft hat an der Strategie mitgewirkt: Die Dortmunderinnen und Dortmunder beteiligten sich in Dialogveranstaltungen, im Arbeitskreis Masterplan Mobilität 2030, in Workshops mit Akteurinnen und Akteuren und bei einer Online-Befragung.

Das Ziel: 28 Prozent ÖPNV-Anteil, 190 Millionen Fahrgäste

Ziel ist es, den Anteil des ÖPNV am Gesamtverkehr (Modal Split) bis 2035 von knapp 22 Prozent (gemessen im Jahr 2019) auf 28 Prozent zu steigern. Gleichzeitig soll der sogenannte Umweltverbund – bestehend aus ÖPNV, Rad- und Fußverkehr – künftig etwa zwei Drittel aller Wege der Dortmunderinnen und Dortmunder ausmachen.

Um dieses Ziel zu erreichen, muss das Angebot an Bussen und Bahnen deutlich ausgeweitet werden. Die jährlichen Fahrgastzahlen sollen von derzeit rund 120 Millionen auf bis zu 190 Millionen steigen. Dafür muss allerdings umfassend in Infrastruktur, Fahrzeuge, Personal und Servicequalität investiert werden. Mit den bisherigen Finanzierungssystemen ist das nicht zu erreichen.

Besseres, vernetztes Bus- und Bahnnetz

Das Konzept umfasst eine Vielzahl konkreter Punkte zum ÖPNV:

  • Nahverkehr auf der Schiene ausbauen und besser regional anbinden
  • Stadtbahnnetz weiterentwickeln
  • Busnetz leistungsfähiger machen und klar strukturieren
  • Angebote in den Abend- und Nachtstunden verbessern
  • barrierefreie Haltestellen und moderne Informationssysteme ausbauen
  • Konzept für Mobilstationen in Dortmund: sogenannte Mobilitätsknotenpunkte sollen verschiedene Verkehrsmittel besser miteinander verknüpfen
  • neue flexible Angebote wie On-Demand-Verkehre schaffen
  • Bussen und Bahnen schneller und zuverlässiger machen
    Zusätzlich spielen Digitalisierung, Automatisierung und klimaneutrale Antriebstechnologien eine zentrale Rolle.

Erreichbarkeit per Schiene ist eine der Stärken

Die Analyse zeigt, dass der ÖPNV in Dortmund bereits heute gut angenommen wird. Insbesondere das Angebot der Stadtbahnen, die Vielzahl an S-Bahn und Regionalbahn-Haltepunkten sowie die Erreichbarkeit innerhalb der Stadt sind Stärken. Verbesserungsbedarf besteht vor allem bei der Angebotsqualität in Randzeiten, der Barrierefreiheit sowie bei der Vernetzung mit anderen Verkehrsmitteln wie dem Fahrrad. Auch die Informations- und Servicequalität soll weiter ausgebaut werden.

Der nächste Schritt: Nahverkehrsplan neu aufstellen

Der Aufwand ist finanziell wie personell erheblich: Hohe Investitions- und Betriebskosten fallen an für Personal, Fahrzeuge und Energie. Fahrgeld-Einnahmen decken derzeit nur rund 63 Prozent der Kosten, der Rest wird querfinanziert. Das Verkehrsdefizit von DSW21 stieg in den zurückliegenden fünf Jahren um über 60 Prozent auf knapp 100 Mio. Euro (2025). Eine dauerhafte Ausweitung des Angebots ist unter der bestehenden Finanzierungsstruktur nicht möglich. Insbesondere für den Ausbau und Betrieb des ÖPNV werden zusätzliche Mittel benötigt.

Auf Grundlage der ÖPNV-Strategie bis 2035 wird die Stadt ihren Nahverkehrsplan neu aufstellen, um die kurz- und mittelfristigen Projekte zu konkretisieren. Bestehende Projekte sollen weiter vorangetrieben und schrittweise realisiert werden.

Schlagwörter

Mobilität & Verkehr Radverkehr

Weitere Nachrichten

Mehr Nachrichten
Bund fördert mit 4,1 Mio. Euro: Dortmunder Bäder gehen nicht baden
Di 29. September 2026
Schwimmbecken im Hallenbad Mengede
Bild: Sportwelt Dortmund
Rat entscheidet über weitere Schritte beim Schulbau und wichtige Projekte
Di 29. September 2026
Der neue Ratssaal von oben.
Bild: Stadt Dortmund
Welche Landmarken gehören in Dortmunds Skyline?
Mo 28. September 2026
Aus der Vogelperspektive ist die Dortmunder Innenstadt zu erkennen.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Perspektiven für das Azad-Haus am Hansaplatz vorgestellt
Mo 28. September 2026
Einige Menschen sitzen auf einem Haufen Teppich und halten eine Machbarkeitsstudie als Plakat in der Hand.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Dortmund zieht die Haushaltsbremse für das vierte Quartal
Mo 28. September 2026
Südseite des Dortmunder Rathauses aus der Vogelperspektive
Bild: Janus Skop
Stadt prüft, ob alle Hunde angemeldet sind
Mo 28. September 2026
Paar mit Hund auf Wiese vor Dortmunder Skyline
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Kein Olympia-Zuschlag: „Dortmund wird starke Sportstadt bleiben“
Sa 26. September 2026
Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze
Ausnahmetalent Matthew Aucoin bei den Dortmunder Philharmonikern
Fr 25. September 2026
Matthew Aucoin im Portrait. Er dirigiert ein Orchester.
Bild: Steven Laxton
Bühne frei für Jugendkultur: nachtfrequenz 2026 mit zehn Veranstaltungsorten
Fr 25. September 2026
Ein junger Mann steht vor einem DJ-Pult und legt Platten auf.
Bild: Miu-Wah Lok
Erste Studie: KI in Dortmunds Unternehmen
Do 24. September 2026
Eine Hand verbindet virtuelle Symbole
Bild: Adobe Stock / vegefox.com
Netzwerk „Be CAREful“ bringt Fachkräfte, Betriebe und Nachwuchs zusammen
Do 24. September 2026
Innenstadt-Nord
Hilfe im Alltag: Pflegefachkräfte begleiten Menschen zu Hause und in Einrichtungen.
Bild: Adobe Stock
Leben unter einem Dach: Tag des offenen Wohnprojekts
Mi 23. September 2026
Menschen sitzen an einer langen Tafel in einer alten Scheune
Bild: J. Schmalöer
Archäologinnen und Archäologen finden einzigartiges Werkstattareal der Römerzeit
Mi 23. September 2026
Ausgrabungsteam an der Grabungsstelle im Dortmunder Westen mit den Überresten eines Ofens zur Metallverarbeitung.
Bild: Roland Gorecki
Stadt Dortmund verhängt Haushaltssperre
Di 22. September 2026
Nebeneinander liegende Euroscheine
Bild: SXC
Zweite „Science Night“ macht Wissenschaft im Dortmunder U zum Erlebnis
Di 22. September 2026
Innenstadt-West
Eine Gruppe steht vorm Dortmunder U und hält Plakate der Science Night hoch.
Bild: Stadt Dortmund / Niklas Kähler