Olympia
Olympia in Dortmund? So stehen die Chancen
Der Countdown läuft, die Spannung steigt. KölnRheinRuhr mit Dortmund als Mitausrichter-Stadt oder München? Am Samstag, 26.09., entscheiden die Delegierten der außerordentlichen Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes, DOSB, im Kurhaus Baden-Baden, wer für Deutschland bei der Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 ins Rennen geht.
Bundespräsident Fank-Walter Steinmeier soll das Ergebnis am frühen Samstag Nachmittag verkünden.
Im Vorfeld hat die Evaluierungskommission des DOSB die Olympia-Konzepte der Bewerber geprüft und bewertet. Fest steht: Es wird ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Aber wo liegen die Stärken des Olympiakonzeptes der Rhein-Ruhr-Region? Darf sich Dortmund auf die Spiele freuen?
Rhein-Ruhr am häufigsten vorn
Die Ergebnisse der DOSB-Bewertung zeigen: KölnRheinRuhr liegt in vier von sieben Kategorien vorne (München zwei, Berlin eine). Den Spitzenplatz belegt die Region RheinRuhr bei
- den Athletinnen und Athleten im Dorf (93,82 Prozent)
- beim Eventpotenzial (90,55 Prozent)
- bei der internationalen Strahlkraft im Sport (86,79 Prozent)
- und bei der Unterstützung (95,08 Prozent).
Beim Eventpotenzial führt die Region RheinRuhr mit rund 15 Prozentpunkten, bei der Strahlkraft im Sport mit knapp neun Prozentpunkten Vorsprung. In der Kategorie Stabilität sieht die Bewertung die Region RheinRuhr nur einen Hauch hinter München (ein Prozent).
Kompakteste und inklusivste Spiele
Über 96 Prozent der Athletinnen und Athleten wohnen im zentralen Dorf in Köln-Kreuzfeld, bei den Paralympischen Spielen sogar alle. Nach den objektiven Kriterien des DOSB macht die Region RheinRuhr das beste Angebot für Deutschland. Das Fazit der Region RheinRuhr: Das wird ein ganz enges Rennen. KölnRheinRuhr bietet die kompaktesten, nachhaltigsten und spektakulärsten Spiele – und zugleich die demokratischsten und inklusivsten.
Vom Außenseiter zum Favoriten
Was die Region RheinRuhr im Bewerbungsprozess erreicht hat, ist bemerkenswert: Vor einem Jahr haben viele der Region RheinRuhr nur Außenseiter-Chancen gegeben. Jetzt ist KölnRheinRuhr kurz vor dem Ziel und liegt Kopf an Kopf mit der Konkurrenz.
Schon jetzt ist klar: Gewonnen haben alle, die sich Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland wünschen. Denn darum geht es – um Spiele in Deutschland.
Historische Bürgerbeteiligung
Herzstück der Bewerbung waren die
Konzept nach Bürgerwillen optimiert
Die Region RheinRuhr hat zugehört und nachgelegt: Nach den erfolgreichen Ratsbürgerentscheiden wurde das Konzept in enger Abstimmung mit den Sportfachverbänden und den Kommunen vor Ort weiter optimiert – unter anderem durch ein Athletes Performance Center zur Verkürzung der Reisezeiten und Anpassungen im Sportstättenkonzept.
Am Ende steht ein Ergebnis, das Maßstäbe setzt: 17,6 Millionen mögliche Tickets als Weltrekord. Dazu kommt der breite gesamtgesellschaftliche Rückhalt: Alle demokratischen Fraktionen im Landtag haben sich für die Spiele ausgesprochen. Alle Ratsparlamente haben sich mit klaren Beschlüssen hinter das Konzept gestellt – das gibt es so nirgendwo anders. Mehr als 40 Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen (sechs DAX-Konzerne, über zwei Millionen Beschäftigte), der DGB NRW und unternehmer.nrw stehen gemeinsam hinter der Bewerbung.
Wie Nordrhein-Westfalen schon jetzt von der Bewerbung profitiert
- Schon der Weg hat sich gelohnt – unabhängig vom Ausgang.
- Sportmilliarde: rund eine Milliarde Euro für den Sport – für Vereine, Bäder und kommunale Sportstätten.
- Zusätzliche Impulse für den Sport: bis zu 3,5 Millionen Euro für die Trainervergütung im Nachwuchsleistungssport, 1 Millionen Euro für die Gewinnung von Übungsleiterinnen und Übungsleitern, 2 Millionen Euro für die Sportförderung im gebundenen Ganztag.
- 10 Punkte-Offensive für Para Sport und Inklusion: Schaffung bester Bedingungen für Athletinnen und Athleten, für Nachwuchsgewinnung und für Barrierefreiheit und Inklusion.
- Anreize für den Leistungssport: Einführung einer eigenen Medaillenprämie und Erhöhung der Teilnahmeprämie für Athletinnen und Athleten bei Olympischen und Paralympischen Spielen aus Nordrhein-Westfalen.
- Einführung der „NRW-Sportgrundschulen“ zur Förderung der sportlichen Entwicklung der Grundschülerinnen und Grundschüler in Nordrhein-Westfalen.
- Der Ausbau des Rhein-Ruhr-Express läuft ohnehin – die Bewerbung hat ihn zusätzlich beschleunigt.
- Die Bewerbung hat ein echtes Olympia-Fieber ausgelöst und neuen Stolz geweckt. Sport verbindet – gerade in polarisierten Zeiten.
- Die Bewerbung hat auch alle aktiv beteiligten Stakeholder für künftige Aufgaben zusammengeschweißt – über Parteigrenzen oder Städte-Rivalitäten hinweg.
- Die Bewerbung hat das Prädikat „Sportland Nr. 1“ untermauert.
- Das Erbe der Bewerbung ist ein Gewinn für unser Land – ganz gleich, ob wir am Ende Gastgeber werden.
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