Stadt Dortmund Wappen
Newsroom

Stadtentwicklung

Westfalenhütte 2.0: Neue Pläne auf historischem Boden

Innenstadt-Nord

Neuer Entwicklungsschritt für die Westfalenhütte: Die Stadt Dortmund und thyssenkrupp Steel wollen ihre Vereinbarungen gemeinsam fortschreiben. Durch eine räumliche Neuordnung einzelner betrieblicher Nutzungen könnten 18 Hektar nördlich des Borsigplatzes für ein Technologie- und Gewerbequartier frei werden.

Die Westfalenhütte steht vor einem neuen Entwicklungsschritt. Die Stadt Dortmund und thyssenkrupp Steel planen, die Flächen des insgesamt 355 Hektar großen Areals zu optimieren und neu zu sortieren. Dadurch entstünde Platz für ein hochmodernes, 18 Hektar großes Technologie- und Gewerbequartier am Borsigplatz.

Neue Idee als strategische Chance für den Standort

Bild: Roland Gorecki
Blick auf freie Flächen, die in Zukunft zum neuen Park an der Westfalenhütte gehören werden.
Für die Stadt, insbesondere für das Borsigplatz-Quartier, eröffnet sich durch die Pläne die Möglichkeit, das Areal des geplanten Parks „Grüner Ring“ besser mit der Nordstadt zu verbinden – ein großes und nachhaltiges Plus an Lebens- und Aufenthaltsqualität.
Bild: Roland Gorecki

Im Jahr 2022 hatten Stadt Dortmund und thyssenkrupp Steel eine städtebauliche Vereinbarung zur Entwicklung von Teilflächen der Westfalenhütte geschlossen, die nicht mehr für den laufenden Produktionsbetrieb erforderlich sind. Zudem vereinbarten sie die Umsetzung der Hoeschallee. Seitdem haben die Partner bereits wesentliche Maßnahmen planmäßig umgesetzt. Die Stadt Dortmund hat erhebliche Investitionen in die Vorbereitung und Realisierung der verkehrlichen und technischen Infrastruktur geleistet.

Durch den Wegfall der Landesförderung für die Erschließungsmaßnahmen Hoeschallee und Westfalenhüttenallee sowie weiterer Infrastrukturmaßnahmen ist gegenüber den Annahmen des Vertragswerks 2022 ein neues Zeitfenster entstanden. Gleichzeitig werden derzeit Möglichkeiten geprüft, die Werksstruktur auf dem Standort zu konzentrieren, weiterzuentwickeln und beispielsweise Logistikflächen effizienter anzuordnen. Dadurch könnten zusätzliche Entwicklungsperspektiven für bislang nicht frei verfügbare Flächen entstehen. Die Projektpartner nutzen diese Situation als strategische Chance, das Gelände noch einmal neu zu denken und zu qualifizieren.

Diese potenzielle Weiterentwicklung des Rahmenplans und der vertraglichen Grundlagen aus dem Jahr 2022 wird als das Projekt „Westfalenhütte 2.0“ bezeichnet.

Lageplan: So könnte sich die Fläche entwickeln

Ein neues „Quartier im Grünen Ring“ für die Nordstadt

Die geplante Neuordnung einzelner Flächen des Unternehmens ermöglicht den Projektpartnern, auf der freiwerdenden 18 Hektar großen Fläche (Teilflächen C1 bis C3) einen modernen Wirtschaftsraum im Sinne der Wirtschaftsflächenstrategie der Stadt zu schaffen. Ansiedeln könnten sich dort technologieaffine Dienstleistungen, Verwaltung sowie Forschung und Entwicklung. Bestehende thyssenkrupp-Bereiche aus Forschung und Entwicklung sowie Verwaltung verbleiben vor Ort und würden den Ankerpunkt des neuen Quartiers bilden.

Gleichzeitig könnte die Bevölkerung profitieren: Für die Stadt, insbesondere für das Borsigplatz-Quartier, eröffnet sich dadurch die Möglichkeit, den geplanten Park „Grüner Ring“ besser mit der Nordstadt zu verbinden – ein großes und nachhaltiges Plus an Lebens- und Aufenthaltsqualität.

Verkehrswege und Stadtbahnverlauf müssten umgeplant werden

Die veränderte Aufteilung des Werksgeländes hätte Auswirkungen auch auf die Verkehrsplanung. Stadt und thyssenkrupp Steel müssten deshalb die Pläne für Straßen und Stadtbahn zum Teil neu ordnen. Unter anderem müsste die geplante Stadtbahntrasse im Bereich Oesterholzstraße und Springorumstraße angepasst werden. Auch der Kreuzungsbereich Hoeschallee müsste überprüft werden. Weil die bisher vorgesehene Werksunterführung entfallen würde, könnte der Knotenpunkt noch eine neue Erschließung für das frei gewordene Technologie- und Gewerbequartier aufnehmen.

Balance zwischen industriellen Belangen und städtischer Zukunft

Vom Konzept „Westfalenhütte 2.0“ würden beide Partner profitieren. Für thyssenkrupp Steel haben störungsfreie Abläufe sowie die Wahrung der betrieblichen und sicherheitsrelevanten Anforderungen des Werksgeländes hohe Priorität.

Die Stadt Dortmund und thyssenkrupp Steel müssen als nächste Schritte die Machbarkeit weiter gemeinsam prüfen. Dazu zählen unter anderem die finanziellen Rahmenbedingungen, die Anpassungen der rechtlichen Vertragsvereinbarungen sowie die neue städtebauliche Planung mit neuem Rahmenplan. Eine Entscheidung zur Machbarkeit und Umsetzung soll bis Ende 2027 betroffen werden

Über die Westfalenhütte

Mit einer Gesamtfläche von rund 355 Hektar ist die Westfalenhütte das größte zusammenhängende Industrieareal Dortmunds und flächenmäßig fast doppelt so groß wie der PHOENIX See und PHOENIX West zusammen. Seit Ende der 1990er-Jahre entwickelt sich der Standort kontinuierlich weiter: von der Primärstahlindustrie hin zu einem diversifizierten Mix aus moderner Logistik, zukunftsgerichteter Stahlveredelung (wie der 2022 neu gebauten Feuerbeschichtungsanlage 10) sowie neuen Wohn- und Parkanlagen mit dem Karlsquartier und dem Park „Grüner Ring“.

Schlagwörter

Wirtschaft

Weitere Nachrichten

Mehr Nachrichten
Zwei Blindgänger im Westfalenpark müssen heute noch entschärft werden – B1 wird gesperrt
Mi 21. Oktober 2026
Innenstadt-West
Der entschärfte Blindgänger wird abtransportiert.
Bild: Stadt Dortmund / Christian Stein
Quereinstieg: Stadt sucht Verstärkung für den Kommunalen Ordnungsdienst
Mi 21. Oktober 2026
Ein neues Herz für den Westfalenpark: Grundstein am Zentralplatz gelegt
Mi 21. Oktober 2026
Vier Personen deuten einen Spatenstich auf einer Baustelle im Westfalenpark an.
Bild: Stadt Dortmund / Oliver Schaper
H-Bahn fährt künftig fast bis zum Stadion
Di 20. Oktober 2026
Hombruch
Zu sehen ist das Modell einer Schwebebahn.
Bild: DSW 21
Welttag der Statistik: Kennen Sie diese Dortmunder Zahlen und Fakten?
Mo 19. Oktober 2026
Kleiner Junge mit Baby-Geschwisterchen im Arm
Bild: Adobe Stock / Tomsickova
Blick in die Vergangenheit: Artefakte aus Kriegsgefangenenlager Stalag VI D
Mo 19. Oktober 2026
Innenstadt-West
Dr. Ingmar Luther, Leiter der Unteren Denkmalbehörde
Bild: Stadt Dortmund / Oliver Schaper
Zehn Jahre „lokal willkommen“: Dortmund stärkt den Zusammenhalt vor Ort
Mo 19. Oktober 2026
lokal willkommen 10 Jahre Jubiläum im Rathaus.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Wambel und Derne bekommen 2027 neue weiterführende Schulen
Fr 16. Oktober 2026
Schulhof der Containerschule in Dortmund.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
City-Ring für Heinz Overkamp
Fr 16. Oktober 2026
Aplerbeck
Portrait von Heinz Overkamp
Bild: Privat
greenhouse.ruhr zeichnet die besten Gründungsideen 2026 aus
Fr 16. Oktober 2026
Bild: Wirtschaftsförderung Dortmund/ Andreas Buck
Energiewende in der Mietwohnung: Infoveranstaltung klärt auf
Fr 16. Oktober 2026
Ein Solarpanel.
Bild: Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie
Neues Graffiti: In Dortmund blüht selbst der Beton
Fr 16. Oktober 2026
Huckarde
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
In Schüren wird gebaut: Fahrbahnsanierung und Fahrradzone
Do 15. Oktober 2026
Aplerbeck
Bild: Stadt Dortmund / Hendrik Konietzny
EngagementDO bringt gemeinnützige Organisationen zusammen
Mi 14. Oktober 2026
Ehrenamtliche liegen im Rathaus auf dem Boden, in der Mitte steht in großen Lettern "Danke!".
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Hoher Informationsbedarf: Zweite Veranstaltung zum Neubau der A45-Brücke geplant
Mi 14. Oktober 2026
Lütgendortmund
Die A45-Brücke an der Martener Straße mit einer Bahnstrecke.
Bild: Stadt Dortmund