Stadt Dortmund Wappen
Newsroom

Sicherheit & Ordnung

„kick west“: Neuer Drogenhilfe-Standort vor dem Start

Der neue Entlastungsstandort für den Drogenkonsumraum an der Rheinischen Straße 111 öffnet am Montag, 26. Oktober. Er soll den stark ausgelasteten Standort am Grafenhof in der City ergänzen und die Situation für drogenkonsumierende Menschen verbessern.

Informationen zum Datenschutz von dortmund.de finden in der städtischen Datenschutzerklärung .

Zweiter Drogenkonsumraum in Dortmund

„Die offene Drogenszene stellt Dortmund vor erhebliche Probleme. Der neue Entlastungsstandort ist ein wichtiger Schritt, um die Situation in der Innenstadt zu verbessern und zusätzliche Kapazitäten für die Suchthilfe zu schaffen. Er verschafft uns am Grafenhof perspektivisch mehr Handlungsspielraum, bis ein neuer und größerer Drogenkonsumraum an einem anderen Standort in Betrieb geht. Zugleich müssen wir genau beobachten, wie sich das Umfeld entwickelt. Wenn Probleme auftreten, werden wir konsequent reagieren“, sagt Oberbürgermeister Alexander Kalouti.

Zusätzliche Kapazitäten für die Suchthilfe

Bild: Stadt Dortmund / Oliver Schaper
Ein Blick in den Drogenkonsumraum Kick West. Es ist rechts eine lange Tischreihe zu sehen, davor stehen Stühle.
Eindrücke aus dem Entlastungsstandort an der Rheinischen Straße.
Bild: Stadt Dortmund / Oliver Schaper

Die neue Einrichtung ist als temporärer Standort vorgesehen – so lange, bis die in der aktuellen Vorlage der Verwaltung vorgeschlagenen Bausteine umgesetzt sind. Betreiberin ist die aidshilfe dortmund e. V. im Auftrag der Stadt Dortmund.

Erwartet werden täglich 30 bis 40 Nutzerinnen und Nutzer. In der Einrichtung stehen drei Plätze für den intravenösen und fünf Plätze für den inhalativen Konsum zur Verfügung. Der gegenüberliegende Außenbereich des Entlastungsstandortes dient während der Öffnungszeiten als Aufenthaltsmöglichkeit für die Nutzerinnen und Nutzer. Eine Raucherkabine mit Absaugung und Fortluftsystem über Dach soll ebenfalls dazu beitragen, die Auswirkungen auf das Umfeld zu begrenzen.

Sozialdezernentin Frauke Füsers: „Mit dem neuen Standort schaffen wir einen Ort der Überlebenshilfe, an dem Menschen mit einer schweren Suchterkrankung sicher und geschützt konsumieren können. Das bedeutet zugleich, dass mehr Menschen medizinische und sozialarbeiterische Hilfe erhalten, mehr ausstiegsorientierte Beratungen und mehr Vermittlungen in weiterführende Hilfen und Therapien stattfinden können. Gleichzeitig müssen wir die Entwicklung im Umfeld ernst nehmen. Beides gehört zusammen: wirksame Hilfe und ein verantwortungsvoller Umgang mit den Auswirkungen auf das Quartier.“

Sicherheitsvorkehrungen für die Nachbarschaft

Bild: Stadt Dortmund / Oliver Schaper
OB Kalouti steht im neuen Drogenkonsumraum und bespricht sich mit der Dortmunder Polizei.
Oberbürgermeister Kalouti (l.) im Gespräch mit Einsatzkräften des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD), der das Umfeld verstärkt bestreifen wird.
Bild: Stadt Dortmund / Oliver Schaper

Die Stadt Dortmund hat Anwohnerinnen und Anwohner bei mehreren Dialogveranstaltungen über das Vorhaben informiert und ihre Hinweise aufgenommen. Für den Betrieb ist ein Sicherheits- und Umfeldkonzept vorgesehen. Während der Öffnungszeiten ist ein Sicherheitsdienst in der Einrichtung im Einsatz. Polizei und Kommunaler Ordnungsdienst (KOD) kontrollieren das Umfeld abhängig von der jeweiligen Lage. Außerdem verstärkt die Entsorgung Dortmund GmbH (EDG) die Reinigung der umliegenden Straßen.

Ein Umfeldmanagement steht der Nachbarschaft als Ansprechstelle zur Verfügung. Hinweise auf Probleme sollen aufgenommen und an die zuständigen Stellen weitergegeben werden. Die Stadt Dortmund will die Erfahrungen aus dem laufenden Betrieb auswerten und bei Bedarf nachsteuern.

„Niedrigschwelligkeit bedeutet, Hilfen für Menschen mit einer akuten Suchterkrankung so zu gestalten, dass gesundheitliche Risiken verringert werden und Vertrauen zu uns aufgebaut wird. Dann sind auch Schritte der Stabilisierung möglich. Gleichzeitig ist uns ein guter Austausch mit der Nachbarschaft wichtig, damit Probleme frühzeitig angegangen werden. Mit dem Drogenkonsumraum am Grafenhof, dem Entlastungsstandort an der Rheinischen Straße und dem Umfeldmanagement als Bindeglied haben wir in Dortmund einen beispielgebenden, ganzheitlichen Ansatz, der Überlebenshilfe mit Entlastung für die Stadtgesellschaft verknüpft“, sagt Willehad Rensmann, Vorstandsvorsitzender der aidshilfe dortmund e. V.

Der Rat der Stadt Dortmund hatte den temporären Entlastungsstandort am 3. Juli 2025 beschlossen.

Schlagwörter

Sicherheit & Ordnung

Weitere Nachrichten

Mehr Nachrichten
Warnung vor Sturmböen: Westfalenpark und Zoo schließen heute früher
Fr 23. Oktober 2026
Bild: flickr / Benedikt Schickentanz
Erstes YU Festival im Dortmunder U: Digitale Kunst zum Mitmachen
Fr 23. Oktober 2026
H Bahn
Bild: Julie C. Stamm
Alles im Blick, fest im Sattel: Fahrradstaffel wird ausgebaut
Do 22. Oktober 2026
Zwei Mitarbeitende des KOD sind mit dem Fahrrad unterwegs.
Quereinstieg: Stadt sucht Verstärkung für den Kommunalen Ordnungsdienst
Mi 21. Oktober 2026
Ein neues Herz für den Westfalenpark: Grundstein am Zentralplatz gelegt
Mi 21. Oktober 2026
Vier Personen deuten einen Spatenstich auf einer Baustelle im Westfalenpark an.
Bild: Stadt Dortmund / Oliver Schaper
Welttag der Statistik: Kennen Sie diese Dortmunder Zahlen und Fakten?
Mo 19. Oktober 2026
Kleiner Junge mit Baby-Geschwisterchen im Arm
Bild: Adobe Stock / Tomsickova
Zehn Jahre „lokal willkommen“: Dortmund stärkt den Zusammenhalt vor Ort
Mo 19. Oktober 2026
lokal willkommen 10 Jahre Jubiläum im Rathaus.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Wambel und Derne bekommen 2027 neue weiterführende Schulen
Fr 16. Oktober 2026
Schulhof der Containerschule in Dortmund.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
City-Ring für Heinz Overkamp
Fr 16. Oktober 2026
Aplerbeck
Portrait von Heinz Overkamp
Bild: Privat
Neues Graffiti: In Dortmund blüht selbst der Beton
Fr 16. Oktober 2026
Huckarde
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Hoher Informationsbedarf: Zweite Veranstaltung zum Neubau der A45-Brücke geplant
Mi 14. Oktober 2026
Lütgendortmund
Die A45-Brücke an der Martener Straße mit einer Bahnstrecke.
Bild: Stadt Dortmund
Neue Wege gehen: Dortmund muss beim Haushalt gegensteuern
Mo 12. Oktober 2026
Der neue Kämmerer der Stadt Dortmund, Torsten Bunte, im Portrait.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Neue Ausstellungen bei Phoenix des Lumières
Do 8. Oktober 2026
Bild: Culturespaces / Markus Mielek
Maßnahmen gegen Müllsünder: Ermittlungsdienst Abfall mit Erfolgsbilanz
Mi 7. Oktober 2026
Illegal entsorgte Fässer
Bild: Entsorgung Dortmund GmbH
Ausleihe & Abgabe nur hier: Neue Zonen für E-Scooter
Di 6. Oktober 2026
Innenstadt-West
Ein E-Scooter-Parkplatz in der Innenstadt: Es wurde ein Rechteck mit weißer Farbe gezogen.
Bild: Stadt Dortmund / Tiefbauamt