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Ermittlungsdienst Abfall war auch 2025 erfolgreich und bekommt 2026 Verstärkung

Inhalt bereitgestellt von: Pressestelle Stadt Dortmund

Mehr Einsätze, mehr Kontrollen, mehr Wirkung: Der Ermittlungsdienst Abfall (EDA) zieht eine erfolgreiche Bilanz für 2025 – und rüstet personell weiter auf.

6.150 Einsätze – 2.450 Beratungsgespräche – 590 Bußgeldbescheide im Wert von 130.000 Euro. Auf diese gerundeten Zahlen kommt der Bericht des Ermittlungsdienstes Abfall (EDA) für das Jahr 2025. Dabei hat sich der Ermittlungsdienst Abfall (EDA) 2025 insbesondere um die „Hotspots“ gekümmert, um die Bereiche im öffentlichen Raum, an denen immer wieder neuer Müll abgelagert wird. Grundsätzlich sind das Baumscheiben, also die Beete mit einem Straßenbaum, und Depotcontainerstandorte, die Sammelstellen, an denen Altglas und Papiercontainer stehen.

Einsätze des EDA bis spät in die Nacht

Bei den Baumbeeten fielen vor allem die Haydnstraße und die Herderstraße (beide Innenstadt-Nord) auf. Bei Depotcontainern waren die Standorte an der Uhlandstraße (Innenstadt-Nord), an der Gildenstraße (Hörde) sowie an der Hangeneystraße (Marten) im Fokus. Dort landeten vor allem Haus- und Sperrmüll sowie umweltgefährdende Substanzen wie Altöl, Asbest, Batterien und ähnliches. Die Freiflächen rund um die Container halten manche leider für eine Einladung, Abfall aller Art dort unerlaubt zu entsorgen.

Der EDA hat 2025 durch seine Präsenz bis spät in die Nacht und an Wochenenden erneut mehrere Müllsünderinnen und Müllsünder auf frischer Tat erwischt und davon abgehalten, ihren Müll tatsächlich abzulagern. Seit 2024 gibt es auch eine Fußstreife, zusätzlich zur verdeckten Beobachtung aus Fahrzeugen und der grundsätzlichen Ermittlungstätigkeit. Dies hat sich als sinnvolle Ergänzung etabliert. Insbesondere in Quartieren, in denen viele Menschen wohnen, konnten die Mitarbeitenden des EDA so auch vor Ort aufklären und beraten.

Nur wenig Wiederholungstaten

In den Fall-Berichten des EDA zeigt sich, dass der Anteil der Wiederholungstaten mit rund zwei Prozent sehr gering ausfällt. Dies deutet daraufhin, dass die Bußgelder zumindest bei einem Großteil der Täterinnen und Täter eine abschreckende Wirkung entfalten und Verhaltensänderungen anstoßen. Auch die Zahl der Täterinnen und Tätern mit Wohnsitz außerhalb Dortmunds liegt mit rund acht Prozent auf einem niedrigen Niveau.

EDG will zwei neue Stellen schaffen

Das Team des Ermittlungsdienstes Abfall umfasst aktuell 17 Planstellen, davon fünf bei der EDG und zwölf Stellen beim Ordnungsamt. Für das Wirtschaftsjahr 2026 hat die Geschäftsführung der EDG zudem eine Aufstockung um zwei weitere Planstellen beschlossen. Seit Januar sind drei der städtischen Stellen vakant; die Nachbesetzung läuft.

Die Mitarbeitenden des EDA leiten ihre Meldungen und Anzeigen an die Untere Abfallwirtschaftsbehörde (UAWB) im Umweltamt weiter. Von dort werden Ordnungswidrigkeitenverfahren sowie Kostenersatzverfahren eingeleitet. Dieses Team umfasst 3,5 Stellen – zu wenige angesichts steigender Fallzahlen. Um alle Fälle von illegalen Abfallablagerungen zeitnah und damit wirkungsvoller ahnden zu können, empfiehlt der Bericht eine Stärkung des Personals in der UAWB und bei der Bußgeldstelle des Rechtsamtes, die die Fälle am Ende übernimmt.

Straßenreinigung hilft bei der Erfassung und Entsorgung

Seit August 2025 werden unerlaubte Abfallablagerungen im öffentlichen Raum von den Teams systemisch erfasst. Ziel ist eine möglichst vollständige und lückenlose Dokumentation und Auswertung im Stadtgebiet. Eine Übersichtskarte mit der Auswertung der ersten beiden Einsatzmonate zeigt die Verteilung und macht die Hotspots auf einen Blick erkennbar. Der EDG helfen diese Daten auch bei der Planung ihrer Einsätze. Aus der mobilen Erfassung hat sich inzwischen ein volldigitaler Prozess entwickelt, der ein schnelleres und effizientes Abräumen des Abfalls ermöglicht.

Mehr Akzeptanz für den EDA in der Bevölkerung spürbar

Der EDA wird in Dortmund immer bekannter und wird gut angenommen. Ablesbar ist das zum Beispiel daran, dass immer mehr unerlaubte Abfallablagerungen gemeldet werden. Allein über die Dreckpetze-App, die in die EDG Abfall App integriert wurde, sind im Jahr 2025 rund 11.450 Meldungen eingegangen.

Mit den Beschwerden steigt die Erwartung, dass der Müll zeitnah entfernt wird – und dass die Täterinnen und Täter durch Verwarn-/Bußgelder sanktioniert werden. Müllablagerungen werden nicht als Lappalie empfunden. Die Menschen übernehmen Verantwortung für das eigene Quartier sowie für Wälder und Grünflächen oder vermüllte Standorte der Depotcontainer.

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