Für Frauen beginnt Neujahr erst jetzt: Gleichstellungsbüro feiert „Silvesterparty“ am Equal Pay Day
Am Freitag, 27. Februar, feiert das Gleichstellungsbüro der Stadt Dortmund gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Dortmunder Frauenverbände den Equal Pay Day – symbolisch als Neujahr für Frauen.
In einem Pressegespräch hat die städtische Gleichstellungsbeauftragte Maresa Feldmann die Auswirkungen der Lohnlücke zwischen Frauen und Männern erklärt. Sie können im Verlauf eines Lebens dramatisch werden. „Deshalb ist es so wichtig, dass wir auch junge Frauen für das Thema interessieren. Wenn man jung ist, ist die Rente gedanklich oft noch ganz weit weg“, sagt Maresa Feldmann. Darum sei die Silvesterparty ein guter Weg, um auch junge Menschen zu erreichen.
Die „Silvesterparty“ steigt am Freitag, 27. Februar, im domicil Dortmund, Hansastr 7-11. Start ist um 20 Uhr, Tickets kosten für Frauen 10 Euro, Männer zahlen 12 Euro.
Party mit Peanuts und Kröten
Feldmann weiter: „Auf so einer Party kann man sich mit Leichtigkeit einem so wichtigen Thema nähern.“ Vieles im domicil wird das Thema mit einem Augenzwinkern aufgreifen: An der Candy-Bar können sich die Besucher*innen eine Lohntüte mit Kröten und Mäusen füllen. Es gibt Peanuts und eine Foto-Ecke, in der Silvester-Selfies geknipst werden können.
Die Party im domicil soll für die wichtigen Themen sensibilisieren. Maresa Feldmann: „Gleichstellung ist auch in Deutschland noch längst nicht selbstverständlich. Wir wollen mit der Silvesterparty ein Zeichen setzen. Es muss sich noch mehr ändern. Und deshalb feiern wir die Zukunft, die wir uns wünschen: fair, gleichberechtigt und längst überfällig.“
Der Equal Pay Day ist in diesem Jahr in Deutschland am 27. Februar. Er markiert die geschlechtsspezifische Lohnlücke: Frauen verdienen in 2025 im Schnitt 16 Prozent weniger als Männer. „Rechnet man das in Arbeitstage um, dann verdienen Frauen erst ab dem 27. Februar das gleiche Geld, das Männer schon ab dem 1. Januar bekommen“, sagt Maresa Feldmann, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Dortmund.
Diese Überlegung setzt voraus, dass Frauen denselben Stundenlohn wie ihre männlichen Kollegen bekommen. „Die Lohnlücke hat sich in den vergangenen Jahren zwar leicht verringert – unter anderem durch gesetzliche Regelungen, tarifliche Entwicklungen und gleichstellungspolitische Maßnahmen. Trotzdem ist gleiche Bezahlung noch immer nicht selbstverständlich“, sagt Feldmann.
Heute schon an morgen denken: Auch eine Rentenlücke droht
Dramatisch wirke sich das auf die Altersversorgung von Frauen aus. „Die Lücke in der Rentenversorgung ist mit 25,8 Prozent noch größer als die Lohnlücke“, sagt Cornelia Rempe, Projektverantwortliche in der Gleichstellungsstelle für den Equal Pay Day. Ursachen seien vor allem strukturelle Unterschiede im Erwerbsverlauf: „Frauen unterbrechen ihre Erwerbstätigkeit häufiger, kehren oft später in den Beruf zurück – viele dann in Teilzeit. Das führt dazu, dass Frauen geringere Rentenansprüche erwerben. Hinzu kommt, dass Frauen überdurchschnittlich häufig in Berufen arbeiten, die insgesamt niedriger entlohnt werden“, sagt Rempe.
Für die Party im domicil gibt es noch Karten
Gefeiert wird am Freitag, 27. Februar, im domicil Dortmund, Hansastr 7-11, 44137 Dortmund. Start ist um 20 Uhr, Tickets kosten für Frauen 10 Euro, Männer zahlen 12 Euro.
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