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Ausstellung geht auf Reisen: Goethe-Institut will sie in Athen und Thessaloniki zeigen

Hoesch-Museum verlängert Griechen-Ausstellung bis 1. November

Inhalt bereitgestellt von: Pressestelle Stadt Dortmund

Die erfolgreiche Ausstellung „,Wie’s innen aussieht, geht niemand was an …'. Dortmunder Griechen 1976“ bleibt bis 1. November im Hoesch-Museum zu sehen. Die für November geplante Nachfolgeausstellung startet erst am 17. Januar 2027.

Die Resonanz auf die Ausstellung über die griechische Community in Dortmund vor 50 Jahren ist groß: Das Hoesch-Museum verlängert die Laufzeit bis Sonntag, 1. November. Die Schwarz-Weiß-Fotografien von Jürgen Spiler und Thomas Strenge zeigen den Alltag griechischer Arbeitsmigrant*innen in Dortmund im Jahr 1976 – in Familien, auf Schulhöfen, bei Festen und in der Freizeit, aber auch geprägt von Arbeit, Arbeitslosigkeit und Armut.

Fotografischer Blick auf griechisches Leben in Dortmund

Die beiden damals Anfang 20-jährigen Fotografen begleiteten drei Monate lang Familien und wurden dabei Teil ihrer Gemeinschaft. Ihre Nähe zu den Menschen ermöglichte Aufnahmen, die weit über eine klassische Reportage hinausgehen. Rund 50 Jahre später geben die Bilder einen persönlichen Einblick in die Lebenswirklichkeit der ersten Generation griechischer Arbeitsmigrant*innen in Dortmund. Ergänzt wird die Ausstellung durch fast 300 Fotografien, die Jugendliche 1976 mit ausgeliehenen Kameras selbst von ihrem Leben und ihrer Stadt machten. Eine Hörstation des Deutschlandfunks erweitert die fotografische Rückschau um akustische Zeitzeugnisse.

Goethe-Institut will Ausstellung in Athen und Thessaloniki zeigen

Die historische Fotoschau stößt auch über Dortmund hinaus auf Interesse. Das Goethe-Institut Athen hat angefragt, die Ausstellung im kommenden Jahr in Griechenland zu zeigen – Mitte April in Athen und Mitte September in Thessaloniki. Anträge für die dafür notwendigen Fördermittel laufen bereits. Damit könnten die vor 50 Jahren in Dortmund entstandenen Bilder künftig auch dort zu sehen sein, wo die Geschichten vieler der abgebildeten Menschen ihren Ausgangspunkt nahmen.

1976 sorgten die Bilder für Diskussionen

Die Fotografien entstanden im Rahmen der „Dortmunder Auslandskulturtage“. Griechenland war damals Partnerland der Veranstaltung. Das offizielle Programm stellte vor allem Griechenland als Land der Antike, als Reiseland und als künftigen Beitrittskandidaten zur Europäischen Gemeinschaft vor. Die Lebensrealität der damals rund 5.000 Griech*innen in Dortmund spielte dagegen kaum eine Rolle. Spilers und Strenges Ausstellung sorgte deshalb für Diskussionen. Politik und Presse kritisierten die Bilder teilweise als zu wenig positiv und zu trostlos.

Die Fotografien dokumentieren eine erste Generation von Arbeitsmigrant*innen und ihre Familien in einer Phase gesellschaftlicher Veränderung. Einige der damals porträtierten Menschen leben noch heute in Dortmund. Zum Teil haben sie sich auch persönlich am Begleitprogramm der Ausstellung beteiligt und ihre Erinnerungen und Erfahrungen eingebracht. Zugleich erzählen die Bilder von Gemeinschaft, Zugehörigkeit und dem Alltag in Dortmund.

Museumsleiterin Isolde Parussel entdeckte die Aufnahmen vor rund zehn Jahren bei Recherchen für eine Ausstellung zur Münsterstraße wieder. Für Wolfgang Weick, Vorstandsmitglied des Vereins „Freunde des Hoesch-Museums“, war das Projekt seinerzeit „der Zeit voraus“: Spiler und Strenge hätten sich das Vertrauen der Community erarbeitet und ihren Alltag mit den Mitteln der teilnehmenden Fotografie dokumentiert.

Nachfolgeausstellung startet im Januar 2027

Die ursprünglich für den 8. November 2026 geplante neue Sonderausstellung wird verschoben. Sie eröffnet nun am Sonntag, 17. Januar 2027, um 11 Uhr und trägt den Titel: „Nicht einschalten, es wird gearbeitet! Schilder und Kommunikationsmittel auf dem Werksgelände.“ Sie ist vom 17. Januar bis zum 25. Juli 2027 zu sehen. Damit bleibt die Griechen-Ausstellung bis zum 1. November geöffnet; anschließend wird die neue Schau vorbereitet.

Kurzinformation:

Die Ausstellung „Wie’s innen aussieht, geht niemand was an …“. Dortmunder Griechen 1976 ist noch bis 1. November 2026 zu sehen.

Der Eintritt ist frei. Das Begleitheft kostet 5 Euro.

Hoesch-Museum

Eberhardstr. 12, 44145 Dortmund

Tel. 0231 8625917

info@hoesch-museum.de

dortmund.de/hoeschmuseum

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Kultur & Freizeit