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Stadt Dortmund kritisiert Preiserhöhung der Bundesdruckerei – OB Kalouti wendet sich an Bundesinnenminister

Inhalt bereitgestellt von: Pressestelle Stadt Dortmund

Die Stadt Dortmund kritisiert die kurzfristige und einseitige Erhöhung der Druckkosten für Personalausweise durch die Bundesdruckerei. Dadurch entstehen rund 110.000 Euro Mehrkosten pro Jahr – eine Belastung, die nicht durch die bisherigen Gebühren gedeckt wird. Oberbürgermeister Alexander Kalouti wendet sich deshalb schriftlich an den Bundesinnenminister.

Die Stadt Dortmund wurde am späten Freitagnachmittag, 27. Februar, informiert, dass die Preise ab Sonntag, 1. März, steigen. Die Preiserhöhung bedeutet für Dortmund, dass die Stadt pro Personalausweis rund zwei Euro zusätzlich ausgleichen muss. Diese dürfen nicht an die Bürgerinnen und Bürger weitergegeben werden. Auf Basis der Fallzahlen von 2025 ergibt das rund 110.000 Euro Mehraufwand pro Jahr. Bereits im vergangenen Jahr führte ein ähnliches Vorgehen zwischen August 2025 und Februar 2026 zu Mindereinnahmen von rund 40.000 Euro.

Auch bei Reisepässen tragen die Kommunen bereits seit Längerem eine Preisdifferenz: Für Reisepässe von Personen unter 24 Jahren entsteht derzeit ein Minus von 11,84 Euro pro Dokument. Nachdem im Januar 2024 der Kinderreisepass abgeschafft wurde, ist die Zahl der Anträge bei jungen Menschen deutlich gestiegen. Allein 2024 zahlte Dortmund rund 150.000 Euro aus dem städtischen Haushalt, um diese Differenz auszugleichen. Wenn die Antragszahlen gleichbleiben, könnte dieser Betrag 2025 und in den Folgejahren auf über 260.000 Euro pro Jahr steigen.

„Wir können es nicht mittragen, dass die Kosten einfach auf die Städte und Gemeinden abgewälzt werden. Viele Kommunen, besonders in Nordrhein-Westfalen, stehen unter finanziellem Druck. Auch wenn wir kürzlich die Haushaltssperre aufgehoben haben, ist weiterhin ein Sparkurs erforderlich. Die aktuelle Preiserhöhung beim Personalausweis und die bereits bestehenden Preisunterschiede bei Reisepässen bedeuten für unseren Haushalt einen sechsstelligen Mehraufwand. Das können wir so nicht akzeptieren. Wir setzen uns daher dafür ein, dass die Lasten fair verteilt werden und die Kosten gerecht getragen werden. Aus diesem Grund werde ich mich auch schriftlich an den Bundesinnenminister wenden“, sagt Oberbürgermeister Alexander Kalouti.

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