Testphase dauert ein halbes Jahr
Um Unfälle zu verhindern: Straße Am Zehnthof in der Innenstadt-Ost wird ab Freitag zur Einbahnstraße für Autos
Um Radfahrende besser vor Unfällen zu schützen, wird die Straße Am Zehnthof in Höhe der Bahnunterführung ab Freitag, 8. Mai, für Autos zur Einbahnstraße in Richtung Süden. Die neue Regelung gilt vorerst für sechs Monate. Hintergrund ist eine Entscheidung der Unfallkommission.
An der Kreuzung Am Zehnthof / Lange Reihe kam es in den vergangenen Jahren zu mehreren Unfällen mit Radfahrenden. Im Jahr 2025 waren es allein vier Kollisionen. Die Kreuzung wurde daher als so genannte Unfallhäufungsstelle eingestuft. Das Muster der Unfälle war stets ähnlich: Die Autofahrenden kamen aus der Unterführung und waren in Richtung Norden unterwegs. Offenbar haben sie die Radfahrer*innen in der Kreuzung mit der Langen Reihe übersehen und deren Vorfahrt missachtet.
Um die Unfallgefahr zu minimieren, hat die Stadt bereits mehrere Verbesserungen vorgenommen: Es wurden Stop-Schilder montiert, Bremsschwellen eingebaut und neue Fahrbahnmarkierungen angebracht. Leider haben diese Veränderungen nicht den gewünschten Erfolg gebracht.
Die Unfallkommission hat daraufhin im März 2026 entschieden, die Straße Am Zehnthof zur Einbahn in Fahrtrichtung Süden zu machen. Zu dieser Kommission gehören Vertreter*innen der Polizei Dortmund, des Tiefbauamts als Straßenbaulastträger, der Bezirksregierung und der Straßenverkehrsbehörde. In sechs Monaten wird geprüft, ob die Veränderung den gewünschten Erfolg gebracht hat - also keine Unfälle mehr im Kreuzungsbereich mit der Langen Straße. Dann wird auch geschaut, ob die neue Verkehrsführung auch dauerhaft sinnvoll ist.
Der Radverkehr ist von der neuen Einbahnstraßenregelung nicht betroffen.