Knapp 30.000 Beratungen seit der Eröffnung
Vier Jahre MigraDo: Moderner One-Stop-Shop für alle Bürgerinnen und Bürger bewährt sich
Mit dem Kriegsbeginn in der Ukraine jährt sich auch die Eröffnung einer Einrichtung, die eng mit diesem Ereignis verbunden ist: Das MigraDo feiert seinen vierten Jahrestag. Seit dem 25. Februar 2022 unterstützt es viele Tausende Menschen beim Ankommen.
Anlässlich dieses Tages zieht die Stadt Dortmund eine positive Bilanz des Dienstleistungszentrums Migration und Integration (MigraDo). Seit seiner Eröffnung am 25. Februar 2022 hat sich das MigraDo als zentrale, serviceorientierte Anlaufstelle für neu ankommende Menschen und zunehmend auch für bereits in Dortmund lebende Bürger*innen etabliert.
Eröffnet wurde das MigraDo unmittelbar nach Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine. Doch die Idee für das Zentrum reicht weiter zurück: Bereits im Zuge der verstärkten Zuwanderung ab 2014 entstand das Konzept, alle wesentlichen Anliegen von Neuankommenden an einem Ort zu bündeln – als moderner One-Stop-Shop.
Positive Bilanz zum vierten Jahrestag
Seit seiner Eröffnung verzeichnete das MigraDo insgesamt knapp 30.000 Beratungen. Hinzu kommen täglich zwischen 50 und 150 Kundenkontakte am Infopoint. Dabei zeigt sich eine deutliche Weiterentwicklung: anders als in den Anfangsjahren richtet sich das Angebot längst nicht mehr ausschließlich an Nichtdeutsche. Inzwischen nutzen auch viele deutsche Staatsangehörige die Anlaufstelle.
„Die beeindruckenden Zahlen machen deutlich: Das Angebot findet großen Zuspruch. Es setzt genau dort an, wo es das soll – unmittelbar nach der Ankunft in Dortmund. Dass sich das MigraDo als zentrale Anlaufstelle für alle Bürgerinnen und Bürger in Dortmund etabliert hat, bestätigt unseren Ansatz eines modernen und serviceorientierten Verwaltungshandelns“, sagt Sozialdezernentin Frauke Füsers. Silke Straubel, Leiterin des MigraDo, ergänzt: „Die Erfolge der vergangenen vier Jahre wären ohne das engagierte und zielorientierte Team nicht möglich gewesen.“
Integration und Service aus einer Hand
An den Standorten am Friedensplatz 7 und in der Berswordt-Halle erhalten alle direkt nach ihrer Anmeldung eine individuelle Beratung in verschiedenen Sprachen. Die fachübergreifend aufgestellten Teams – bestehend aus Expertinnen der Stadtverwaltung, des Jobcenters und der freien Wohlfahrtspflege – vermitteln Informationen zu städtischen Dienstleistungen ebenso wie zu Angeboten nichtstädtischer Partner.
Das Konzept hat sich bewährt: Ein One-Stop-Shop wie das MigraDo ist notwendig, um Prozesse zu bündeln, Wege zu verkürzen und Reibungsverluste zu vermeiden – für die Bürger*innen, für ehrenamtliche Begleiter*innen und für die beteiligten Ämter. Die Mitarbeiter*innen sprechen zahlreiche Sprachen. Bei Bedarf kann kurzfristig ein Videodolmetscherdienst zugeschaltet werden.
Kontinuierlicher Ausbau – auch dank EU-Förderung
Schon in der Planungsphase war klar, dass das Angebot schrittweise erweitert werden soll. Im Rahmen eines EU-Projekts konnte sich das MigraDo frühzeitig mit anderen Kommunen in Europa austauschen. Die dabei gewonnenen Erfahrungen fließen kontinuierlich in die Weiterentwicklung ein.
Das Leistungsspektrum wurde in den vergangenen Jahren um Themen wie Schulanmeldungen, Arbeitsvermittlung, Wohnen und Leistungsbezug erweitert. Zudem befindet sich ein Self-Service-Center im Aufbau, in dem Bürger*innen ihre Anträge an Terminals mit Unterstützung eigenständig stellen können.
Ein Großteil des MigraDo wird durch Mittel der Europäischen Union kofinanziert. Diese Förderung trägt maßgeblich dazu bei, das innovative Servicekonzept weiter auszubauen.
„Das MigraDo steht beispielhaft für eine bürgernahe, effiziente und zukunftsorientierte Stadtverwaltung“, resümiert Sozialdezernentin Frauke Füsers.