Vom Dortmunder Acker auf den Kinderteller: Die DOtoffel macht’s möglich
Bio-Kartoffeln aus der Region kommen in Dortmunder Kitas auf den Tisch. Eine Aktionswoche vor dem EU-Bio-Tag am 23. September zeigt, wie regionale Lebensmittel ihren Weg in die Gemeinschaftsverpflegung finden – und warum davon Kinder und Landwirtschaft profitieren.
Was wächst eigentlich vor der eigenen Haustür? Und wie kommt eine Kartoffel vom Feld auf den Teller? In der FABIDO-Kita Am Stuckenrodt 8 in Scharnhorst konnten Kinder das ganz praktisch erleben. Aus der Dortmunder Bio-Kartoffel
„Die Kinder erleben mit der DOtoffel ganz selbstverständlich, dass gutes Essen auch aus ihrer eigenen Region kommen kann. Und wenn sie selbst mitkochen, wird aus einer Kartoffel auf dem Teller ganz schnell ein echtes Erlebnis“, sagt FABIDO-Geschäftsführer Daniel Kunstleben.
In der Woche vom 14. bis 18. September 2026 stand die DOtoffel in Dortmund besonders im Mittelpunkt. 40 FABIDO-Einrichtungen mit eigener Wirtschaftsküche servieren die regionale Bio-Kartoffel. Auch das städtische Betriebsrestaurant sowie das Ludwig-Steil-Haus und das Friederike-Fliedner-Haus der Diakonie beteiligen sich. Während die FABIDO-Kitas die DOtoffel bereits regulär beziehen, konnten die drei weiteren Einrichtungen die Kartoffel bei der Aktionswoche kennenlernen.
Damit die Kartoffel ihren Weg findet
Hinter einem Teller Kartoffelauflauf steckt eine ganze Kette: Landwirtschaft, Handel, Logistik, Verarbeitung und Küche müssen zusammenspielen. Genau hier setzt die Stadt Dortmund an. Die Koordinierungsstelle Klimaschutz und Klimafolgenanpassung im Umweltamt bringt landwirtschaftliche Betriebe, Handel, Verarbeitung und Küchen zusammen. Sie stimmt Bedarfe und Mengen ab und hilft dabei, verlässliche Lieferbeziehungen aufzubauen.
Unterstützt wird die Stadt vom Projekt
Auch die Wirtschaftsförderung Dortmund ist beteiligt. Im Rahmen von FoodConnectRuhr entsteht über die Regiothek ein digitaler B2B-Shop für regionale Lebensmittel. Er soll im Oktober 2026 online gehen und Produzentinnen und Produzenten einfacher mit Küchen verbinden.
„Bei der DOtoffel sieht man sehr konkret, was möglich ist, wenn viele an einem Strang ziehen. Wir wollen, dass mehr Lebensmittel aus Dortmund und der Region dort ankommen, wo jeden Tag für viele Menschen gekocht wird“, sagt Stefan Szuggat, Dezernent für Umwelt, Planen und Wohnen.
Viele Teller können viel bewegen
Gerade Kitas und Schulen sind wichtige Abnehmer für regionale Lebensmittel. Wenn täglich für viele Kinder gekocht wird, entsteht eine verlässliche Nachfrage. Das gibt landwirtschaftlichen Betrieben mehr Planungssicherheit und kann dazu beitragen, regionale Verarbeitung und Wertschöpfung auszubauen.
Die DOtoffel wird ökologisch in Dortmund und der direkten Umgebung angebaut. Kurze Wege bringen die Kartoffeln frisch in die Küchen. Der Bio-Anbau trägt zugleich zum Schutz der Biodiversität und zu gesunden Böden bei. Für die Kinder wird Regionalität dabei greifbar: Die Kartoffel auf ihrem Teller wächst nicht irgendwo weit entfernt, sondern in ihrer Nähe.
Gute Ideen brauchen gute Einkaufswege
Damit regionale Produkte nicht nur gut ankommen, sondern auch regelmäßig bestellt werden können, entwickelt die Stadt ihre Lebensmittelbeschaffung weiter.
Im EU-Förderprojekt
Auch die praktischen Abläufe werden einfacher: Warenkörbe und Bestellmasken werden an die Bedürfnisse der Einrichtungen angepasst. Mitarbeitende erhalten Informationen zur nachhaltigen Beschaffung. Denn regionale Lebensmittel müssen nicht nur produziert werden – sie müssen auch unkompliziert in den Küchen ankommen.
Die Kartoffel ist erst der Anfang
Damit die DOtoffel künftig noch mehr Küchen erreicht, wird derzeit eine Kartoffelverarbeitung in Dortmund aufgebaut. Die Kartoffeln sollen künftig auch vorverarbeitet angeboten werden können. Damit entfällt für Küchen ein zusätzlicher Arbeitsschritt. Weitere Kitas stehen bereits in den Startlöchern.
Die Erfahrungen mit der DOtoffel sollen anschließend auf weitere Lebensmittel übertragen werden. Ziel ist ein Netzwerk, das regionale Produkte vom Acker über Verarbeitung und Handel bis in die Küchen bringt.
Zum EU-Bio-Tag am 23. September wird damit sichtbar, was hinter regionalem Essen steckt: Kurze Wege, aber auch Menschen und Strukturen, die dafür sorgen, dass aus einem Produkt vom Feld ein Mittagessen für viele Kinder werden kann.
Das Projekt „Turn the Tables“ wird von der Europäischen Union kofinanziert. Für die Inhalte ist ausschließlich die Stadt Dortmund verantwortlich; sie geben nicht notwendigerweise die Sichtweise der Europäischen Union wieder.
Anhänge
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Haben Blumenkohlauflauf mit DOtoffel vorbereitet: Larysa Fidel (Küchenhilfe), Adilson, Clara, Piotr Balbatun (Küchenleitung), Naomi, Jenny Werth (plusKita-Fachkraft) und Taysira. , 953 KB , JPEG Quelle: Stadt Dortmund / Roland Gorecki -
Finden die DOtoffel gut: Esther Brohl, Wertschöpfungskettenmanagerin FoodConnectRuhr, Daniel Kunstleben, Geschäftsführer FABIDO, und Dr. Theresa Eckermann, Leitung Umweltamt (v.l.). , 1 MB , JPEG Quelle: Stadt Dortmund / Roland Gorecki