Kunst im öffentlichen Raum

Adler (Chapungu)

Künstler*in:
Bernard Matemera
Jahr:
1995
Technik und Material:
Serpentin auf Steinsockel
Maße:
  • Höhe: Insgesamt: 2,68 m; Skulptur: 1,43 m; Sockel: 1,25 m
Kunstwerknr.:
44139-029
Standort:
Do-Mitte, Westfalenpark, 44139 Dortmund
Adler (Chapungu)
Adler (Chapungu), Bernard Matemera

Der leicht abstrahierte, monolithische „Adler“ sitzt aufrecht, mit seitlich eng angelegten Flügeln. In der Shona-Kultur ist der Adler oder „Chapungu“ ein Symbol für Stärke und Größe, bekannt für seine scharfen Augen und seine Flugkünste. Das Werk von 1995 im Westfalenpark besteht aus schwarzem, afrikanischem Serpentin, einem häufig verwendeten Material in der Kunst der Shona. Die bis ins 11. Jahrhundert zurückreichende Bildhauertradition Simbabwes wurde in den 1950er Jahren wieder belebt und innerhalb weniger Jahrzehnte weltweit bekannt. Benannt wurde die zeitgenössische, afrikanische Kunst nach der Bevölkerungsmehrheit in Simbabwe, den Shona. Bernard Matemera gehörte zu den großen, international erfolgreichen Bildhauern der ersten Shona-Generation und war Vorbild für die nachfolgenden Generationen. Seine naturverbundenen Figuren sind eng mit der Mythologie der Shona verbunden und zugleich durch leicht abstrahierte und zum Teil groteske, gerundete Formen verfremdet. Inhaltlich behandelt er in seinen Werken vorwiegend die klassischen Themen der Shona-Kultur: Menschen, Tiere, beschützende Geister, Totems und Fabelwesen. IF

Literatur Kunstwerk

http://www.privatsammlung-wild.de/Matemera-main.html [Abruf: 3.11.2016]http://vashona.com/en/dictionary/sna/chapungu [Abruf: 3.11.2016]http://www.shona-art.com/index.php?id=45 [Abruf: 3.11.2016]http://www.shona-art.com/index.php?id=4 [Abruf: 3.11.2016]

Literatur Künstler*in

http://www.privatsammlung-wild.de/Matemera-main.html [Abruf: 3.11.2016]http://www.galerie-zimart.de/kuenstler/b_matemera.html [Abruf: 3.11.2016]http://www.shona-art.com/index.php?id=45 [Abruf: 3.11.2016]

Biografie

Der 1946 in Nord-Zimbabwe geborene Steinbildhauer und Shona-Künstler Bernard Matemera arbeitete 1966 als Farmarbeiter, als der Farmer und Kunstförderer Tom Blomefield, der Initiator des Künstlerdorfes, ihn entdeckte und förderte. Matemera wurde in den 1980er und 90er Jahren der führende Repräsentant der Tengenenge Gruppe und galt als „Vater“ der Gemeinschaft: für deren Fortbestehen verwendete er den Verkaufserlös seiner Skulpturen für den künstlerischen Nachwuchs. Bernard Matemera gehörte zu den großen, international erfolgreichen Bildhauern der ersten Generation der „Shona-Art“. Seine archaischen Skulpturen sind eng mit der Mythologie der „Shona“ und der afrikanischen Tradition verbunden. Zugleich bewahren sie einen individuellen Stil, der durch groteske oder unproportionale Gliedmaßen gekennzeichnet ist. Menschen, Tiere, Geister und Fabelwesen gehören zu seinen bevorzugten Themen. Seine grotesken Skulpturen fanden nicht sofort Anklang und erst in den 1980er Jahren erzielte er mit seinen Arbeiten große nationale und internationale Erfolge und erhielt Ehrungen, zum Beispiel 1986 den 1. Preis bei der Triennale in Neu Delhi/ Indien. Seine Arbeiten wurden seit 1968 fast jährlich weltweit in vielen bedeutenden Museen und Kunstsammlungen ausgestellt, zum Beispiel in New York, Paris, Sydney, Schweden und Großbritannien. Dauerausstellungen sind unter anderem im Frankfurter Völkerkunde Museum und in Simbabwe. Matemera, der zu den weltbesten Steinbildhauern zählte, arbeitete bis zu seinem Tod 2002 in der Künstlerkolonie und starb in Guruve. IF

Quelle

Kunst und Kulturführer - 50 Jahre Westfalenpark, S. 47.

Weitere Kunst im öffentlichen Raum

Jahr: 1898
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks auf
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks auf "Zeche Zollern" in Kirchlinde

Künstler*in: Künstler unbekannt

Jahr: 1952 (Einweihung: 16.März 1952)
Denkmal für die Opfer der Grubenunglücke vom 4.7.1940, 16.3.1944 und 22.3.1979
Denkmal für die Opfer der Grubenunglücke vom 4.7.1940, 16.3.1944 und 22.3.1979

Künstler*in: Wilhelm Wulff

Jahr: 1936
Denkmal für die Opfer eines Grubenunglücks von 1935
Denkmal für die Opfer eines Grubenunglücks von 1935

Künstler*in: Wilhelm Wulff

Jahr: 1927
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks vom 11. Februar 1925
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks vom 11. Februar 1925

Künstler*in: Friedrich Bagdons

Jahr: nach 1920
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks am 8.8.1920
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks am 8.8.1920

Künstler*in: Benno Elkan(?)

Jahr: 1954-1960
Mahnmal Bittermark
Mahnmal Bittermark

Künstler*in: Will Schwarz, Karel Niestrath, Léon Zack

Jahr: 1931
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks vom 16.5.1925
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks vom 16.5.1925

Künstler*in: Friedrich Bagdons (Entwurf)

Jahr: 1993
Gedenktafel für den jüdischen Friedhof
Gedenktafel für den jüdischen Friedhof

Künstler*in: Künstler unbekannt

Jahr: 1956
Denkmal für die Opfer des Zweiten Weltkrieges
Denkmal für die Opfer des Zweiten Weltkrieges

Künstler*in: Vorname? Endlich, Herwarth Schulte u. Heinrich Bayer

Jahr: 1946/47
Denkmal für die gefallenen Sowjets
Denkmal für die gefallenen Sowjets

Künstler*in: F. J. Kraus

Jahr: nach 1945
Denkmal für die jüdischen Opfer des NS-Regimes
Denkmal für die jüdischen Opfer des NS-Regimes

Künstler*in: Künstler unbekannt

Jahr: 1924/25
Mahnmal für die 1914/18 gefallenen Bürger aus Dortmund
Mahnmal für die 1914/18 gefallenen Bürger aus Dortmund

Künstler*in: Friedrich Bagdons

Jahr: 1965
Haltet Frieden
Haltet Frieden

Künstler*in: Curt Unger

Jahr: 1934, (Einweihung: 16.9.1934)
Kriegerdenkmal in Dorstfeld, Gefallene 1914-1918
Kriegerdenkmal in Dorstfeld, Gefallene 1914-1918

Künstler*in: Bildhauer: Heinrich Bayer; Architekt: Josef Wentzler;

Jahr: undatiert
o. T. (Kunstobjekt )
o. T. (Kunstobjekt )

Künstler*in: Künstler unbekannt